Tralla City on Tour
Rockige Freiluft-Party

Ahlen -

Zehn Jahre schon gibt es die Initiative Rock am Schacht – und die griff zum letzten Tralla-City-Termin 2018 ordentlich in die Saiten.

Sonntag, 19.08.2018, 16:24 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 19.08.2018, 11:48 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 19.08.2018, 16:24 Uhr
Das Finale mit Musikern aller drei Bands: Wolfgang Brand, Franz Herichs, Axel Ronig, Hansi Hartings, Josef Steffens, Paul Wulle und Willi Gerats interpretierten „Imagine“. Foto: Christian Feischen
Das Finale mit Musikern aller drei Bands: Wolfgang Brand, Franz Herichs, Axel Ronig, Hansi Hartings, Josef Steffens, Paul Wulle und Willi Gerats interpretierten „Imagine“. Foto: Christian Feischen

„Happy Together“: Die Jubiläumsparty der Initiative „Rock am Schacht“ zu ihrem zehnjährigen Bestehen kam beim „Tralla City“-Finale am Freitagabend auf dem Parkplatz vor dem Parkbad bestens an.

Zum Abschluss des sommerlichen Kulturprogramms der Stadt Ahlen hatte Moderator Axel Ronig schätzungsweise mehr als 600 Zuschauer begrüßt. Und die feierten zu den flotten Rhythmen von gleich drei Bands mit vielen Ahlener Musikern begeistert mit.

Anlass der Freiluft-Party: Seit nunmehr zehn Jahren rocken Musikgruppen aus Ahlen und der Region regelmäßig die Lohnhalle. Mit Gitarrist Josef Steffens stand am Freitag einer der Mitbegründer der Veranstaltungsreihe an der ehemaligen Zeche auf der Bühne – und das sogar zweimal. Steffens griff sowohl beim Countryrock der „Winnetoussis“ als auch später zum 60er-Jahre-Beat der Gruppe „Smoke“ virtuos in die Saiten.

Schon zu den gitarrenlastigen Southern-Rock-Klängen des Sextetts „Winnetoussis“ um Sängerin Sabine Fischer, Sänger und Gitarrist Manuel Deinert mit Bassistin Nadine Stehmann sowie Sebastian Deinert an der Gitarre und Andreas Nieling am Schlagzeug kamen vor allem bei bekannten Stücken wie „Heart Of Gold“ aus der Feder von Neil Young die ersten Tanzfreudigen vor die Bühne.

Die „Winnetoussis“

Die „Winnetoussis“ Foto: Christian Feischen

Tanzbares präsentierte auch das generationenübergreifende Quintett „Four Generation“. Die Musiker aus Ahlen, Hamm und Herzebrock interpretierten Songs aus vier Jahrzehnten in kraftvoll-rockiger Manier, angefangen von Joe Cockers „Unchain My Heart“ über Chris Reas „Road To Hell“ bis zur „Lady In Black“, dem 70er-Jahre-Hit von „Uriah Heep“. Sänger Franz Herichs musste das Publikum eigentlich gar nicht erst zum Mitmachen animieren, als der Ahlener Paul Wulle an der E-Gitarre für die Riffs sorgte, die Klassiker wie „Ain‘t No Sunshine“ oder „Peter Gunn“ ausmachen. Mit Willi Gerats‘ Synthesizer-Spiel klangen sogar Bläsersätze bei 80er-Jahre-Hits authentisch, wobei Schlagzeuger Ewald Kamphern und Bassist Bastian Schwan das rhythmische Fundament lieferten.

„Four Generation“

„Four Generation“ Foto: Christian Feischen

„Heute stimmt alles“, freute sich auch Kulturabteilungsmitarbeiterin Britta Peine, als Moderator Axel Ronig am späteren Abend in die Rolle des Sängers der Coverband „Smoke“ schlüpfte. Bestes Wetter und die entspannte Party-Atmosphäre, für die die Musiker am Parkbad sorgten, machte diesen „Tralla City“-Abend aus. „Hier sind viele WDR 4-Hörer“, scherzte etwa Bassist Wolfgang Brand, als die Zuschauer zur Beatmusik der späten 1960er Jahre ausgiebig mitklatschten und -sangen.

Beim spielfreudigen Quintett „Smoke“ mit Hansi Har­tings am Schlagzeug und Peter Feldhaus an der Rhythmusgitarre durfte neben Songs der „Turtles“, „Kinks“ oder „Hot Love“ von „T.Rex“ Marc Bolan ein Stück nicht fehlen: In bester Abstimmung mit Bassist Wolfgang Brand, ebenso „Rock am Schacht“-Mitbegründer, leitete Josef Steffens mit dem markant verzerrten Gitarren­intro das rockige „My Friend Jack“ von der Originalgruppe „Smoke“ aus dem Jahr 1967 ein.

Mit zahlreichen „Oldies für Oldies“ deuteten die Musiker der Initiative um den temperamentvoll agierenden Frontmann Axel Ronig schon an, was die Besucher beim nächsten „Rock am Schacht“ im Oktober in der Lohnhalle erwartet, wenn an das Jahr 1968 erinnert werden soll. Nicht ohne Grund gehörte somit „Satisfaction“ von den „Rolling Stones“ zu den Zugaben, bevor nach über zwei Stunden Jubiläumsparty der „Schachtler“ Musiker aus allen drei Bands „Imagine“ von John Lennon interpretierten. Zur friedenssehnsüchtigen Ballade leuchteten Wunderkerzen und Feuerzeuge. Zufriedene Gesichter bei Musikern wie im Publikum waren beim begeisterten Schlussapplaus unübersehbar: „Happy Together“ eben.

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