Neues Einkaufszentrum „Kerkmann Platz“
Kreisverkehr im Kempermarkt

Ahlen -

Hochbetrieb im Alt-„Marktkauf“: Ahlens Einkaufszentrum „Kerkmann Platz“ eröffnet am 22. November mit neuen Mietern, frischem Style und einem Kreisverkehr im Kempermarkt.

Donnerstag, 11.10.2018, 12:32 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 09.10.2018, 20:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 11.10.2018, 12:32 Uhr
Hat aktuell noch was von Abflughalle eines Flughafens: Am 22. November will Markus Scholz hier den Edeka Kempermarkt eröffnen. Einen Kreisverkehr gibt‘s auch. Im Bioland. Die Marktkauf-Beleuchtung weicht in dieser Woche moderner LED-Technik.
Noch im Leeren: Am 22. November will Markus Scholz hier den Edeka Kempermarkt eröffnen. Einen Kreisverkehr gibt‘s auch. Im Bioland. Die alte „Marktkauf-Beleuchtung weicht in dieser Woche moderner LED-Technik. Foto: Ulrich Gösmann

Die Decken-Deko im Eingangsbereich flasht schon jetzt. Mit Rundungen, die weder Kreise noch Ellipsen sind. Die Männer, die dran schrauben, zucken wortsuchend mit den Schultern. Und selbst Markus Scholz , Mitinhaber des Edeka Kempermarkts, muss schmunzelnd passen: „Für mich ist es Star Wars.“ Gleich darunter eine Trilogie aus Eingängen zu den drei Hauptmietern, die aus dem Alt-Marktkauf Ahlens neuen Einkaufsmagneten machen: Die Drogeriekette „dm“, Woolworth und der Kempermarkt aus Vorhelm. Dazu kommen die Kleinmieter gleich vorne an der Fensterfront: Bußmanns Apotheke, Tabak Thiele und Bäckerei Hosselmann. Die Flächen sind übergeben, das Eröffnungsdatum steht: 22. November!

Von draußen ist an diesem Dienstag kaum reinzukommen. Ein Teleskopkran hat sich vor dem Haupteingang quergestellt, um 58 Tonnen Stahlbeton für das Portal abzuladen und Stein um Stein in Position zu bringen. Drinnen beendet Architekt Farhad Tawalalli vom Büro Lohmann das Geheimnis um die Decke. Organische Formen seien es. Drei- und Vierecke mit abgerundeten Kanten. Die Hauptdecke – aus Rigips – gibt‘s gleich in zweifacher Ausführung, in sich verspielt. Und mit Öffnungen, in die Segel eingesetzt werden. Dazu eine steuerbare RGB-Beleuchtung. Planer Michael Lohmann hatte im April vorausgeschickt: „Das ist der neue Spirit.“

Einkaufscenter „Kerkmann Platz“

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  • Ahlens neues Einkaufscenter „Kerkmann Platz“ öffnet am 22. November. Foto: Ulrich Gösmann
  • Ahlens neues Einkaufscenter „Kerkmann Platz“ öffnet am 22. November. Foto: Ulrich Gösmann
  • Ahlens neues Einkaufscenter „Kerkmann Platz“ öffnet am 22. November. Foto: Ulrich Gösmann
  • Ahlens neues Einkaufscenter „Kerkmann Platz“ öffnet am 22. November. Foto: Ulrich Gösmann
  • Ahlens neues Einkaufscenter „Kerkmann Platz“ öffnet am 22. November. Foto: Ulrich Gösmann
  • Ahlens neues Einkaufscenter „Kerkmann Platz“ öffnet am 22. November. Foto: Ulrich Gösmann
  • Ahlens neues Einkaufscenter „Kerkmann Platz“ öffnet am 22. November. Foto: Ulrich Gösmann
  • Ahlens neues Einkaufscenter „Kerkmann Platz“ öffnet am 22. November. Foto: Ulrich Gösmann
  • Ahlens neues Einkaufscenter „Kerkmann Platz“ öffnet am 22. November. Foto: Ulrich Gösmann
  • Ahlens neues Einkaufscenter „Kerkmann Platz“ öffnet am 22. November. Foto: Ulrich Gösmann
  • Ahlens neues Einkaufscenter „Kerkmann Platz“ öffnet am 22. November. Foto: Ulrich Gösmann
  • Ahlens neues Einkaufscenter „Kerkmann Platz“ öffnet am 22. November. Foto: Ulrich Gösmann
  • Ahlens neues Einkaufscenter „Kerkmann Platz“ öffnet am 22. November. Foto: Ulrich Gösmann
  • Ahlens neues Einkaufscenter „Kerkmann Platz“ öffnet am 22. November. Foto: Ulrich Gösmann
  • Ahlens neues Einkaufscenter „Kerkmann Platz“ öffnet am 22. November. Foto: Ulrich Gösmann
  • Ahlens neues Einkaufscenter „Kerkmann Platz“ öffnet am 22. November. Foto: Edeka
  • Ahlens neues Einkaufscenter „Kerkmann Platz“ öffnet am 22. November. Foto: Ulrich Gösmann

