Hof Menke steht vor Umnutzung
Naturnahe Therapie für junge Leute

Ahlen -

Das Gesundheitszentrum „Haus Walstedde“ will den Hof Menke in Ahlen als Dependance nutzen, dabei die denkmalgeschützten Bereiche erhalten und aufwerten. Die Pläne wurden jetzt im Ausschuss vorgestellt.

Donnerstag, 20.09.2018, 11:02 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 20.09.2018, 10:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 20.09.2018, 11:02 Uhr
Der Hof Menke an der Alten Beckumer Straße soll zu einem Gesundheitszentrum nach dem Vorbild von „Haus Walstedde“ umgestaltet werden. Das umfasst folgende Bausteine: Klinik und Jugendhilfe-Wohngruppen, Einrichtung für Pflegekinder sowie Therapiebereiche.
Der Hof Menke an der Alten Beckumer Straße soll zu einem Gesundheitszentrum nach dem Vorbild von „Haus Walstedde“ umgestaltet werden. Das umfasst folgende Bausteine: Klinik und Jugendhilfe-Wohngruppen, Einrichtung für Pflegekinder sowie Therapiebereiche. Foto: Christian Wolff

Der in Teilen denkmalgeschützte Hof Menke an der Alten Beckumer Straße 88 soll eine neue Nutzung als Jugendhilfe-Einrichtung mit integrierten Wohngruppen sowie Therapie- und Arbeitsbereichen bekommen. Stadtplaner Markus Gantefort stellte am Dienstagnachmittag im Stadtplanungs- und Bauausschuss vor, wie sich das Gesundheitszentrum „Haus Walstedde“ seine Dependance im Ahlener Außenbereich vorstellt.

„Das ist ein spannendes Projekt“, meinte Gantefort. „Kinder und Jugendliche, die Defizite in der Persönlichkeitsentwicklung haben, können auf dem Hof leben und arbeiten – ein naturnaher Ansatz.“ Dabei soll der Charakter der historischen Hofanlage nördlich der Osthalde gewahrt und in Teilen wiederhergestellt werden. „Im alten Ziegenstall können beispielsweise auch in Zukunft wieder Tiere gehalten werden.“

Da die Anlage bislang als reine landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen ist, muss im Vorfeld ein planungsrechtliches Verfahren eingeleitet werden, das Hof Menke als Sondergebiet für Klinikzwecke ausweist. Die Pläne wurden im Vorfeld mit der Bezirksregierung abgestimmt. Inbegriffen sind neben dem Wohnhaus, das von der Familie Menke trotz der Umnutzung weiterhin bewohnt werden soll, ein Backhaus sowie die ehemaligen Ziegen-, Bullen- und Mastställe. Ein in Eigenregie betriebenes Hofcafé ist ebenfalls vorgesehen.

Auch die alten Stallgebäude werden in das Konzept integriert.

Auch die alten Stallgebäude werden in das Konzept integriert. Foto: Christian Wolff

Martina Maury (Bürgerliche Mitte) hält das Vorhaben für begrüßenswert, bemängelte aber, dass es Hofbesitzern an anderen Stellen erschwert werde, neue oder erweiterte Nutzungen ihrer Anlagen umzusetzen. „Da werden ganze Bereiche abgerissen, nur um den ergänzenden Bau eines Einfamilienhauses im Außenbereich durchzubekommen“, sagte sie. „Hofstellen familiär zu nutzen, sollte generell einfacher werden.“

Petra Pähler-Paul (Grüne) wollte wissen, ob bei guter Auslastung ein zusätzlicher Raumbedarf angedacht sei. „Der Bedarf wird steigen“, ist sie überzeugt. Markus Gantefort hielt fest, dass der Vorhabenbezogene Bebauungsplan erst einmal festgeschrieben ist. „Im schlimmsten Fall müssten wir ein weiteres Änderungsverfahren anstreben.“

Die Frage von Reinhard Baldauf (SPD), wer denn den Hof für das Projekt ausgesucht habe, blieb die Verwaltung mit einem Verweis auf den nichtöffentlichen Teil der Sitzung schuldig.

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