Rock am Schacht
50 Jahre 1968 – auch in der Musik

Ahlen -

Die Initiative Rock am Schacht feiert 50 Jahre 1968 – mit Musik und mit Informationen über die „wilde“ Zeit in Ahlen.

Montag, 01.10.2018, 18:00 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 01.10.2018, 18:00 Uhr
Für Blumenmädchen und Jesuslatschenträger lässt „Smoke“ am Freitag zum Finale in der Lohnhalle die Beatclub-Zeiten wieder aufleben.
Für Blumenmädchen und Jesuslatschenträger lässt „Smoke“ am Freitag zum Finale in der Lohnhalle die Beatclub-Zeiten wieder aufleben. Foto: RaS

Das Jahr 1968 hatte große Auswirkungen auf das Gesellschaftssystem. In mehreren Veranstaltungen wurde 50 Jahre danach in vielen Bereichen die Bedeutung des Jahres für die heutige Zeit dokumentarisch, künstlerisch und politisch erarbeitet. Aber 1968 war vor allem auch für Musikerinnen und Musiker ein Jahr, in dem die Anfang der 1960er Jahre entstandenen Musikformen Beat und Rock weiterentwickelt wurden und das ein Experimentierfeld freigab, aus dem vielfältige neue Strömungen entstanden.

Die seit zehn Jahren aktive Musikerinitiative „Rock am Schacht“ hat in ihrem Jubiläumsjahr eine Veranstaltung vorgesehen, die 1968 in den Fokus nimmt. Am kommenden Freitag, 5. Oktober, wird natürlich die Musik die größte Rolle spielen. Aber auch Informationen über das Jahr 1968 speziell in Ahlen finden Raum. Bernd Herrmann berichtet an diesem Abend in Form einer Powerpoint-Präsentation über die internationalen politischen und gesellschaftlichen Hintergründe der 68-Bewegung. In einem Zeitzeugengespräch will Axel Ronig von Paul Wulle erfahren, wie aus seiner Sicht das Jahr 1968 in Ahlen war und welche Auswirkungen es auf ihn persönlich hatte.

Musikalisch geht es um 20 Uhr mit drei Mitgliedern der Gruppe „The Roots“ los. Man könnte über die Akteure Günter Knipping, Jörg Wolf und Ludger Eckel Geschichten schreiben, in denen eine ganze Reihe bekannter Ahlener Bandnamen vorkommen. Damals wurde im Kolpinghaus und Kettlerhaus gespielt. Und bei Mutti Graf beim Schlussball der Tanzschule im Saal Northoff. Den Schwerpunkt ihres Beitrags legen „The Roots“ auf ihren dreistimmigen Gesang. Songs der „Beatles“, von „Crosby, Stills and Nash“, den „Flying Pickets“ und anderen ermöglichen einen schönen Einstieg in den Abend.

Die Band „Algy’s Heirs“ hat schon immer Musik gespielt, die eng mit der 68er-Zeit in Zusammenhang steht. So gehören Songs von „Cream“, Eric Clapton, Jimi Hendrix, „ Fleetwood Mac “, John Mayall, Jim Morrison und den „Rolling Stones“ zum Standardrepertoire der Band. Bernd Herrmann, Leadsänger von „Algy’s Heirs“ ist 1968 als 16-Jähriger durch London und Südengland getrampt und hat dabei das ganze Feeling dieser Zeit als Jugendlicher aufgesogen. „Das hat mich gerade musikalisch entscheidend geprägt. Ich habe bei dieser Tour Peter Green mit Fleetwood Mac live gehen und das hat meine musikalische Vorliebe für den britischen Blues maßgeblich beeinflusst“, erinnert er sich. Seine Mitmusiker sind Michael Neckenig (Gitarre), Werner Koblentz (Bass) und der Drummer Volkmar Schuster.

„Blumenmädchen“ und „Jesuslatschenträger“ werden im Finale bestimmt auch dabei sein, denn „Smoke“ lässt die Beatclub-Zeiten aufleben. Nach Klängen der „Lords“, „Kinks“, „Troggs“ und weiteren soll mitgesungen und getanzt werden. Spaß und Wiedererkennungswert seien die beste Medizin, um einen unvergesslichen Abend zu erleben, sagen die Mannen um Sänger Axel Ronig und bringen dabei ihre eigenen Interpretationen in die Songs von Gestern.

Das Repertoire von „Smoke“ entspricht dem Wahlspruch „Oldies für Oldies“ und so quält Jupp Steffens die Gitarre fast so wie Carlos Santana. Bassist Wolfgang Brand, Rhythmusgitarrist Peter Feldhaus und Drummer Hansi Hartings sorgen für die Stimmung, die man für einen ausgelassene Nacht benötigt. Veranstalter der Reihe ist wie immer das Stadtteilforum Süd-Ost/ Stadtteilbüro.

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