„Kleinstadt Techno“ auf der Zeche „Westfalen“
Zwölf Stunden wummerten die Beats

Ahlen -

Die erwarteten 800 Besucher kamen zwar nicht zum „Kleinstadt Techno“, aber auch mit 550 Ravern waren die Organisatoren Franz Bußmann und Benedikt Bartscher hoch zufrieden. Zwölf Stunden wummerten am Samstag die Beats aus den Lautsprechern, wurde zu Füßen der Fördertürme unablässig getanzt. Die Zeche „Westfalen“ erwies sich als perfekte Kulisse für das erste Event dieser Art in Ahlen.

Sonntag, 12.08.2018, 22:00 Uhr

Eine perfekte Kulisse für das Techno-Event bot die Zeche „Westfalen“ besonders nach Anbruch der Dämmerung mit den illuminierten Fördertürmen.
Eine perfekte Kulisse für das Techno-Event bot die Zeche „Westfalen“ besonders nach Anbruch der Dämmerung mit den illuminierten Fördertürmen. Foto: Christian Feischen

„Cool“ finden das recht einmütig die zahlreichen Besucher, die am Samstag nicht bloß aus Ahlen gekommen sind, um „Kleinstadt Techno“ an der Zeche „Westfalen“ zu erleben: Laute, bassdrumlastige Rhythmen wummern schon am frühen Nachmittag durch die Luft am Biergarten „Flöz“, als erstmals eine Technoparty zu Füßen der Fördertürme stattfindet. Und das ganze zwölf Stunden lang. Initiatoren sind die 20 und 21 Jahre jungen Ahlener Franz Bußmann und Benedikt Bartscher, die mit über 20 Freunden und in Kooperation mit dem „Flöz“ und „Lokschuppen“ betreibenden Ehepaar Thiesing für eine Bühnendeko mit Industrial-Atmosphäre gesorgt, eine ganze Reihe an DJs und vor allem Techno-Fans vom Ruhrgebiet bis Leipzig eingeladen haben.

„Ein Kindheitstraum geht für mich in Erfüllung“, freut sich Franz Bußmann denn auch schon um kurz nach 14 Uhr, als ein Shuttle-Kleinbus die ersten Partygäste vom Bahnhof zum Freiluft-Event im Ahlener Osten chauffiert. Technopartys mit elek­tronischer Musik, wie sie in den 1990er Jahren nicht zuletzt bei der „Loveparade“ zelebriert wurden, haben sich vor allem in Großstädten etabliert. Ein derartiges Event in einer Stadt wie Ahlen ist somit auch in der Szene ein Novum.

Ein Kindheitstraum geht für mich in Erfüllung.

Franz Bußmann

„Kleinstadt Techno“ nennt sich darum die ravige Tanzparty, bei denen DJs mit Namen wie DIN_A8, Moneck, b², D&D vom „Floorwärts-Team“ des Bürgerzentrums oder Phil Eulenspiegel und Simon Gose für den passenden Sound sorgen. Letztere performen unter anderem das angesagte „b2b“. Das steht für „Back to back“ und bezeichnet den Wechsel von Musikstücken, die in Abstimmung von zwei DJs an ihren Mischpulten elegant ineinander übergehen. House-Beats dürfen dabei in temporeiche Rave-Rhythmen münden. Das alles freilich bei höchster Aussteuerung, so wie es die Techno-Fans mögen.

„Kleinstadt Techno“ auf der Zeche „Westfalen“

1/14
  • Rund 550 Raver tanzten zwölf Stunden lang zu wummernden Beats im Schatten der Fördertürme. Foto: Christian Feischen
  • Rund 550 Raver tanzten zwölf Stunden lang zu wummernden Beats im Schatten der Fördertürme. Foto: Christian Feischen
  • Rund 550 Raver tanzten zwölf Stunden lang zu wummernden Beats im Schatten der Fördertürme. Foto: Christian Feischen
  • Rund 550 Raver tanzten zwölf Stunden lang zu wummernden Beats im Schatten der Fördertürme. Foto: Christian Feischen
  • Rund 550 Raver tanzten zwölf Stunden lang zu wummernden Beats im Schatten der Fördertürme. Foto: Christian Feischen
  • Rund 550 Raver tanzten zwölf Stunden lang zu wummernden Beats im Schatten der Fördertürme. Foto: Christian Feischen
  • Rund 550 Raver tanzten zwölf Stunden lang zu wummernden Beats im Schatten der Fördertürme. Foto: Christian Feischen
  • Rund 550 Raver tanzten zwölf Stunden lang zu wummernden Beats im Schatten der Fördertürme. Foto: Christian Feischen
  • Rund 550 Raver tanzten zwölf Stunden lang zu wummernden Beats im Schatten der Fördertürme. Foto: Christian Feischen
  • Rund 550 Raver tanzten zwölf Stunden lang zu wummernden Beats im Schatten der Fördertürme. Foto: Christian Feischen
  • Rund 550 Raver tanzten zwölf Stunden lang zu wummernden Beats im Schatten der Fördertürme. Foto: Christian Feischen
  • Rund 550 Raver tanzten zwölf Stunden lang zu wummernden Beats im Schatten der Fördertürme. Foto: Christian Feischen
  • Rund 550 Raver tanzten zwölf Stunden lang zu wummernden Beats im Schatten der Fördertürme. Foto: Christian Feischen
  • Rund 550 Raver tanzten zwölf Stunden lang zu wummernden Beats im Schatten der Fördertürme. Foto: Christian Feischen

Die überwiegend jungen Partybesucher im Teen- und Twen-Alter tanzen am Samstag durchgängig zu den in­strumentalen Beats, bejubeln die DJs, die auf der Bühne sichtlich Spaß an den Reglern haben und werden auch nach Stunden Party nicht müde, weiter zu tanzen. Schließlich ist bei Einbruch der Dunkelheit das Ambiente an der Zeche mit den illuminierten Fördertürmen besonders imposant.

Selfies beim Tanzen machen die Techno-Fans dabei genauso häufig wie Erinnerungsfotos am Zechengelände und feiern bis zwei Uhr in der Nacht die DJs und, so wie es bei einer richtigen Technoparty dazugehört, auch sich selbst. Bei weithin hörbaren Beats finden die rund 550 Besucher die „Kleinstadt Techno“-Premiere in Ahlen einfach „cool“: Wie sollte es bei optimaler technischer Ausstattung vor Industrie-Kulisse zum 12-Stunden-Rave auch anders sein?

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5971059?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Das perfekte Dinner: Nachtisch-Fluch mit Happy End
V.l.: Filippi, Eduardo „Eddi“, Hanni, Gastgeberin Eva und Claus
Nachrichten-Ticker