Politischer Frühschoppen der KAB
Steigende Kosten beim Bauen

Vorhelm -

Eine gute Gelegenheit zum Austausch und für Anregungen zwischen Bürgern und Kommunalpolitikern bot der Politische Stammtisch der KAB St. Antonius Vorhelm. Im Pfarrheim St. Pankratius stellten sich am Sonntagvormittag fünf Parteienvertreter der Diskussion in Kleingruppen.

Montag, 05.11.2018, 16:38 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 05.11.2018, 13:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 05.11.2018, 16:38 Uhr
Gastgeber Klaus Bülhoff (l.) konnte die Politiker Hubertus Beier, Ulrich Westhues, Horst Beiske, Bernd Avermiddig und Alfred Thiemann (v.l.) begrüßen.
Gastgeber Klaus Bülhoff (l.) konnte die Politiker Hubertus Beier, Ulrich Westhues, Horst Beiske, Bernd Avermiddig und Alfred Thiemann (v.l.) begrüßen. Foto: Ralf Steinhorst

Die Veranstaltung war nach dem Politischen Frühschoppen im Juli 2017 die zweite Auflage. Bernd Avermiddig (FWG), Hubertus Beier ( CDU), Horst Beiske (FDP), Alfred Thiemann (BMA) und Ulrich Westhues (SPD) bekundeten schon bei ihrer Vorstellung, dass sie Anregungen gerne mitnehmen wollten. „Ich habe etwas zum Schreiben mitgebracht“, ließ Hubertus Beier die Teilnehmer wissen.

An vier Tischen kamen die Gesprächsrunden in Gang, wobei die Politiker nach jeweils 20 Minuten die Runden wechselten. Die KAB hatte zwar Themenvorschläge vorbereitet, die aber waren nicht bindend. Allerdings sollten sich die Diskussionsthemen auf Vorhelm beziehen.

Da stand bei den Bürgern dann die Schließung von Baulücken ganz oben auf der Liste. Es herrschte Verständnis dafür, dass Baulücken geschlossen werden sollen. Zugleich aber war auch die Befürchtung da, dass die Flächen so dicht bebaut werden, dass kaum mehr Platz für Grünflächen bleibt. „Da geht Lebensraum für Tiere und Pflanzen verloren“, beklagte zum Beispiel Pastor Hermann Honermann. „Das Problem ist auch die Kostenexplosion beim Bauen“, sah auch Alfred Thiemann das Dilemma, was auch dazu führe, dass Grundstücke kleingehalten werden. Aber auch die anderen Politiker bekannten sich zu den Baulückenschlüssen, weiteres Bauland soll erst mal nicht ausgewiesen werden.

An mehreren Tischen wurden aktuelle Themen diskutiert.

An mehreren Tischen wurden aktuelle Themen diskutiert. Foto: Ralf Steinhorst

Aber auch einige Verkehrsthemen wurden diskutiert. So wünschte sich ein Teilnehmer Parkplätze für einige Lkw, die an der Augustin-Wibbelt-Straße von Anwohnern geparkt werden, deren Arbeitgeber nicht in Vorhelm beheimatet sind. Auch der Wunsch, die Enniger Straße innerdörflich auf Tempo 30 zu begrenzen, kam auf. „Die Chancen sind gering – dafür ist der Landesbetrieb Straßen.NRW zuständig“, machte Ulrich Westhues wenig Hoffnung, auch wenn er selbst dafür ist. Allerdings wies er darauf hin, dass die Stadt sich im kommenden Jahr einen mobilen Blitzer zulegen wolle. Ein weiterer Wunsch war, den öffentlichen Personennahverkehr nach Ahlen zu verbessern. „Ich komme besser nach Münster als nach Ahlen“, kritisierte ein Bürger die Taktzeiten.

Da geht Lebensraum für Tiere und Pflanzen verloren.

Pastor Hermann Honermann
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