Messdiener in Rom
Alle verschieden und doch gemeinsam

Ahlen -

Für neun junge Ahlener war das ein mehr als beeindruckendes Erlebnis: Sie nahmen an der internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom teil. Und sahen Papst Franziskus.

Donnerstag, 09.08.2018, 16:16 Uhr

Die Ahlener mit Pfarrer Dr. Ludger Kaulig vor der Kirche Santa Maria in Trastevere: Gesine General, Marie Nettebrock, Thomas Gocke, Johanna Kuhlbusch, Phil Tönspeterotto, Manja Oertker, Karla General, Dr. Ludger Kaulig und Lorenz General.
Die Ahlener mit Pfarrer Dr. Ludger Kaulig vor der Kirche Santa Maria in Trastevere: Gesine General, Marie Nettebrock, Thomas Gocke, Johanna Kuhlbusch, Phil Tönspeterotto, Manja Oertker, Karla General, Dr. Ludger Kaulig und Lorenz General. Foto: Bisch. Pressestelle/Ann-Christin Ladermann

Erlebnisreiche Tage liegen hinter neun Messdienerinnen und Messdienern aus der Pfarrei St. Bartholomäus. Eine Woche lang haben sie in Rom an der internationalen Ministrantenwallfahrt teilgenommen, die unter dem Leitwort „Suche Frieden und jage ihm nach“ (PS 34,15b) stand.

Anschließend verbrachten die Jugendlichen mehrere Tage außerhalb der „Ewigen Stadt“ in einer Pfarrei, in der Pfarrer Dr. Ludger Kaulig, der die Gruppe begleitete, nach seiner Studienzeit in Rom mitgewirkt hatte. Höhepunkt der Messdienerwallfahrt war eine Sonderaudienz mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz. Mehr als 60 000 Messdiener aus der ganzen Welt feierten dort ein gemeinsames Abendgebet mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche.

Als tief bewegend hat Thomas Gocke dieses Erlebnis empfunden: „Das war Gänsehaut-Feeling, dem Papst plötzlich so nahe zu sein.“ Bemerkenswert fand der 26-Jährige, dass Franziskus sich viel Zeit für die Messdiener genommen hat.

Auch Karla General kann voller Überzeugung sagen: „Ja, das lange Warten hat sich gelohnt.“ Damit meint die 20-Jährige das stundenlange Anstehen vor den Sicherheitskontrollen auf dem Petersplatz. Die Tatsache, dass der Papst die Anliegen der jungen Menschen ernst genommen hat, habe sie beeindruckt.

Vor dem Abendgebet hatte er Fragen der jungen Katholiken beantwortet, darunter auch die eines deutschen Messdieners aus dem Bistum Speyer. Auf seine Frage, warum der Glaube für Franziskus so wichtig sei, gab es von Papst Franziskus sogar eine kurze Antwort auf Deutsch: „Ich habe verstanden.“ Auf Italienisch führte er dann aus, dass Glaube für ihn wie die Luft zum Atmen sei und helfe, den Sinn des Lebens zu verstehen.

60 000 Messdienerinnen und Messdiener aus 19 Ländern jubelten Papst Franziskus auf dem Petersplatz zu.

60 000 Messdienerinnen und Messdiener aus 19 Ländern jubelten Papst Franziskus auf dem Petersplatz zu. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin

Für einige der jungen Pilger aus Ahlen war es die erste Reise nach Rom. Darum galt es neben dem Wallfahrtsprogramm auch die Stadt kennenzulernen. Die Gelegenheit nutzten sie und besichtigten Sehenswürdigkeiten wie die Spanische Treppe, den Trevibrunnen oder die Piazza Navona sowie bedeutende Kirchen Roms.

Für Thomas Gocke war der Besuch der Vatikanischen Museen ein ganz persönliches Highlight: „Wir haben uns Zeit genommen, die Kunstwerke auf uns wirken zu lassen – auch wenn das bei der Fülle kaum möglich ist“, sagt er. „Die Sixtinische Kapelle mit ihren Gemälden live zu sehen und damit auch all die Glaubenszeugnisse, die dort verewigt sind – das war ein unbeschreibliches Gefühl.“

Karla General treibt vor allem das Thema Frieden um: „In Gottesdiensten und Gebeten, aber auch in unserer Gruppe haben viel darüber nachgedacht, wie man Frieden in den Alltag einbauen kann, welche Entscheidungen man trifft und wie sich diese auch auf die Mitmenschen auswirken können“, erinnert sich die 20-Jährige an gute und nachhaltige Gespräche.

Um den Frieden, den die jungen Wallfahrer in der Woche besonders gesucht haben, ging es auch beim Abendgebet am 2. August in der Kirche Santa Maria in Trastevere. Viele Messdiener nutzten das vom Team des Bistums Münster vorbereitete Angebot als Auftakt für den letzten Abend in Rom.

Die Ahlener Messdiener nehmen vor allem das gute Gemeinschaftsgefühl, das sie bei der Wallfahrt erlebt haben, mit nach Hause. „In der ganzen Stadt hat man gemerkt, dass uns die eine Sache verbindet, nämlich das Messdienersein“, sagt Karla General. Und Thomas Gocke fasst zusammen: „Das war ein riesengroßes Wir-Gefühl. Wir alle zusammen unter dem Dach Messdiener – alle verschieden, aber trotzdem alle gemeinsam.“

Am Dienstag kehrte die die Gruppe nach Ahlen zurück.

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