Streit um Ahlener Rathaus landet in Düsseldorf
„Rathausfrage“: Ministerin muss entscheiden

Ahlen -

Das Rathaus ist denkmalwürdig, sagt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Der Landeskonservator hat dem Bürgermeister jetzt seine Beurteilung zum Denkmalwert schriftlich mitgeteilt.

Samstag, 27.10.2018, 13:13 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 25.10.2018, 16:52 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 27.10.2018, 13:13 Uhr
Streit um Ahlener Rathaus landet in Düsseldorf: „Rathausfrage“: Ministerin muss entscheiden
Das Ahlener Rathaus. Foto: Ulrich Gösmann

Nicht anschließen will sich der Landschaftsverband Westfalen-Lippe der Auffassung der Stadt Ahlen, wonach für das Rathaus kein Denkmalwert erkannt wird. Am Donnerstagnachmittag informierte Landeskonservator Dr. Holger Mertens hierüber Bürgermeister Dr. Alexander Berger schriftlich.

„Ihre Begründung, dass der Gebäudekomplex an der Westenmauer 10 die Kriterien gemäß Paragraf 2 DSchG NRW für ein Baudenkmal nicht erfülle, kann aus denkmalfachlicher Sicht nicht nachvollzogen werden.“ Der vom LWL vollumfänglich in einer gutachterlichen Stellungnahme begründete Denkmalwert werde durch die Ausführungen der Stadt Ahlen nicht widerlegt. „Aus diesem Grund stellen wir das Benehmen zu Ihrer Entscheidungsabsicht nicht her und werden fristgerecht eine Entscheidung der Obersten Denkmalbehörde gemäß Paragraf 21 Abs. 4 Satz 3 DSchG NRW herbeiführen.“ Das bedeutet: Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen muss die endgültige Entscheidung treffen, ob das Rathaus unter Denkmalschutz gestellt wird oder nicht.

„Der Ball liegt bei Ministerin Scharrenbach“, reagierte Bürgermeister Dr. Alexander Berger auf das Schreiben aus Münster. Er habe auf einen anderen Ausgang der Benehmensherstellung gehofft. Seitens der Stadt Ahlen seien stichhaltige und nachvollziehbare Argumente vorgebracht worden, warum die Unterschutzstellung nicht gerechtfertigt sei.

Im weiteren Verfahren will Berger die Überzeugung der Stadt Ahlen weiterhin mit Nachdruck vertreten, wie es in einer ersten Stellungnahme aus dem Rathaus hieß. Zunächst werde er sich jedoch mit den Fachleuten der Stadtverwaltung gründlich die ablehnende Begründung des Landschaftsverbandes ansehen.

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