Romfahrt des Berufskollegs St. Michael
Beeindruckt von der Heiligen Stadt

Ahlen / Rom -

Alle Schüler des Berufskollegs St. Michael waren jetzt für einige Tage in Rom. Neben zahlreichen Besichtigungen war ein weiterer Höhepunkt ein Gottesdienst im Petersdom.

Donnerstag, 08.11.2018, 16:52 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.11.2018, 15:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 08.11.2018, 16:52 Uhr
Eine Besichtigung des Kolosseums stand bei der Romfahrt des Berufskollegs St. Michael ebenfalls auf dem Programm.
Eine Besichtigung des Kolosseums stand bei der Romfahrt des Berufskollegs St. Michael ebenfalls auf dem Programm. Foto: Berufskolleg

Waren die ersten Tage der Romwallfahrt des Berufskollegs St. Michael aus Ahlen vom Besichtigungsprogramm und von der Generalaudienz auf dem Petersplatz geprägt, so standen die folgenden Tage unter dem Vorzeichen der Gedenktage Allerheiligen und Allerseelen.

Es fügte sich im Programm in besonderer Weise, dass die Schüler am Tag Allerheiligen, an dem der Verstorbenen gedacht wird, gleich zwei Orte besichtigte, die diese Perspektive aufgriffen, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule. Mit der Besichtigung des Kolosseums rückte dabei jener Ort ins Bewusstsein, an dem wie an keinem anderen Ort der Welt, so viele Menschen zu Tode kamen. Geschätzte 400 000 Menschen ließen dort durch blutige Kämpfe ihr Leben, weshalb das Kolosseum heute als Mahnmal für die Ächtung der Todesstrafe dient.

Österliche Perspektive

In der Damitilla-Katakombe begrüßte Pater Manfred, Steyler Missionar, die Schüler. Dort hatten die Christen ihre Verstorbenen in den unterirdischen Gängen, deren Gesamtlänge 17 Kilometer auf fünf verschiedenen Ebenen beträgt, bestattet. „Wagen sie mit dem Blick in die Gräber einen Blick in die Zukunft“, ermutigte Pater Manfred schmunzelnd die Jugendlichen. Denn das, was am Ende des Lebens eines Menschen zurück bleibe sei Staub. Zugleich verwies er auf die zahlreichen Malereien in der Katakombe. Sie seien Ausdruck der Freude am Glauben und der Freude auf ein Wiedersehen.

Diese österliche Perspektive griffen die Schüler auf, als sie am folgenden Tag Allerseelen einen Gottesdienst im Petersdom feierten, den sie selber vorbereitet hatten. Dr. Ludger Kaulig ging in seiner Predigt von der beeindruckenden Baukunst des Petersdoms aus, die für die Lebensfreude stehe.

Wagen sie mit dem Blick in die Gräber einen Blick in die Zukunft.

Pater Manfred

Christen hätten allen Grund zur Annahme, dass mit dem Tod nicht alles ende. Diese Perspektive durchwirke den ganzen Bau des Petersdomes. Angefangen von den Papstgräbern im Keller und dem Petrusgrab unter dem Altar und strahle bis oben in die Kuppel. Und dieser Perspektive schließe er sich gerne an: Wer mag, könne sich gerne mit diesem Leben zufriedengeben; er aber möchte ewig leben – jetzt schon unter dem offenen Himmel Gottes. Und vom „Wie“ der Ewigkeit lasse er sich dann gerne überraschen.

Zuversicht

In dieser Zuversicht entzündeten die Schüler eine dazu eigens gestaltete Gedenkkerze für die Verstorbenen der Schulgemeinschaft, den Verstorbenen Schwestern vom Orden Unserer Lieben Frau und für den unlängst verstorbenen emeritierten Weihbischof Friedrich Ostermann.

Nach einem Begegnungsabend mit elf Schwestern aus dem Generalat vom Orden Unsere Lieben Frau, der das Berufskolleg vor 115 Jahren in Ahlen gründete, endete die Romwallfahrt mit einer Abschlussfete auf dem Campingplatz.

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