Event-Schwitzen in der Parkbad-Sauna
Saunameister wird zum Showmaster

Ahlen -

In der neuen Außgusssaune des Parkbads wird das Schwitzen zum Erlebnis. Ab 16. November glüht der Ofen – und kreisen die Spots im Takt der Musik.

Donnerstag, 08.11.2018, 12:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.11.2018, 12:00 Uhr
Noch kreisen die Sägen. Die neue Aufgusssauna soll zum 16. November an den Start gehen. Bis zu 60 Gäste finden zeitgleich in den Außenflügeln Platz, dazwischen heizt der Ofen ein.
Noch kreisen die Sägen. Die neue Aufgusssauna soll zum 16. November an den Start gehen. Bis zu 60 Gäste finden zeitgleich in den Außenflügeln Platz, dazwischen heizt der Ofen ein. Foto: Ulrich Gösmann

Zur spanischen Nacht rote Lichteffekte und temperamentvolle Rhythmen. Zum Kräuterevent die Töne in Grün und ganz piano. „Es wird ein Erlebnis in dieser Aufgusssauna“, verspricht Frank Schillings. Die lässt sich die Ahlener Bädergesellschaft im Saunadorf ihres Parkbads eine viertel Million Euro kosten. Bis zur Eröffnung am Freitag, 16. November, schwitzen zunächst aber noch andere.

Schwitzen ist nicht gleich Schwitzen. Das weiß auch Frank Schillings, Betriebsleiter der bauausführenden Firma „B+S“ aus Dülmen. Er setzt auf das Erlebnis, das Event, das in immer mehr Anlagen Einzug halte, weil es gewünscht werde. Für‘s Personal heiße das: „Der Saunameister wird inzwischen auch zum Showmaster.“

Mittelpunkt: der Ofen. In den Außenflügeln wird geschwitzt.

Mittelpunkt: der Ofen. In den Außenflügeln wird geschwitzt. Foto: Ulrich Gösmann

Die Bühne schaffen die Saunabauer gerade im hinteren Bereich des Außengeländes. Bis zu 60 Gesundheitsapostel finden in dem Neubau zeitgleich Platz, ohne sich zu nahe zu kommen. Zwei Außenflügel nehmen optische Größe. Dazwischen geradezu heimelig platziert der wuchtige Ofen, 60 Kilowatt leistungsstark und mit 350 Kilo Saunastein bepackt. 130 Grad könnte er schaffen, die sollen den Gästen aber nicht abverlangt werden. Der Zeiger steht auf 90.

Frank Schillings

Frank Schillings

Besonderes Highlight: die integrierte Licht- und Soundanlage. Eine „professionelle“, wie Schillings betont. LED in den Rückenlehnen, Moving Heads unter der Decke. Heißt: Licht, das in Bewegung ist. In Kästen kaltluftumspült, um nicht heiß zu laufen, fahren Spots ihr Programm. „Wie man das aus der Disco kennt“, verdeutlicht der 51-Jährige.

Apropos Programm: Davon gibt‘s aktuell acht. Je nach Anlass, je nach Stimmung. Licht und Musik sind gekoppelt, fahren ihre Drei-Minuten-Strecke und beginnen dann wieder von vorne. Zur Oktoberfestzeit könnte das Blau dominieren. Ob dann auch die Blasmusik spielt – abwarten. Vier leistungsstarke Boxen unter den Bänken setzen auf das Klangerlebnis.

Der Neubau steht. Ab 16. November glüht der Ofen.

Der Neubau steht. Ab 16. November glüht der Ofen. Foto: Ulrich Gösmann

Tastsinne bedient eine Fußbodenkühlung. „Etwas ganz besonderes“, lässt der Projektleiter wissen. „Bei großen Eventsaunaanlagen werden die Verkehrswege immer länger.“ Damit‘s bis zur Bank nicht zu heiß unter den Füßen werde, würden Fliesen gekühlt. „Sonst“, so Schillings, „hätten wir den typischen Strandeffekt, wenn man im Hochsommer nicht mehr über den Sand laufen mag.“ Ein unterirdisches Rohrsystem transportiert aufgewärmtes Wasser vom Fußboden weg in einen Wärmetauscher. Der entzieht ihm die Wärme und gibt sie an die Gehwegbeheizung weiter, die an kalten Wintertagen gegen drohende Glätte anarbeitet.

Wirkungsvoll auch das Schwarzlicht, das nicht nur weiße Handtücher blau leuchten lässt. Frank Schillings ist sich sicher, dass auch der Saunameister so manche optische Überraschung mit in den Aufguss nimmt. Um gut vorbereitet zu sein, werden Mitarbeiter durch den Deutschen Saunabund noch geschult.

Noch abgeschirmt. Dahinter laufen die Restarbeiten.

Noch abgeschirmt. Dahinter laufen die Restarbeiten. Foto: Ulrich Gösmann

Und die alte Aufgusssauna? „Wir werden sie ruhiger bespielen“, sagt Betriebsleiter Thomas Schliewe. Möglicherweise mit einer Aufgussautomatik. Sie werde ein Rückzugsraum für die, die sich Ruhe wünschen.

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