Ausstellung im Heimatmuseum
Aufarbeitung der Hexenverfolgung

Ahlen -

Auch in Ahlen wurden einst vermeintliche Hexen und Zauberer verfolgt und getötet. Eine Ausstellung im Heimatmuseum beschäftigt sich mit diesem dunklen Kapitel.

Donnerstag, 11.10.2018, 16:50 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 11.10.2018, 14:32 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 11.10.2018, 16:50 Uhr
Haben sich mit dem Thema Hexenverfolgung beschäftigt und laden nun zur Ausstellung ein: Pfarrer i.R. Heinz Aden, Pfarrerin Martina Grebe, Christoph Wessels, Pfarrer Matthias Grevel, Pfarrer Dr. Ludger Kaulig und Gabriele Moser-Olthoff.
Haben sich mit dem Thema Hexenverfolgung beschäftigt und laden nun zur Ausstellung ein: Pfarrer i.R. Heinz Aden, Pfarrerin Martina Grebe, Christoph Wessels, Pfarrer Matthias Grevel, Pfarrer Dr. Ludger Kaulig und Gabriele Moser-Olthoff. Foto: Peter Schniederjürgen

Die Neuzeit begann mit einem recht dunklen Kapitel, nämlich mit der Hexen- und Zaubererverfolgung. Die ist nicht nur ein Thema für reißerischen Hollywoodfilme, sondern auch für die Stadt Ahlen. Tatsächlich wurden auch hier Menschen für ihren vorgeblichen „Schadenszauber“ gequält und nicht selten lebendig verbrannt. Mit dieser Ungerechtigkeit mag der evangelische Schulpfarrer Hartmut Hegeler nicht leben. Er tritt allerorts für die Rehabilitierung der Opfer ein.

„Wir bekamen am 21. November 2017 eine Beschlussvorlage in den Rat, in dem er sich mit weiteren Interessierten für die Rehabilitation dieser Opfer ausspricht“, erklärte Christoph Wessels, Leiter der Kulturabteilung, am Donnerstag im Heimatmuseum. Es habe aber zu dürftig geschienen, diesen Beschluss alleine stehenzulassen. So bildete sich ein Arbeitskreis, der sich mit der Aufarbeitung dieser traurigen Schicksale während des 16. und 17. Jahrhunderts befasst.

Dieser Kreis stellte eine Ausstellung zusammen, die am 5. November im Heimatmuseum eröffnet wird. „Dazu begleiten zahlreiche Veranstaltungen die Plakatausstellung“, kündigte Gabriele Moser-Olthoff an. „Den einführenden Vortrag hält Hartmut Hegeler, der sich praktisch als Lebensaufgabe diesem Thema verschrieben hat“, ergänzte Pfarrer Matthias Grevel vom Berufskolleg am Pattenmeicheln.

Grevel hat mit seinen Arbeitskreiskollegen Gabriele Moser-Olthoff, Pfarrerin Martina Grebe, Pfarrer i.R. Heinz Aden und dem katholischen Stadtpfarrer Dr. Ludger Kaulig die Schautafeln erarbeitet, die am Freitag 26. Oktober, auf der Tenne des Museums aufgestellt werden. Am Donnerstag, 8. November, befasst sich Dr. Peter Arnold Heuser mit dem Thema „Hexenverfolgung im geistlichen Staat – Das Kurfürstentum Köln in der frühen Neuzeit“. Am Montag, 12. November, um 19.30 Uhr führt Pfarrer Willi Stroband im „Cinema“ in den Film „Hexenjagd“ von Arthur Miller ein. Der Medienwissenschaftler Fabian Prochazka spricht am Donnerstag, 15. November, im Heimatmuseum über das Phänomen „Digitaler Hass – Hexenjagd im Internet“. Am Mittwoch, 21. November, findet ein ökumenischer Gottesdienst zum Thema in der St.-Bartholomäus-Kirche um 17 Uhr statt. Die Predigt hält Hartmut Hegeler. Mit einer Finissage am 25. November um 17 Uhr endet die Ausstellung. Die textliche und musikalische Begleitung übernimmt Michael Kampmann. Dazu gibt es einen Büchertisch, an dem auch die kommende Ausgabe des „Beflügelten Aals“ zu haben ist. „Hier macht die Ahlener Hexenverfolgung die Hauptgeschichte aus“, verrät Heinz Aden.

Führungen für Schulklassen sind von Dienstag bis Freitag nach Terminabsprache möglich. Sonst ist die Ausstellung sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Öffnungszeiten in der Woche werden noch bekanntgegeben.

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