„Klein-Köln“ möchte bei Pelmke feiern
Karneval soll im Dorf bleiben

Vorhelm -

Auch wenn die Traditionsgaststätte Pelmke geschlossen ist – die KG „Klein-Köln“ möchte am liebsten dort, an gewohnter Stelle, ihr närrisches Treiben ausrichten. Die Verhandlungen darüber laufen auf Hochtouren.

Dienstag, 06.11.2018, 16:14 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 06.11.2018, 15:12 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 06.11.2018, 16:14 Uhr
Wenn alles wie geplant läuft, wird das närrische Treiben – hier eine Aufnahme aus dem Februar dieses Jahres – im kommenden Frühjahr wie gewohnt am Gasthaus Pelmke ausgerichtet. Bis zum „Elften im Elften“ will die KG „Klein-Köln“ alles dingfest gemacht haben.
Wenn alles wie geplant läuft, wird das närrische Treiben – hier eine Aufnahme aus dem Februar dieses Jahres – im kommenden Frühjahr wie gewohnt am Gasthaus Pelmke ausgerichtet. Bis zum „Elften im Elften“ will die KG „Klein-Köln“ alles dingfest gemacht haben. Foto: Christian Wolff

Gleich mehrere gravierende Einschnitte musste die Karnevalsgesellschaft „Klein-Köln“ innerhalb weniger Wochen verkraften: Im März – kurz nach Sessionsende – verstarb ihr Präsident Helmut Krainski, wenige Wochen später schloss ihr Vereinslokal Pelmke. Und zu allem Überfluss folgte noch der Ausschluss der Vorhelmer beim Rathaussturm durch den Ahlener Bürgerausschuss zur Förderung des Ahlener Karnevals (BAS).

Seither schweben viele Fragzeichen über der kommenden Session. Doch Vize-Präsident Martin Labus tritt allen anderslautenden Gerüchten entgegen: „Unser Karneval wird bestimmt nicht ausfallen“, teilt er auf „AZ“-Anfrage mit. Wenn alles so umsetzbar ist, wie es sich das verbliebene Präsidium derzeit vorstellt, könnte das Festzelt für die Gala-Prunksitzung und den Kinderkarneval sogar am angestammten Ort aufgestellt werden. Im besten Fall auch für die Weiberfastnachtssause. „Wir sind in guten Gesprächen, unsere Veranstaltungen am Gasthaus Pelmke umzusetzen“, so Labus. Eine endgültige Entscheidung soll noch vor dem „Elften im Elften“ fallen. Also in knapp vier Tagen, wenn der Vorhelmer Narrenpatron „Simplicissimus“ unter klingendem Spiel wieder aus den Hellbachfluten emporsteigt.

In die Karten spielt der KG, die vereinsrechtlich als Abteilung bei der TuS Westfalia angesiedelt ist, dass das Gebäude des Traditionsgasthauses Pelmke nicht von dem im Juli eröffneten Insolvenzverfahren betroffen ist. Findet sich dazu ein Festwirt, könnte „Klein-Köln“ am Bewährten festhalten.

Der Narrenpatron „Simplicissimus“ steigt am 11. November aus den Hellbachfluten empor.

Der Narrenpatron „Simplicissimus“ steigt am 11. November aus den Hellbachfluten empor. Foto: Christian Wolff

Als zweite Option hatten die Vorhelmer auch ihre Fühler nach Ahlen ausgestreckt. „Ja, es gab vor längerer Zeit mal eine Anfrage, unseren Saal zu nutzen“, sagt Bernd Overmann vom Veranstaltungszentrum „Hof Münsterland“. Doch den Jecken wäre es am liebsten, den Karneval im Dorf zu behalten. „Früher hätten wir wenigstens noch die Hellbachhalle gehabt“, meinte Josef Remmert, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände (IG VVV), angesichts der schwindenden Veranstaltungsräume. Sport- oder Schützenplatz an der Ennigerstraße schlossen die KG-ler derweil aus, weil der logistische Aufwand den finanziellen Rahmen sprengen würde.

So erwarten Narren und Gäste mit Spannung die Weichenstellung. Der Sessionsauftakt beginnt am Sonntag, 11. November, um 10.30 Uhr im Clubheim der TuS Westfalia. Anschließend geht es im gemeinsamen Umzug zum Hellbachteich, anschließend ins Hotel Witte.

Wir sind in guten Gesprächen, unsere Veranstaltungen am Gasthaus Pelmke umzusetzen.

Martin Labus

 

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