CDU stellt Prüfantrag
Mehrzweckhalle fürs Hellbachdorf?

Vorhelm -

Mit einem Prüfauftrag, ob in Vorhelm eine neue Mehrzweckhalle errichtet werden kann, richtet sich die CDU jetzt an die Stadtverwaltung. Die schwindenden Möglichkeiten für größere Veranstaltungen sind derzeit ein großes Thema im Dorf.

Montag, 12.11.2018, 17:10 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 12.11.2018, 17:10 Uhr
Im „Weißen Saal“ der Hellbachhalle fanden bis 2001 die Vorhelmer Prinzenproklamationen statt, im großen Saal gab es Erntedank- und Winterfeste, politische Veranstaltungen und mehr. Den Vereinen brachen jetzt mit der Schließung des Gasthauses Pelmke wichtige Alternativkapazitäten weg, die das verbliebene Hotel-Restaurant Witte nicht allein auffangen kann.
Im „Weißen Saal“ der Hellbachhalle fanden bis 2001 die Vorhelmer Prinzenproklamationen statt, im großen Saal gab es Erntedank- und Winterfeste, politische Veranstaltungen und mehr. Den Vereinen brachen jetzt mit der Schließung des Gasthauses Pelmke wichtige Alternativkapazitäten weg, die das verbliebene Hotel-Restaurant Witte nicht allein auffangen kann. Foto: Christian Wolff

Die CDU will die Stadtverwaltung beauftragen, den Bau einer neuen Mehrzweckhalle für Vorhelm zu prüfen. Das ist ein zentrales Ergebnis der Haushaltsklausur vom Wochenende.

Der Zeitpunkt könnte nicht passender sein: Gerade erst hat die KG „Klein-Köln“ verkündet, ihre Gala-Prunksitzung und den Kinderkarneval nach Ahlen zu verlegen, weil in Vorhelm keine alternative Festmöglichkeit mehr nutzbar ist (die „AZ“ berichtete). Zugleich muss die traditionelle Weiberfastnachtsfete gänzlich ausfallen. Andere Festivitäten mit mehr als 100 Gästen werden derzeit gar nicht mehr geplant oder weitergedacht.

„Wir finden, es ist an der Zeit, sich grundsätzlich Gedanken zu machen“, sagt Hubertus Beier auf „AZ“-Anfrage. „Der Vorstand der Ortsunion unterstützt den Prüfauftrag für eine Mehrzweckhalle und hat diesen bereits einstimmig in einer Vorstandssitzung beschlossen.“ Im Vorfeld seien auch Gespräche mit der TuS Westfalia und dem Allgemeinen Schützenverein gelaufen, die als größte örtliche Vereine nicht minder von der aktuellen Situation betroffen sind.

Seit 2001 steht die 1973 eröffnete Hellbachhalle an der Dorffelder Straße nicht mehr für Großveranstaltungen zur Verfügung, nachdem die Stadt Ahlen sie trotz massiver Proteste der örtlichen Vereine an einen Dachdeckerbetrieb verkauft hat. Mit der Schließung des Gasthauses Pelmke vor mehr als sieben Monaten schwand auch der bestmögliche Platz für alternative Zeltveranstaltungen. Das Hotel-Restaurant Witte als einzig verbliebene Gaststätte im Dorf, die über keinen Zeltplatz verfügt, kann den großen Bedarf allein nicht auffangen. In einigen Fällen gab es bereits unauflösliche Terminkollisionen – und Platzprobleme.

Zusätzliche Feste wie der gemeinsame Erntedank von Landjugend, Landwirten und Kirchengemeinde oder die Herbst- und Winterbälle, die früher in Vorhelm zum Standardprogramm gehörten, sind ebenfalls seit rund 17 Jahren aufgrund der fehlenden Hellbachhalle Geschichte. Auch politische Veranstaltungen wie Parteitage oder Podiumsdiskussionen sind im Wibbeltdorf inzwischen nur noch in kleinerem Umfang machbar.

Die Stadt verkaufte das Veranstaltungszentrum Hellbachhalle trotz der Proteste der Vorhelmer Vereine.

Die Stadt verkaufte das Veranstaltungszentrum Hellbachhalle trotz der Proteste der Vorhelmer Vereine. Foto: Christian Wolff

„Es sollte zugleich geprüft werden, ob es möglich ist, die geplante Halle neben Kulturveranstaltungen auch für diverse Sportarten zu nutzen. Da gibt es ebenso Bedarf in Vorhelm“, sagt CDU-Fraktions- und Stadtverbandschef Peter Lehmann. „Jetzt muss geschaut werden, welche Grundstücke für das Projekt in Frage kommen. Wir freuen uns ja, dass Vorhelm wächst. Es gibt eine gute Entwicklung bei den Vereinen, bald einen zweiten Kindergarten, viele junge Familien. Da müssen wir nun auch die Details für die Zukunftsplanung in Angriff nehmen. Ich glaube, die Hallenidee ist für Vorhelm durchweg positiv.“

Lehmann betont nebenbei, dass über 60 Prozent der Prüfaufträge, die bei der Klausurtagung beschlossen wurden, aus den Reihen der Ortsunionen stammen. „Ihre Ideen haben Gewicht, sie sind nah an den Bürgern.“

Ich glaube, die Idee ist für Vorhelm durchweg positiv.

Peter Lehmann
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