NaJu-Aktion erstmals auf Hof Menke
2200 Kilo Äpfel in zwei Stunden

Ahlen -

2200 Kilo Äpfel in zwei Stunde: Das Ergebnis der Samstagsannahme der Naturschutzjugend konnte sich wiegen lassen. Jetzt geht‘s in die Mosterei. Für den Biosaft.

Sonntag, 16.09.2018, 22:00 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 22:00 Uhr
Sammelten am Samstag auf dem Hof Menke für den ungespritzten Apfelsaft der NaJu: Steffen Biehs, David Pannock, Lucas Camphausen und Simon Camphausen (v. l.).
Sammelten am Samstag auf dem Hof Menke für den ungespritzten Apfelsaft der NaJu: Steffen Biehs, David Pannock, Lucas Camphausen und Simon Camphausen (v. l.). Foto: Ralf Steinhorst

In diesem Jahr war einiges anders bei der Naturschutzjugend (NaJu) im Kreis Warendorf. Nachdem sie mit ihrer Streuobst-Apfel-Sammelaktion für ihren Apfelsaft ein Jahr ausgesetzt hatten, nahmen sie am Samstagvormittag erstmals auf dem Hof Menke an der Alten Beckumer Straße 81 das Baumobst an.

„Wir dürfen hier nebenbei sogar noch ernten“, konnte der Ahlener NaJu-Vorsitzende David Pannock dem neuen Standort viel Positives abgewinnen. Auch sei das Wenden mit den Fahrzeugen sehr viel einfacher. Neben dem Standort wurde auch die Zeit der Annahme angepasst. In den vergangenen Jahren hatte sich gezeigt, dass ab 11 Uhr kaum Anfuhren erfolgten, daher wurde am vergangenen Samstag die Zeitspanne auf 9 bis 11 Uhr angepasst. Was dann dem Sammelteam noch anschließend Zeit gab, die Äpfel in Körben und Bags zur Sammelstelle des Naturschutzbundes (NaBu) nach Oelde zu bringen, der zweiten Sammelstelle im Kreis Warendorf. Der NaBu leitet sie dann am Montag gleich an eine Mosterei weiter.

Die verarbeitet die Äpfel zu Apfelsaft. Ein Kilogramm Äpfel ergibt im Normalfall circa 650 Milliliter Saft.

Die Äpfel sind in diesem Jahr nicht so groß wie sonst.

David Pannock

„Die Äpfel sind in diesem Jahr nicht so groß wie sonst“, hat David Pannock eine der Folgen des heißen Sommers ausgemacht. Das dürfte pro Apfel auch die Saftergiebigkeit senken. Wegen der Reife hatte die NaJu den Sammeltermin schon bewusst in die Mitte des Septembers gezogen, eigentlich ist der immer für Anfang Oktober vorgesehen. Am Ende kamen bei der Naturschutzjugend 2200 Kilogramm Äpfel zusammen, was die Sammler aufgrund des neuen Standorts zufrieden stimmte. Ob in diesem Jahr noch eine weitere Annahme durchgeführt wird, soll in der kommenden Woche entschieden werden.

Der von NaJu und NaBu gesammelte Apfelsaft wird in Mehrwegflaschen mit speziellem NaJu-Emblem auf dem Etikett abgefüllt. Erhältlich ist er in Ahlen im „Bioladen“ an der Nordstraße, ausgeschenkt wird er im Bürgerzentrum Schuhfabrik.

In den ersten 30 Minuten konnte der NaJu schon 600 Kilogramm aus den ersten Anfuhren annehmen. Ziel der Aktion ist es, einen Apfelsaft zu erhalten, der nur aus ungespritztem Obst besteht. Jede Abgabe wird gewogen und in einer Liste festgehalten. 16 Cent pro Kilogramm erhielten die Lieferanten dafür ausgezahlt.

In diesem Zusammenhang weist die Naturschutzjugend auf die Wichtigkeit der Streuobstwiesen hin, die zum münsterländischen Kulturgut gehören. Denn dort befinden sich auch viele Insekten. Gerade auch für den Erhalt der Bienen sind Streuobstwiesen wichtig, denn diese bieten ihnen Blütenvielfalt und damit ein reichhaltiges Nahrungsangebot.

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