Zum Ahlener Pöttkesmarkt
So entsteht ein traditionelles Töttchen

Ahlen -

Im „Meat Q Greet“ greift die junge Küche nach einem alten Rezept. Zum Ahlener Pöttkesmarkt gibt‘s Töttchen.

Sonntag, 16.09.2018, 13:38 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 15.09.2018, 16:54 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 16.09.2018, 13:38 Uhr
Töttchen zusammen mit Bauernbrot sowie Worchester Sauce und Senf. So wird es im „Meat & Greet“ serviert. Manuel Varis und Karsten Brummel (v.l.) meinen: Einfach mal probieren.
Töttchen zusammen mit Bauernbrot sowie Worchester Sauce und Senf. So wird es im „Meat & Greet“ serviert. Manuel Varis und Karsten Brummel (v.l.) meinen: Einfach mal probieren. Foto: Ralf Steinhorst

An diesem Wochenende findet der 42. Ahlener „Pöttkes- und Töttkenmarkt“ statt. Während das Pöttken das ganze Wochenende angeboten wird, wird es bei der typisch münsterländischen lukullischen Spezialität schon etwas schwieriger. Das muss nicht so sein, dachten sich Manuel Varis und sein Koch Karsten Brummel vom Restaurant „Meat & Greet“ am Markt und setzten es kurzerhand für Samstag und Sonntag auf die Speisekarte.

„Im Gasthaus Pelmke war Töttchen ein Klassiker und war nicht wegzudenken“, schwärmt Karsten Brummel noch immer von seiner Zeit als Koch im Wibbeltdorf. Gleichzeitig bedauert er, dass die münsterländische Spezialität kaum noch auf den Tellern der Gastronomie zu finden ist.

Der Gedanke, das alte Rezept wieder hervorzuholen, kam „Meat & Greet“- Inhaber Manuel Varis, weil samstagmittags regelmäßig auch ältere Damen bei ihm einkehren, mit denen er sich zusammen mit Karsten Brummel immer gern austauscht und nach deren Wünschen fragt. Regionale Küche steht bei ihnen da auf der Liste ganz oben. „Wir haben ja eher eine junge Küche, aber warum nicht den Spagat zwischen Jung und Alt wagen?“, will Manuel Varis auch mal experimentieren.

Wir haben ja eher eine junge Küche, aber warum nicht den Spagat zwischen Jung und Alt wagen?

Manuel Varis

Karsten Brummel ist es recht. Es sei doch schön, auch mal etwas Regionales kochen zu können. Was er ganz eng sieht. Denn es gibt ja viele Rezepte für Töttchen, das ihm Vertraute aus dem Gasthaus Pelmke soll aber zur Anwendung kommen. „Töttchen vom Rindertafelspitz ist die Variante“, verrät der Koch schließlich.

Zunächst wird Rindertafelspitz gekocht, mit in den Sud wird klassisch eine Mehlschwitze hinzugegeben. Dazu kommt noch weißer Essig, ein Schuss Sahne sowie eine Prise Salz und Zucker. Serviert wird das Töttchen mit Bauernbrot, Worchester Sauce und Senf. Das Ganze zum fairen Preis, wie Inhaber und Koch betonen. Denn leider sei westfälische Küche selten geworden und werde dann aber oft zum hohen Preis angeboten.

Für die älteren Damen vom Samstagsmittagstisch soll das Töttchen eine Überraschung werden. Alle anderen sollen gerne mal probieren, denn viele Menschen haben die Spezialität noch nie genossen. Sollte es am Wochenende ein Renner werden, wollen Manuel Varis und Karsten Brummel überlegen, das Gericht auch dauerhaft auf die Karte zu setzen. Ansonsten gibt es ja auch im nächsten Jahr nach guter alter Tradition den „Pöttkes- und Töttkenmarkt“.

Guten Appetit!

Guten Appetit! Foto: Ralf Steinhorst

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6052467?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Axel Prahl meldet sich aus dem „Ikea Münster“
Axel Prahl bei Dreharbeiten in Münster
Nachrichten-Ticker