SPD-Mitgliederversammlung
Klare Tendenz für einen Neubau

Ahlen -

Sanierung oder Neubau? In der Rathausfrage zeichnet sich bei den SPD-Mitgliedern ein ziemlich eindeutiges Stimmungsbild ab.

Donnerstag, 11.10.2018, 17:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 11.10.2018, 17:00 Uhr
Aufmerksam folgten die Teilnehmer den Ausführungen des Baudezernenten.
Aufmerksam folgten die Teilnehmer den Ausführungen des Baudezernenten. Foto: Ralf Steinhorst

Das Thema treibt die Bürger in Ahlen um, deshalb hatte die SPD ihre Mitglieder am Mittwochabend in das Foyer der Stadthalle eingeladen, um von Baudezernent Andreas Mentz auf den neuesten Sachstand in der „Rathausfrage“ gebracht zu werden. Die zwischenzeitlichen Fragen der Mitglieder zeigten eine klare Tendenz: die Hoffnung, dass das bestehende Gebäudeensemble mit Rathaus und Stadthalle nicht unter Denkmalschutz gestellt wird und dann die Umsetzung von Plan B mit Neubauten möglich wird.

„Für diejenigen, die Samstag dabei waren, könnte es hier heute kalter Kaffee sein“, erkannte Andreas Mentz einige Zuhörer wieder, die auch am Bürgerdialog in der Stadthalle teilgenommen hatten. Ausführlich schilderte er trotzdem Plan A, der eine – im Falle der Unterschutzstellung unausweichliche – Sanierung des Rathauses und der Stadthalle vorsieht. In der Frage des Denkmalschutzes erwartet Mentz eine Entscheidung bis zum Ende des Jahres. Sollte saniert werden müssen, hatte er zumindest eine gute Nachricht: „Das Haus ist in Tragwerk und Beton sehr gut verarbeitet.“

Eine Stadthalle ist nie kostendeckend, aber gewinnbringend!

Andreas Mentz

Plan B mit dem Neubau ei­nes Stadthauses als Verwaltungszentrum und eines Bürgerforums als Veranstaltungszentrum sprach die Mitglieder besonders an, auch wenn Details diskussionswürdig waren. Ob denn ein Ratssaal wirklich im Bürgerforum angesiedelt sein müsste, so ein Plenum gehöre doch schon symbolisch ins Verwaltungsgebäude, bemängelte Altbürgermeister Horst Jaunich. Er stand mit dieser Meinung allerdings allein. Denn Andreas Mentz‘ Argumentation zog: „Wir wollen den Ratssaal an einen Ort verlegen, wo Bürger sich aufhalten.“ Die Politik soll also auch räumlich nah am Bürger sein.

Der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Sebastian Richter (r.) begrüßte Andreas Mentz.

Der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Sebastian Richter (r.) begrüßte Andreas Mentz. Foto: Ralf Steinhorst

Allgemein wurde erleichtert wahrgenommen, dass in beiden Planvarianten die Stadthalle einen festen Platz hat. Wie fest dieser Gedanke sei? Eine Stadt, die keine solche Halle mehr hat, verarme, so Andreas Mentz: „Eine Stadthalle ist nie kostendeckend, aber gewinnbringend!“ Das stellte die SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Gabriele Duhme zufrieden. „Manchen reicht die Mehrzweckhalle in Dolberg schon als kultureller Horizont“, spielte sie auf den FWG-Vorsitzenden Heinrich Artmann an.

Manchen reicht die Mehrzweckhalle in Dolberg schon als kultureller Horizont.

Gabriele Duhme

Der Vorstellung, Neubauten könnten auch an anderen Standorten realisiert werden, erteilte Gabriele Duhme eine Absage und legte sich auf die Entscheidung zwischen Plan A oder B fest: „Für andere Pläne wird die SPD nicht zu haben sein.“ Jede andere Alternative sei nicht zielführend. Andrea Jaunich begrüßte, wie die Verwaltung versuche, die Bevölkerung in den Diskussionsprozess einzubeziehen. Ob die Ergebnisse des Bürgerdialoges denn auch mit in die Planungen einfließen? Das versprach Andreas Mentz. Genauso wie die Ansichten der Mitarbeiter der Stadt beim Raumkonzept, wie immer die Lösung auch ausfallen werde. Denn die Beschäftigten sollten am Ende in den Räumen schließlich mit Freude arbeiten.

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