30 Jahre Fritz-Winter-Gesamtschule
Als Regelschule etabliert

Ahlen -

Es hagelte nur so Lob von allen Seiten bei der Feier zum 30-jährigen Bestehen der Fritz-Winter-Gesamtschule (FWG). Das Jubiläum wurde am Freitagabend in der Stadthalle mit einem mehrstündigen Programm gefeiert.

Montag, 24.09.2018, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 24.09.2018, 08:00 Uhr
Gesamtschulinitiator Reinhardt Böhm mit der ehemaligen Schüleron Tülay Ipek vor Zeitungsartikeln aus der Gründerzeit der Ahlener Gesamtschule, die vor 30 Jahren ihren Betrieb aufnahm.
Gesamtschulinitiator Reinhardt Böhm mit der ehemaligen Schüleron Tülay Ipek vor Zeitungsartikeln aus der Gründerzeit der Ahlener Gesamtschule, die vor 30 Jahren ihren Betrieb aufnahm. Foto: Reinhard Baldauf

Los ging es mit einen Stehempfang im Foyer. Hier erinnerten Zeitungsausschnitte besonders an die Gründung der Schule, die 1988 sehr umstritten war. In drei Interviewrunden wurde die Entwicklung der Schule beleuchtet. Dazwischen gab es unterhaltsame Showeinlagen.

Zu Beginn marschierten Schüler der Jahrgänge 1988 bis 2018 mit Luftballons auf die Bühne. Lehrerin Andrea Jaunich, die durch das Programm führte, stellte einige von ihnen vor. Bei so manchem waren schon Elternteile auf der FWG oder Lehrer dort. Von den damaligen Schülern sind nicht wenige selbst Lehrer geworden. So verriet Sarah Rensing , dass sie ihren Ehemann auf der Schule kennengelernt hat, und Lasse Meiwes , dass er die Mensa besonders schätzt.

Schulleiter Alois Brinkkötter bezeichnete die Ahlener Gesamtschule als „Schule der Vielfalt“ mit „Integration, Inklusion und Toleranz“. Weiter meinte er: „Die Gesamtschule ist eine Idee zum Glück.“ Ausdrücklich betonte er, dass ein Querschnitt der Bevölkerung sich in der Schülerschaft darstelle. Der Abend sei ein Dankeschön für den Einsatz aller Beteiligten.

In der ersten Gesprächsrunde kamen Zeitzeugen der schwierigen Gründung zu Wort. Dabei meinte der damalige Bürgermeister Horst Jaunich: „Aus dem Baby ist ein herrliches Kind geworden.“ Reinhardt Böhm, seinerzeit Hauptinitiator der Gesamtschule, schilderte den erheblichen Widerstand von konservativer Seite. In der Pause sprach er mit der ehemaligen Schülerin Tülay Ipek, die sich noch an eine Demon­stration für die Schule erinnerte. „Damals haben wir in der Schule Plakate für die Demo gemalt.“

In der zweiten Runde ging es um die Veränderungen in der Pädagogik. Besonders Klaus Pläger, zuständiger Dezernent bei der Bezirksregierung Münster, lobte ausführlich die Fortschritte an der FWG, die ein Alleinstellungsmerkmal habe. Er hielt fest: „Die Gesamtschule heute ist eigentlich Regelschule und die Fritz-Winter-Gesamtschule hat maßgeblich dazu beigetragen.“ Es wurde in der Runde auch festgehalten: „Die Schüler werden Persönlichkeiten und nicht nur mit Wissen voll gestopft.“ Das bestätigte Lasse Meiwes: „Man merkt, dass die Schule eine Gemeinschaft ist. Individuen werden gefördert.“

In der letzten Runde ging es um die Frage, wie die Schule heute erlebt werde. Da unterstrich Bürgermeister Dr. Alexander Berger für die Stadt: „Wir stehen 100 Prozent hinter dieser Schule.“ Er hob den großen Anteil von Alois Brinkkötter in den vergangenen 15 Jahren hervor. Dieser verwies auf das engagierte Lehrerkollegium und das Leitungsteam.

Sarah Rensing, die 2010 bei der Casting-Show „Popstars“ erfolgreich war, begeisterte mit ihrem Lied „Happy“, wie später auch die frühere Schülerin Celine Porombka mit „Erinnerungen“ aus „Cats“. Die „Dance Company“, die von Anke Gutsche betreut wird, durfte als eines der Aushängeschilder der Schule nicht fehlen. Das offizielle Programm endete mit dem Vortrag „Spitze sein, wenn’s drauf ankommt“ des Autors und Motivationscoaches Matthias Herzog.

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