Bauboom führt zu Preissteigerungen
Neuer Bauhof eine Million Euro teurer

Ahlen -

Der Neubau des Baubetriebshofes am ehemaligen Güterbahnhof wird nochmals um eine Million Eu­­ro teu­rer. Mindestens, denn weitere Kostensteigerungen sind nicht auszuschließen. Das geht aus einer Mitteilungsvorlage der Verwaltung für die Sitzung des Betriebsausschusses am kommenden Mittwoch, 26. September (16 Uhr, Ratssaal), hervor.

Freitag, 21.09.2018, 07:30 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 21.09.2018, 07:30 Uhr
Die boomende Baukonjunktur treibt die Kosten für den neuen Baubetriebshof in die Höhe.
Die boomende Baukonjunktur treibt die Kosten für den neuen Baubetriebshof in die Höhe. Foto: Ulrich Gösmann

Konkret beziffert werden die Mehrkosten für die Ausführung der Hochbaugewerke mit 1,09 Millionen Euro – Stand 11. September. Zur Begründung verweist die Verwaltung vor allem auf die aktuelle Preisentwicklung im Bausektor. Die boomende Konjunktur freut Bauunternehmen und Handwerker – das Nachsehen haben die Auftraggeber. Ein echter Wettbewerb bei nationalen wie auch eu­ropaweiten Vergabeverfahren sei häufig nicht mehr gegeben, heißt es in der Vorlage. Zahlreiche Ausschreibungen seien ohne Angebot geblieben und hätten – zum Teil mehrfach – wiederholt werden müssen. Mehrere Aufträge hätten letztlich dann deutlich über der ursprünglich kalkulierten Summe vergeben werden müssen.

Hierzu merkt das Zentrale Gebäudemanagement (ZGM) an, dass zwischen dem Zeitpunkt der Kostenberechnung im Fe­bruar 2017 und der Ausschreibung einzelner Bauleistungen teilweise auch ei­ne Zeitspanne von mehr als einem Jahr lag. Insgesamt entsprechen die entstandenen Mehrkosten einer Steigerung von 8,9 Prozent und bewegen sich damit in dem Rahmen, den das Essener Ingenieurbüro „Codema“ bei der Planung des neuen Bauhofes prognostiziert hatte. Die Experten waren in ihrer Risikobewertung von im schlimmsten Fall 13 Prozent Teuerung ausgegangen.

Bisher seien Aufträge über 85 Prozent der Bausumme vergeben worden, teilt die Verwaltung mit. Drei Ausschreibungen befänden sich in der Angebotsphase, weitere 16 Gewerke müssten noch ausgeschrieben werden. Auch hier bestehe „weiterhin das Risiko, dass die Ausschreibungsergebnisse höher liegen als veranschlagt“. Heißt: Die jetzt erreichte Gesamtinvestitionssumme von 20,04 Millionen Euro wird voraussichtlich noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Nicht darin enthalten sind 766 00 Euro für das zusätzlich geplante Bodenlager und die 1,8 Millionen Euro für die Aufstockung des Verwaltungsgebäudes um eine vierte Etage für das ZGM.

Ein eigenes Thema ist das Bodenmanagement auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofes, die Beseitigung von Kampfmitteln und anderen Altlasten wird sich ebenfalls deutlich verteuern, um ca. 700 000 Euro. Dazu will die Verwaltung im Betriebsausschuss ausführlich informieren.

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