Umweltbetriebe verärgert
Fernseher und Hausmüll landen in den Laubboxen

Ahlen -

Fehlbefüllungen in den Laubboxen stoßen bei den Ahlener Umweltbetrieben sauer auf – und stellen den gesamten Service nach den ersten zwei Wochen in Frage.

Dienstag, 02.10.2018, 09:14 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 01.10.2018, 11:26 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 02.10.2018, 09:14 Uhr
Alles kein Laub: Ausschließlich Straßenlaub aber gehört in die gleichnamigen Sammelboxen.
Alles kein Laub: Ausschließlich Straßenlaub aber gehört in die gleichnamigen Sammelboxen. Foto: Stadt Ahlen

Ratlos steht Bernd Döding vor einer der 175 grünen Straßenlaubboxen, die die Ahlener Umweltbetriebe Mitte September im Stadtgebiet aufgestellten (wir berichteten). Damit die Anwohner das Laub, das von den öffentlichen Bäumen fällt, nicht in ihren eigenen Biotonnen einfüllen müssen, bietet die Stadt Ahlen in der Herbstzeit den Service mit den Containern, die am Straßenrand und in Parkboxen stehen. „An vielen Standorten läuft es gut, an manchen leider gar nicht“, zieht nach knapp zwei Wochen der Betriebsleiter ein gemischtes bis deutlich verärgertes Fazit.

Was Bernd Döding verstimmt, sind die sogenannten Fehlbefüllungen. An den unerlaubt hineingeworfenen privaten Rasenschnitt und Gartenabfall, der auch Baumwurzeln enthält, habe man sich bei den Umweltbetrieben ja schon fast gewöhnt. „Das ist für sich genommen schon ein Problem, weil Laub getrennt von sonstigem Grünabfall im Kompostierwerk erfasst und verarbeitet wird“, erklärt Döding. Schon der mit Grünschnitt verunreinigte Laubabfall führe zu höheren Kosten bei der Entsorgung. Richtig ärgerlich sei aber, dass die Straßenlaubboxen sogar dafür missbraucht würden, Sperrmüll loszuwerden. „Ausrangierte Fernseher, Gerümpel und Hausmüll in Mengen“, so der merklich angekratzte Betriebsleiter, seien nicht selten in den Containern zu finden, die groß uns lesbar für jeden mit „Straßenlaubbox“ beschriftet sind.

Einer von 175 Laubboxen. Ein Service der Stadt, der auch für Rest- und Sperrmüll hinhalten muss.

Einer von 175 Laubboxen. Ein Service der Stadt, der auch für Rest- und Sperrmüll hinhalten muss. Foto: Stadt Ahlen

Wer sich so ignorant verhält, kann Döding nicht sagen. Geschädigte seien aber alle Bürger. „Es kann sogar dazu führen, dass wir unseren Laubabfall nirgendwo mehr abliefern können, wenn das nicht sofort besser wird.“ Schlimmstenfalls müsste dann darüber nachgedacht werden, das gut gemeinte und von vielen Menschen sehr geschätzte Angebot einzukassieren. Noch aber setzt Bernd Döding auf Einsicht und Vernunft, weswegen er seinen Hinweis wiederholt: „Bitte beachten, dass nur das Laub der Straßenbäume in die Sammelboxen gehört.“

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