Marktplatz: Pfusch beim Pflastern
Platten müssen neu verlegt werden

Ahlen -

Ärgerlich, aber kein Beinbruch ist es aus Sicht von Stadtbaurat Andreas Mentz, dass ein Teil der Granitplatten auf dem Marktplatz schlecht verlegt worden ist. Nach einer Besichtigung der Baustelle erklärt er, das Pflaster würde aufgehoben und neu verlegt.

Samstag, 11.08.2018, 18:08 Uhr

Mal stoßen Platten aneinander, mal sind die Fugen zu groß: Die Stadt beanstandet Teile der neuen Marktpflasterung. Sie müssen noch mal aufgenommen werden.
Mal stoßen Platten aneinander, mal sind die Fugen zu groß: Die Stadt beanstandet Teile der neuen Marktpflasterung. Sie müssen noch mal aufgenommen werden. Foto: Dierk Hartleb

Kommando zurück und alles auf null? Nein, so schlimm ist es wohl doch nicht. Andreas Mentz bleibt ganz gelassen. Als der Stadtbaurat nach seinem Urlaub „seine“ Baustellen – darunter auch den Marktplatz – besichtigte, überzeugte er sich von dem Malheur. Ein Teil der neuen portugiesischen Granitplatten ist schlecht verlegt. Das betrifft insbesondere den Bereich vor der nördlichen Häuserfront, von Holtermann bis zum Spanier an der Ostspitze. „Uns war das Manko schon seit zwei Wochen bekannt“, erklärt Mentz gegenüber unserer Zeitung. Teilweise stoßen die Platten direkt aneinander, teilweise sind die Fugen viel zu breit. Anscheinend ist bei der Verlegung der Steine auf den Einsatz eines sogenannten Abstandhalters verzichtet worden. Dieses Pflaster muss wieder aufgenommen und neu verlegt werden.

Den Zeitplan für die Fertigstellung sieht Mentz nicht gefährdet. „Bis Ende November sollte der Marktplatz fertig sein, so dass der ,Ahlener Advent‘ wie geplant am 7. Dezember eröffnet werden kann. Selbst wenn dann noch Restarbeiten zu machen sind.“

Bis Ende November sollte der Marktplatz fertig sein.

Andreas Mentz

Was sicherlich zu dem Zeitpunkt noch nicht endgültig wieder hergestellt sein wird, ist die Südstraße. „Die befand sich schon vor der Baumaßnahme des Bauvereins in schlechtem Zustand“, weiß Mentz aus eigener Anschauung. Er geht davon aus, dass mit dem demnächst beginnenden Innenausbau des Wohn- und Geschäftshauses des Bauvereins „Glückauf“ auch der Schwerlastverkehr abnimmt. Damit könnte auch die Baustelle in ihrem Umfang verkleinert werden.

Vom Bauträger erwartet die Stadt, dass er die Straße in ihrem alten Verlauf wiederherstellt. Die Stadt plant, die Südstraße ab Tankstelle mit einer Asphaltschicht zu versehen, weil die Fahrbahn völlig zerfahren ist. Das werde allerdings erst im kommenden Jahr ausgeführt werden können, so Mentz.

Zurück zum Marktplatz, der gerade in Teilen wie ein zerwühltes Grabungsfeld wirkt: Die Archäologen sind zurückgekehrt und begleiten die Auskofferung eines Lochs in einer Tiefe von 1,50 Meter auf der sogenannten Zunge. Das sei bei jeder Grabung in einem historischen Umfeld so vorgesehen, erläutert Mentz. Im Übrigen seien die Archäologen des Landschaftsverbands über die gesamte Dauer des Marktplatzumbaus eingebunden.

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