Neue Schaltschränke der Telekom
Voraussetzungen für schnelles Internet

Tönnishäuschen -

Die Bauarbeiten in Tönnishäuschen entlang der Hauptstraßen waren in den Sommermonaten unübersehbar. Sie alle dienten nur einem Zweck: den ländlichen Raum langfristig mit schnellen Internetverbindungen zu versorgen.

Montag, 05.11.2018, 20:00 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 05.11.2018, 20:00 Uhr
Wie eine Schrankwand mutet das neue Multifunktionsgehäuse an, das im Sommer seinen Betrieb aufnahm. Hier kommt die moderne Glasfaserleitung an. Kupferkabel gehen in die Haushalte.
Wie eine Schrankwand mutet das neue Multifunktionsgehäuse an, das im Sommer seinen Betrieb aufnahm. Hier kommt die moderne Glasfaserleitung an. Kupferkabel gehen in die Haushalte. Foto: Christian Wolff

Gleich mehrere Stellen in Ahlens kleinstem Ortsteil waren im Laufe des Sommers von rot-weißen Warnbaken gesäumt. Inzwischen sind die von Mai bis August entstandenen Löcher und Gräben wieder verfüllt; ein modernes Multifunktionsgehäuse an der Tönnishäuschener Ortsdurchfahrt zeugt davon, dass die Voraussetzungen für die Anbindung an schnelles Internet geschaffen sind.

Insbesondere außerhalb der Großstädte klaffen auch 2018 teils noch eklatante Lücken im Breitbandausbau. In vielen Regionen sind nennenswerte Versorgungsquoten mit Highspeed-Internet (größer als 50 Mbit) via VDSL, Glasfaser oder Kabel-Internet noch ferne Zukunftsmusik. Die Deutsche Telekom baut derzeit ihr Glasfasernetz – das sogenannte „Fiber-to-the-curb-Netz“ (FTTC) – auf dem Land aus, so auch rund um Tönnishäuschen. Die vorbereitenden Arbeiten sind bereits seit einigen Wochen abgeschlossen.

Dazu gehörte das Verlegen von Leerrohren entlang der Straßen und Wirtschaftswege zwischen Vorhelm und Tönnishäuschen. Der Schaltschrank an der Ecke zur Straße Alte Molkerei, der um einiges größer als sein Vorgänger ist, gilt als Ausgangspunkt für den Rohrvortrieb. Hier treffen Glasfaser- und Kupferleitungen zusammen. Erstere enden im Schaltschrank, während die letzten Meter bis zu den Haushalten weiterhin durch die vorhandenen Kupferleitungen bewältigt werden. Beim Übergang von den Glasfaserkabeln in die Kupferleitungen wird das ankommende optische Signal in den entsprechenden Verteilerkästen durch Umwandler in ein elektrisches Signal transformiert, das bis in die jeweiligen Wohnungen weitergeleitet wird.

In vielen Regionen steht das schnelle Glasfasernetz bereits zur Verfügung und der Ausbau weiterer Standorte in Deutschland wird von der Telekom mit Hochdruck vorangetrieben, heißt es in einer Pressemitteilung. Damit Nutzer wissen, ob Glasfaser als „Anschluss an die Zukunft“ bei ihnen erhältlich ist, können sie die Verfügbarkeit an Ihrem Wohnort prüfen Dazu steht ein Sonderpunkt auf der Internetseite unter www.telekom.de/zuhause/netz/glasfaser/glasfaser-an-ihrem-wohnort zur Verfügung.

Neben der Kapellengemeinde hat auch der Süden Vorhelms einen nagelneuen Multifunktionsschrank bekommen. Beide Gehäuse sind an die Vermittlungsstelle der Telekom angebunden. Die haarfeinen Glasfasern für das Hochgeschwindigkeits-Internet wurden allerdings nicht direkt in die neuverlegten Kunststoff-Leerrohre geschoben. Stattdessen führte die Fachfirma Lomo aus dem niedersächsischen Staufenberg sie durch Hüllen aus farbigem Kunststoff – sieben an der Zahl.

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