Bilanz so prächtig wie das Wetter
43. Pöttken könnte ein Thermometer werden

Ahlen -

Ob das Wetter den Wunsch befeuerte, das nächste Ahlener Pöttken könnte ein Thermometer sein? In der Krammarktbilanz 2018 stecken schon Ideen für die Neuauflage im Jahr 2018.

Dienstag, 18.09.2018, 11:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 18.09.2018, 11:00 Uhr
Mehr ging nicht. Ahlens 42. Pöttkesmarkt erlebte einen Massenansturm, der zu verdauen war.
Mehr ging nicht. Ahlens 42. Pöttkesmarkt erlebte einen Massenansturm, der zu verdauen war. Foto: Ulrich Gösmann

Ahlens 43. Pöttken? „Ich habe da noch zwei, drei Sachen in petto“, verrät Josef Ostermann , um dann – auf Nachfrage – überraschend konkret zu werden: „Ich fände ein Thermometer nicht schlecht.“ Das auch zum gerade zu Ende gegangenen 42. Traditionsmarkt bestens gepasst hätte. „Grandioses Wetter“, wie Ahlens „Pöttkesminister“ bilanziert, hatte die Besucherfrequenzen am Sonntag auf Spitzenwerte steigen lassen.

Wie warm es in Ahlens überfüllter Innenstadt war, vermochte das aktuelle Pöttken nicht zu verraten. Seine niedliche Größe, wie es Ostermann selbst sagt, erwärmte aber viele Herzen, so dass am Sonntagabend noch 50 zurückblieben. „Wir hatten diesmal mehr bestellt“, rechtfertigt der Pöttkesorganisator, hinter den Markt der Superlative nicht noch ein „Ausverkauft“ setzen zu können. Die letzten gingen aber in den nächsten Tagen auch noch spielend weg. „Die Leute fanden es alle süß.“

Nachfolger gesucht!

Nachfolger gesucht! Foto: Ulrich Gösmann

Hatte der Samstagnachmittag – wie in den Vorjahren – etwas geschwächelt, holte der Sonntag alles wieder auf. „Sehr viele Auswärtige sind nach Ahlen gekommen“, weiß Josef Ostermann aus Kundengesprächen. Von Hamm bis Warendorf, von Beckum bis Sendenhorst: Der Markt habe in einem Radius von 25 Kilometern mobilisiert. Darunter sehr viele Radfahrer, die extra rübergekommen seien.

Die Kaufbereitschaft war da.

Josef Ostermann

Und auch das: „Die Kaufbereitschaft war da“, freut sich der Porzellanhändler. „Es waren nicht nur Sehleute unterwegs.“ Viele hätten zugleich auch Anregungen für die nächsten Feierlichkeiten mit nach Hause genommen – bis hin zum Weihnachtsfest.

Ein Kunde, so Ostermann, sei so angetan gewesen von dem aktuellen Pöttken, dass er es gerne gleich noch einige Nummern größer gehabt hätte – als richtig großen Topf. „Ich habe ihm gesagt, dass der dann 25 Euro gekostet hätte.“ Das sei ihm aber egal gewesen. Vielleicht jetzt schon eine Anregung für den 44. Pöttkesmarkt in zwei Jahren, sollte das Thermometer im nächsten Jahr wirklich (in den Verkauf) steigen.

So entspannt.

Georg Smeilus

Georg Smeilus, Pöttkesmarkt-Verantwortlicher bei der WFG, klingt am Montagmittag noch glücksbeseelt: „Es ist bestens gelaufen. Schon fast peinlich. So entspannt.“ Alles, was einen guten Krammarkt ausmacht, habe es gegeben: Ausgebucht, große Vielfalt, bestes Wetter. Einziger Stresspunkt: Einige Nachzügler unter den fliegenden Händlern seien nicht mehr zu ihren Plätzen gekommen, weil es so voll war. Und dabei habe es im Vorfeld einiger Überzeugungsarbeit bedurft. Smeilus: „Überall Baustellen. Da kommt doch keiner, hat es geheißen.“

Mit Besucherzahlen will der WFG-Mann nicht jon­glieren. Zu sagen, dass 7000 am Samstag gekommen seien und 10 000 am Sonntag, das könne aber auch heißen: 8000 am Samstag und 15 000 am Sonntag. Wer kam, wer blieb, wer ging? Fakt sei: „Alles reibungslos gelaufen.“ Bis auf einen Zwischenfall am Sonntagabend. Ein älterer Besucher sei umgefallen und habe sich eine Platzwunde zugezogen. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus.

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