Förderverein „Kulturgut Samson“
Mit Gloria „großen Coup“ gelandet

Tönnishäuschen -

Führungskräfte der Stadtverwaltung, darunter auch einige Ehemalige, haben sich jetzt ein Bild vom Projekt des Fördervereins „Kulturgut Samson“ gemacht. Pastor Hermann Honermann und Vorsitzender Willi Wienker übernahmen die Führung rund um den alten Landgasthof Tönnishäuschen.

Freitag, 14.09.2018, 17:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 14.09.2018, 17:00 Uhr
Führungskräfte der Ahlener Stadtverwaltung, darunter auch einige Ehemalige, informierten sich über die Ziele des Fördervereins „Kulturgut Samson“, der sich um den Erhalt und die schrittweise Wiederbelebung des Landgasthofes Tönnishäuschen kümmert. Der Vorsitzende Willi Wienker und Pastor Hermann Honermann informierten bei einem Rundgang über die Historie des Gebäudeensembles.
Führungskräfte der Ahlener Stadtverwaltung, darunter auch einige Ehemalige, informierten sich über die Ziele des Fördervereins „Kulturgut Samson“, der sich um den Erhalt und die schrittweise Wiederbelebung des Landgasthofes Tönnishäuschen kümmert. Der Vorsitzende Willi Wienker und Pastor Hermann Honermann informierten bei einem Rundgang über die Historie des Gebäudeensembles. Foto: Christian Wolff

Die Geschichte und das Leben in Ahlens kleinstem Ortsteil waren in diesen Tagen Thema bei den Führungskräften der Ahlener Stadtverwaltung. Anlass waren die verstärkten Aktivitäten in Sachen Heimat- und Kulturpflege, mit denen Tönnishäuschen in den vergangenen Jahren immer wieder für Aufmerksamkeit sorgte.

Pastor Hermann Honermann empfing dazu rund 50 Gäste, darunter auch einige Ehemalige aus den Verwaltungsreihen, in der St.-Antonius-Kapelle. Sie ist in Verbindung mit dem Heiligen Antonius als Namensgeber Tönnishäuschens zu betrachten. Bürgermeister Dr. Alexander Berger lobte das Fachwissen des 80-jährigen Geistlichen, dem Vorhelm neben zahlreichen geschichtlichen Publikationen auch das erst vor wenigen Wochen enthüllte Wulfbert-Denkmal zu verdanken hat.

Im Mittelpunkt des Interesses stand im Anschluss die Arbeit des Fördervereins „Kulturgut Samson“, der sich seit gut eineinhalb Jahren um den Erhalt des Gebäudeensembles rund um den früheren Landgasthof Tönnishäuschen kümmert. Der Vorsitzende Willi Wienker erläuterte das Konzept für die schrittweise Wiederbelebung des Areals, das sich nicht auf den reinen Gaststättenbetrieb konzentriere, sondern auf einen kulturellen Treffpunkt mit ganz unterschiedlichen Nutzungen abziele. „Uns geht es darum, dass die Historie dieses Gebäudes sichtbar bleibt“, so der Vorsitzende. Fassade und Dach stehen seit 1998 unter Denkmalschutz. „Man kann nicht immer nur über Leerstand und Verfall meckern, wenn man nicht selbst aktiv wird.“

Bürgermeister Berger bezeichnete es als „ganz großen Coup“, dass es dem „Kulturgut“-Vorstandsteam im Juni dieses Jahres gelang, mit Fürstin Gloria von Thurn und Taxis eine prominente Schirmherrin zu gewinnen. „Sie legen hier so viel Engagement an den Tag. Ich bin mir sicher, dass Sie weiterhin Erfolg haben werden“, sagte er und sicherte dem gemeinnützigen Förderverein den Rückhalt der Stadtverwaltung zu. „Wenn wir Ihnen bei diesem Projekt helfen können, machen wir das sehr gerne.“

Vorsitzender Willi Wienker empfing die Gäste aus der Verwaltung.

Vorsitzender Willi Wienker empfing die Gäste aus der Verwaltung. Foto: Christian Wolff

Bevor jedoch Renovierungs- und Gestaltungsmaßnahmen anlaufen, will der Verein das Gebäude kaufen. Die gräfliche Eigentümerfamilie von Haus Vorhelm steht in engem Kontakt zum Verein, hat bereits „grünes Licht“ gegeben und Entgegenkommen zugesichert. „Wir blicken aktuell auf rund 130 Mitglieder und eine solide Kassenlage“, berichtete Willi Wienker. Neben Mitgliedsbeiträgen, Zuwendungen von Banken und privaten Spenden unterschiedlicher Höhe sei ein Förderantrag bei der NRW-Stiftung gestellt worden, von denen sich die Akteure viel versprechen.

Und so war es nicht verwunderlich, dass der Ortstermin mit der Stadtverwaltung auch von Vertretern der „Westfalen-Initiative“ genutzt wurde, um sich ein Bild von dem einstigen Zentrum für Gastronomie, Pferdezucht und Postwesen zu machen. Stiftung und Verein mit Sitz in Münster haben zwei Schwerpunkte: die Förderung des Subsidiaritätsprinzips und der westfälischen Identität. Das „Kulturgut Samson“ stehe beispielhaft für gleich mehrere landestypische Aspekte – von der Landwirtschaft und Pferdezucht bis hin zu Vereinswesen und Geselligkeit, sagte Vera Kalkhoff nach einem Rundgang im Gespräch mit Willi Wienker. „Sie haben hier ein Objekt, mit dem viele Menschen, auch über den Ort hinaus, etwas verbinden können und für das es sich lohnt, sich einzusetzen.“

 

Sie legen hier so viel Engagement an den Tag.

Bürgermeister Dr. Alexander Berger

 

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