Gottesdienst in der Pauluskirche
„Die Musik meines Lebens“

Ahlen -

Ein neues musikalisches Gottesdienstformat begeisterte die Besucher der Pauluskirche am Sonntag.

Montag, 01.10.2018, 14:36 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 01.10.2018, 14:34 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 01.10.2018, 14:36 Uhr
Gitarrist Bernhard Egermann und Sängerin Paula Föst (v.l.) aus Hamm mit dem Musikerensemble, bei dem auch Pfarrer Markus Möhl (4.v.l.) und Kantorin Larissa Neufeld (6.v.l.) mitwirkten.
Gitarrist Bernhard Egermann und Sängerin Paula Föst (v.l.) aus Hamm mit dem Musikerensemble, bei dem auch Pfarrer Markus Möhl (4.v.l.) und Kantorin Larissa Neufeld (6.v.l.) mitwirkten. Foto: Christian Feischen

Lieder können einem Anregungen und neuen Schwung im Alltag geben – und zuweilen auch ganz persönliche Bedeutung haben. Darauf machte der besondere „Impuls“-Gottesdienst am Sonntagnachmittag in der Pauluskirche aufmerksam. Neben Besinnungstexten und stillen Momenten stand dabei das gemeinsame Singen im Mittelpunkt des außergewöhnlichen liturgischen Konzepts.

Zum innovativen und den „Sing along“-Gottesdiensten ähnlichen Projekt des Evangelischen Kirchenkreises Hamm, das erstmals in dieser Art in Ahlen stattfand, begrüßte Pfarrer Markus Möhl zahlreiche Besucher. Er wirkte auch zusammen mit Kantorin Larissa Neufeld bei der musikalischen Gestaltung mit.

Schon der von Paula Föst aus Hamm gesungene, einleitende Song „You Are The Music In Me“ aus dem Film „High School Musical 2“ verwies auf das Motto „The Music Of My Life“, wobei mit einer abwechslungsreichen Folge geistlicher und weltlicher Lieder inhaltlich nicht zuletzt die Frage aufgeworfen wurde, wie für einen selbst die persönliche „Melodie Gottes“ klingen könnte.

Vom Ensemble aus jungen Musikern aus Ahlen und mit Unterstützung aus Hamm erklangen mit Streichquartett, Gitarre und Keyboard nicht nur Gospels wie „Bless The Soul My Lord“, sondern auch bekannte Hits. Darunter das sehnsüchtige „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens oder das nachdenkliche Stück „Lieder“ von Adel Tawil. Gerade dieser Song mit seinem Text, der auf Kirchenlieder genauso wie auf zahlreiche Rock- und Popklassiker anspielt, traf das Thema des Gottesdienstes besonders und berührte so manchen Besucher sichtlich: „Und ich singe diese Lieder, tanz mit Tränen in den Augen“, hieß es da. Manchmal kann wohl auch ein scheinbar einfach gestrickter Popsong einen „Impuls“ zur Auseinandersetzung mit religiösen Fragen geben.

In für einen Gottesdienst recht lockerer Atmosphäre – zu Beginn waren die Besucher zu einem Glas Wein oder Wasser eingeladen – schien durch das gemeinsame Singen die Anregung zum Nachdenken darüber zu gelingen, was denn wohl „die Musik des Lebens“ sein könnte. Spontaner Applaus in den fast bis zum letzten Platz besetzten Reihen der Pauluskirche zwischen den Liedern bewies, dass ein solcher „Impuls“-Gottesdienst tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes „Anregungen“ geben kann – in einer Verbindung von Weltlichkeit und Religiosität in Gemeinschaft und mit viel Musik.

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