„Controled Voltage“
Ein elektrisierendes Event

Ahlen -

Licht und Klänge vor purer Industriekulisse: Die Veranstaltung „Controled Voltage“ am Samstag in der Maschinenzentrale verspricht eine besondere Sinneserfahrung.

Dienstag, 14.08.2018, 20:20 Uhr

Dirk Mense hat seinen ersten öffentlichen Auftritt als „tu:rende“ am Samstag in der Maschinenzentrale. Der Industriecharme dieses Ortes passt perfekt zu den Klängen, die er am analogen Synthesizer erzeugt.
Dirk Mense hat seinen ersten öffentlichen Auftritt als „tu:rende“ am Samstag in der Maschinenzentrale. Der Industriecharme dieses Ortes passt perfekt zu den Klängen, die er am analogen Synthesizer erzeugt. Foto: Sabine Tegeler

Ist es ein Konzert? Ist es Kunst? Oder einfach Technik? „Controled Voltage“ heißt das Event am kommenden Samstag in der Maschinenzentrale auf dem Zechengelände und es vereint all diese Attribute. Klangperformance trifft den Charakter der Veranstaltung wohl am besten – Klangperformance mit entsprechend atmosphärischem Lichteinsatz.

Dirk Mense spricht von einer „einmaligen künstlerischen Installation“. Wobei sich das „einmalig“ nicht auf die Veranstaltungshäufigkeit bezieht, sondern auf die erzeugten Klänge, die es einmal und dann nie wieder geben wird. Denn die Instrumente, mit denen Dirk Mense als Klangkünstler „tu:rende“ und Uwe Rottluff („wellenvorm“) die Maschinenzentrale akustisch bespielen, sind analoge Synthesizer. Kabel, Stecker, Potis (Potentiometer) statt Saiten, Tasten, Ventile.

Die so entstehenden Klänge werden oft psychedelisch genannt, sind körperlich spürbar, haben manchmal was Meditatives. Der morbide Charme der illuminierten Maschinenzentrale dürfte sein Übriges dazu tun, um das Publikum in andere Welten zu versetzen.

Kennengelernt haben sich Dirk Mense aus Enniger und Uwe Rottluff aus Chemnitz bei einer Veranstaltung in Münster. „Ich habe ihm sofort gesagt: Ich will dich hier haben“, erinnert sich Dirk Mense an die erste Zusammenkunft. Die Maschinenzentrale mit ihrer Industriekulisse sei einfach eine perfekte Location. Zumal hier einst auch die Ströme flossen: „Hier ist der Punkt, wo mal Energie eingespeist wurde. Da, hinter den beiden Türen, da standen zwei Trafos, die aus Wechselspannung Gleichspannung gemacht haben“, kann Dirk Mense seine Leidenschaft für elek­trisierende Vorgänge nicht verbergen.

Deswegen ist er auch mit Eifer dabei, die Maschinenzentrale für das Klang- und Lichtereignis vorzubereiten. Selbst herausgefallene Plättchen am Steuerfeld fummelt er wieder an ihre Plätze: „Das war das Strangschema der Energieverteilung für die ganze Zeche“, zeigt er. Jetzt werde es Teil der Kulisse. „Das ist alles sehr technisch. Das passt super ins Bild.“

Dirk Menses Verbindung zur Zeche liegt auf der Hand. Der 40-Jährige ist als Indu­striekletterer seit 2016 auf dem Gelände mit einem ei­genen Büro ansässig. Der Kontakt zur Projektgesellschaft Westfalen bestand dementsprechend schon. Und ebenfalls der zu den Nachbarn: Elektro Benning-Bröckelmann hat den Baustrom gelegt, die Caterer von „Cook & Chill“ sorgen für Getränke. Als Sponsoren hat Mense zudem die Stadtwerke mit im Boot und er freut sich, dass auch die Zusammenarbeit mit der städtischen Bauabteilung reibungslos funktionierte.

Ein weiterer Partner: Michael Oertel von „Order A Party“. Er wird am Samstag die Maschinenzentrale in Lichter tauchen, die mit den elektronischen Klängen korrespondieren. Und dabei den ganzen Raum inklusive seiner bergmännischen Überbleibsel einbeziehen.

Während Dirk Mense das erste Mal seine „patches“ vor großem Publikum spielen wird, blickt „wellenvorm“ Uwe Rottluff auf lange Auftrittserfahrung zurück. Dennoch, so Dirk Mense, „spielt er immer mit dem Rücken zum Publikum“.

„Controled Voltage“ läuft am Samstag, 18. August, um 22 Uhr in der Maschinenzentrale. Tickets gibt es unter www.controled-voltage.de, www.eventim.de und gegebenenfalls an der Abendkasse.

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