Ordnungsmaßnahmen der Stadt Ahlen
Schluss mit dem Stress am Schacht

Ahlen -

Für Ruhe und Ordnung kommt einiges in Bewegung auf der Zeche Westfalen. Die Stadt Ahlen setzt ihren Maßnahmenkatalog um, der Nachtaktiven Grenzen aufzeigen soll.

Mittwoch, 12.09.2018, 21:30 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.09.2018, 21:27 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 12.09.2018, 21:30 Uhr
Findlinge in Bewegung. Eigentlich stehen sie auf Reihe. Sie werden jetzt – lang dran runter – gegen eine Bordsteinkante ersetzt.
Findlinge in Bewegung. Eigentlich stehen sie auf Reihe. Sie werden jetzt – lang dran runter – gegen eine Bordsteinkante ersetzt. Foto: Ulrich Gösmann

Der Aktionsplan, der Ruhe und Ordnung unter die Fördertürme bringen soll, steht. Gabriele Hoffmann, Leiterin der städtischen Rechts- und Ordnungsabteilung, informierte am Dienstagnachmittag den Ausschuss für Ordnung, öffentliche Einrichtungen und Anregungen unter dem Punkt Verschiedenes.

Der Maßnahmenkatalog ist das Ergebnis aus mehreren Gesprächen mit Gewerbeansässigen und Anwohnern im Umfeld der Zeche „Westfalen“. Hoffmann erklärte, dass der städtische Ordnungsdienst mehrfach in der Woche die Runde mache. „Immer, wenn wir da sind, läuft alles im harmlosen Rahmen.“ Dennoch würde die Kritik der Betroffenen ernst genommen. Reifenspuren bestätigten, dass die Basketballanlage und der Schotterbereich regelmäßig von Autos befahren würden. Auch liege Müll herum – „aber nicht in größerem Rahmen“.

Schotter auf dem Bürgersteig, weil‘s mit dem Wagen bis unter die Fördertürme gehen muss.

Schotter auf dem Bürgersteig, weil‘s mit dem Wagen bis unter die Fördertürme gehen muss. Foto: Ulrich Gösmann

Erste Maßnahme: Basketballfeld, Schotterbereich und die Wiese weiter hinten sollen nicht mehr befahrbar sein. Hoffmann: „Wir ziehen Bordsteine auf ganzer Länge.“ Die erste Hälfte in diesem Jahr, die zweite im Frühjahr.

Noch in der Prüfung: bis zu zwei zusätzliche Schwellen. Das erhöhe zwar den Lärmpegel vorbeifahrender Laster. Die meisten Anwohner würden aber den Nutzen verringerter Pkw-Geschwindigkeit sehen.

Davon noch mehr.

Davon noch mehr. Foto: Ulrich Gösmann

Bereits umgesetzt: die Müllbehälter am Rande des Zechenbahnradweges. Die standen bisher weit ab zwischen den Bänken. Jetzt stehen sie für den schnellen Einwurf direkt daneben.

„Auch mit der Beleuchtung wird was passieren“, kündigte Gabriele Hoffmann an. Das manuelle Einschalten etwa am Basketballfeld funktioniere nicht mehr, weil der Schalter kaputt sei. Jetzt werde überlegt, alles an die vorhandene Straßenbeleuchtung anzukoppeln.

Was für eine Bremsspur!

Was für eine Bremsspur! Foto: Ulrich Gösmann

Weiter ungelöst: das Pro­blem der Rundfahrten. Hoffmann: „Wir haben noch nicht den Plan.“ Vielleicht, schob sie nach, an der Lohnhalle absperren?

Bernhard Meiwes (SPD) sprach erneut die sogenannte „McDonalds-Straße“ an. Überall Müll am Rande der hinteren Bergamtsstraße. Insbesondere an den Wochenenden. Auch hier gehörten Behälter hin – und sollen wohl auch kommen, wie die Stadtvertreterin signalisierte.

Müllbehälter und Ruhebänke – neuerdings nah beieinander.

Müllbehälter und Ruhebänke – neuerdings nah beieinander. Foto: Ulrich Gösmann

„Alle gut und schön, . . .“: Ralf Marciniak (CDU) warf ein „. . .aber. . .“ in die Runde. Eine Anzahl weniger Weltverbesserer würde den Steuerzahler eine Stange Geld kosten. Dass bauliche Maßnahmen sein müssen und Findlinge nicht mehr ausreichen, um den Verkehr auf der Straße zu halten, verdeutlichte Gabriele Hoffmann: „Sie räumen die Findlinge einfach weg.“ Wie das gehe, wisse sie nicht. Augenscheinlich gehe es aber.

Noch unbeantwortet blieb die Frage von Harald Krämer (SPD) nach Licht für den Werseradweg. Hoffmann: „Dazu kann ich nichts sagen.“

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