Den will auch der Edeka Kempermarkt als künftiger Platzhirsch dem Leerstand einhauchen. Was anders ist, als in den Märkten in Vorhelm, Sendenhorst oder Sassenberg? „Wir sind doppelt so groß“, sagt Markus Scholz. Und der Kempermarkt selbst anders als Edeka insgesamt. Auf 2600 Quadratmetern kommen ab November 45 000 verschiedene Artikel in die Regale. 300 Bewerbungsgespräche wurden geführt, daraus 54 Mitarbeiter eingestellt. Scholz: „Bei Lidl wären es bei ähnlichem Umsatz sieben.“ Kemper arbeitet mit 125 Extralieferanten zusammen, die die Märkte zusätzlich zur Edeka beliefern. „Wir werden mit Abstand das größte regionale Sortiment haben“, schickt Scholz vorweg. Was auch fürs Korn mit bis zu 100 verschiedenen Sorten gelte. „Korn ist das Münsterland“, betont der 37-Jährige. Und auch das: „Ich kenne keinen, der mehr Auswahl hat.“ Die Unabhängigkeit lasse den Freiraum, die guten Dinge der Moderne mit den guten Dingen von früher zu verknüpfen.

Wir werden mit Abstand das größte regionale Sortiment haben.

Markus Scholz

Ein Hauptgang führt Kunden lang durch den Supermarkt, vorbei an rechtwinklig angeordneten Regalreihen auf einen – man höre und staune – kleinen Kreisverkehr. In seiner Mitte Bioprodukte, dahinter vor Kopf die Fleischtheke mit angeschlossener Schauküche. Wein- und Spirituosenabende soll es hier geben. Ein Kochen mit Kindern, um ihnen das Ursprüngliche von Lebensmitteln näherzubringen. Und mehr.

Nachhaltigkeit auch an anderer Stelle: Die an die Frischabteilung angeschlossene Kältetechnik sei das ökologischste, was möglich sei, betont Markus Scholz. „Sie arbeitet ohne klimaschädliche Kühlmittel. Wir kühlen und heizen zugleich.“

Die Wände in Beige, die Regale – wie einst – in Silber, die Beleuchtung zeitgemäß auf LED. Der Boden bleibt blanker Beton. Der Risse bekomme – und Charakter, so Scholz. Eine Ausnahme mache der kleine Kreisverkehr. Die Bioinsel steht auf holzähnlichen Fliesen, um eigene Akzente zu setzen.

Raus geht‘s durch sieben Kassen, ergänzt durch zwei Selfscanner-Stationen. „Für Kunden, die sich mittags schnell mal was zum Essen holen wollen“, verdeutlicht Scholz. Im Obst- und Gemüsebereich gleich am Eingang erwartet der Marktbetreiber verwunderte Blicke. „Das Obst wird bei uns selbst gewogen. Nur so kann ich unterschiedliche Qualitäten anbieten.“ Beispielhaft im Sommer: sieben Sorten Strauchtomaten. Scholz: „Wie soll die Kassiererin die auseinanderhalten?“

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