Einkaufszentrum „Kerkmann Platz“
Parkhaus-Spindel wird entschärft

Ahlen -

Bis zur Eröffnung des Einkaufszentrums „Kerkmann Platz“ ist die Spindel entschärft, das Parkhaus neu sortiert, heller und farbenfroher. Die Arbeiten laufen – bei bis zu 225 Grad – auf Hochtouren.

Donnerstag, 11.10.2018, 12:33 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 11.10.2018, 05:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 11.10.2018, 12:33 Uhr
So viel höher: Die Fahrbahn in der Parkhaus-Spirale. Marcel Wellerdieck zeigt zwölf Zentimeter, die das Schrammbord jetzt flacher ist.
So viel höher: Die Fahrbahn in der Parkhaus-Spirale. Marcel Wellerdieck zeigt zwölf Zentimeter, die das Schrammbord jetzt flacher ist. Foto: Ulrich Gösmann

Schrammen kratzen? Bahnaufwärts nicht mehr. Aber kräftig Schwitzen. Im Parkhaus am „Kerkmann Platz“ geht die Entschärfung der Spindel in die heiße Phase. 225 Grad warmer Gussasphalt soll ein völlig neues Fahrgefühl vermitteln, sobald er abgekühlt und freigegeben ist. Marcel Wellerdieck, technischer Leiter der Firma „W&O“ aus Greven, nimmt Berührungsängste – und kündigt ein „freundlichen Gefälle“ an, das Fahrzeuge künftig fast ferngesteuert durch die Spirale lenkt. Denn – versprochen: „Die bleiben dann im gleichmäßigen Radius.“

Wie es sich künftig rauf und runter fährt, können Fahrzeugführer schon jetzt zwischen Parkdeck 1 und 2 „erfahren“. Hier liegt der neue Gussasphalt längst, in mehreren dünnen Lagen aufgetragen. „Wie Blätterteig“, erklärt der Bauingenieur. Und mit leichtem Quergefälle zur Spindelmitte. Die zwölf Zentimeter hohe Schicht lässt das alte Schrammbord in der Mitte entsprechend nun niedriger aus der Fahrbahn ragen. Links und rechts angefräst, sind ihm auch noch die kratzfreudigen Kanten abhandengekommen, an denen der Lack so gerne vorbeiratschte. Außen ist die Betonabgrenzung ganz verschwunden und gegen einen Aufprallschutz aus verzinktem Stahl ausgetauscht worden (wir berichteten). Kommen ihm Fahrzeuge auf der um einen halben Meter verbreiterten Fahrbahn dennoch zu nahe, gibt es nur noch einen akustischen Reifenquietscher.

Parkhaus „Kerkamm Platz“

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  • Das Parkhaus am „Kerkmann Platz“ wird entschärft und aufgefrischt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Parkhaus am „Kerkmann Platz“ wird entschärft und aufgefrischt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Parkhaus am „Kerkmann Platz“ wird entschärft und aufgefrischt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Parkhaus am „Kerkmann Platz“ wird entschärft und aufgefrischt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Parkhaus am „Kerkmann Platz“ wird entschärft und aufgefrischt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Parkhaus am „Kerkmann Platz“ wird entschärft und aufgefrischt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Parkhaus am „Kerkmann Platz“ wird entschärft und aufgefrischt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Parkhaus am „Kerkmann Platz“ wird entschärft und aufgefrischt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Parkhaus am „Kerkmann Platz“ wird entschärft und aufgefrischt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Parkhaus am „Kerkmann Platz“ wird entschärft und aufgefrischt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Parkhaus am „Kerkmann Platz“ wird entschärft und aufgefrischt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Parkhaus am „Kerkmann Platz“ wird entschärft und aufgefrischt. Foto: Ulrich Gösmann
  • Das Parkhaus am „Kerkmann Platz“ wird entschärft und aufgefrischt. Foto: Architekt Lohmann
  • Das Parkhaus am „Kerkmann Platz“ wird entschärft und aufgefrischt. Foto: Ulrich Gösmann

Aktuell arbeitet sich die Firma „W&O“ auf der Auffahrt zwischen Parkdeck 1 und Zufahrt runter. Die rechte Spur ist gesperrt, eine Baustellenampel dirigiert den noch dünnen Verkehr im Wechselspiel. „Wenn alles gut geht, sind wir in vier Wochen durch“, schätzt Wellerdieck. Seitenwechsel eingerechnet.

Die erhöhte Spindelfahrbahn zwingt zu Anpassungen im Übergang zu den Parkdecks. Daran wird parallel – mit Epoxidharz – gearbeitet. Mehr noch: Auf Parkdeck 1 kommt frisches, freundliches Grün an die Wände und lässt das gedeckte „Marktkauf“-Grün im direkten Noch-Vergleich alt aussehen. Zur weiteren Steigerung des Wohlgefühls trägt ein kleiner Trick bei: Durch Drehen der vorhandenen Beleuchtung um 90 Grad soll sich ein gleichmäßigeres Licht auf die Fahrbahnen legen, der Wechsel zwischen Hell und Dunkel ausgeblendet werden, der so manchen Nutzer während der Fahrt irritierte. Neu auch: das Schrägparken. Dadurch geht‘s schneller rein und wieder raus. Und das bei einer Komfortbreite von 2,80 Metern. Der Verlust einiger Stellflächen wird später auf dem Hundhausen-Areal mehr als ausgeglichen.

Ahlener Bergbau lässt grüßen

Der Weg über die Rolltreppe runter ins Einkaufszen­trum lässt Kunden künftig in die Ära des Ahlener Bergbaus einfahren. Die Gestaltung der Außenwand greift alte Zechenzeiten auf.

Ein ganz anderer „Eyecatcher“ steht seit Dienstagabend draußen vor dem Haupteingang: das neue Eingangsportal aus Stahlbeton, 58 Tonnen schwer. Über ihm wird künftig der neue Name thronen, der es gegen den alten mit dem großen „M“ noch schwer hat: „Kerkmann Platz“.

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