Erster Spatenstich für „Ludgeri-Höfe“
Projekt hält Kirchumfeld lebendig

Ahlen -

Bezahlbarer, barrierefreier und bei Bedarf auch betreuter Wohnraum entsteht dort, wo einst Pfarrhaus, Pfarrsaal und Gemeindezentrum von St. Ludgeri standen. Der Caritasverband gab den Startschuss für den Bau der neuen „Ludgeri-Höfe“

Mittwoch, 26.09.2018, 14:56 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 25.09.2018, 20:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 26.09.2018, 14:56 Uhr
Caritas-Geschäftsführer Heinrich Sinder, Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Stadtpfarrer Dr. Ludger Kaulig (vorne v.l.) übernahmen – unterstützt von Vertretern des Architekturbüros, des Abbruchunternehmens, der Gemeinde und der Anwohner – den symbolischen ersten Spatenstich für die künftigen „Ludgeri-Höfe“ (kl. Bild).
Caritas-Geschäftsführer Heinrich Sinder, Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Stadtpfarrer Dr. Ludger Kaulig (vorne v.l.) übernahmen – unterstützt von Vertretern des Architekturbüros, des Abbruchunternehmens, der Gemeinde und der Anwohner – den symbolischen ersten Spatenstich für die künftigen „Ludgeri-Höfe“ (kl. Bild). Foto: Christian Wolff / Büro KR

Als „starkes Zeichen für die Zukunft des Südenstadtteils“ wertete Bürgermeister Dr. Alexander Berger am Dienstagnachmittag das Bauprojekt „Ludgeri-Höfe“ an der Gemmericher Straße.

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich ebnete der Caritasverband als künftiger Träger den Weg für bezahlbaren, barrierefreien Wohnraum im Schatten des Ludgeri-Kirchturms. „Wir hoffen, dass dem weitere Impulse folgen werden“, so Berger mit Verweis auf Fassaden-Förderprogramme und ähnliche Möglichkeiten zur Aufwertung des Umfelds.

Seitdem feststand, dass sich die Kirche an dieser Stelle von Pfarrhaus, Gemeindezentrum und Pfarrsaal trennen will, feilten die Planer an einem Konzept, das es Menschen aus dem Quartier ermöglicht, auch im Alter ihr gewohntes Umfeld zu behalten. Mit dem Kindergarten und dem Gotteshaus in unmittelbarer Nähe habe, so Caritas-Geschäftsführer Heinrich Sinder, die einmalige Chance bestanden, ein lebendiges neues Zentrum zu schaffen.

Die zwei Neubauten im Wert von 6,4 Millionen Euro, die hier bis 2020 entstehen, umfassen 23 Wohnungen – davon 16 öffentlich gefördert, einige mit angegliederter 24-Stunden-Betreuung. Ein Quartierstreffpunkt soll die Öffnung in den Stadtteil abrunden.

Noch sind die Abbruchbagger nicht ganz fertig auf dem Gelände.

Noch sind die Abbruchbagger nicht ganz fertig auf dem Gelände. Foto: Christian Wolff

„Wir glauben, dass wir ein tolles Paket geschnürt haben“, sagte Sinder. Trotz gestiegener Baukosten sei die Caritas „mit einem blauen Auge davongekommen“ und könne nun die Bewerbungen künftiger Bewohner entgegennehmen. Dabei sei keine Eile geboten. „Wir haben Zeit bis kommenden Mai“, so der Geschäftsführer. Es gelte nicht das Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Alle Interessensbekundungen würden gesichtet. Einen Dank richtete Sinder auch an das „umsichtige Abbruchunternehmen“ Meyer, das die Nachbarn immer informiert, eingebunden und vor zu großen Staubwolken bewahrt habe.

Stadtpfarrer Dr. Ludger Kaulig bekräftigte erneut, wie wichtig es der Gemeinde St. Bartholomäus war, sich trotz der Pfarreifusionen nicht auf einen Kernstandort zu konzentrieren, sondern an allen Kirchorten präsent zu bleiben. Die „Ludgeri-Höfe“ tragen seiner Meinung nach dazu bei, auch im Süden, genannt „Mexiko“, die „Kirche zu leben“. (Weiterer Bericht folgt.)

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