Stimmungsbild im Ortsausschuss Vorhelm
Hallen-Idee stößt auf Wohlwollen

Vorhelm -

Die Marschrichtung ist einmütig: Im Ortsausschuss wurde am Dienstagabend begrüßt, den Bau einer Mehrzweckhalle für Vorhelm zu prüfen. Dennoch ist der damals umstrittene Verkauf der Hellbachhalle längst nicht vergessen.

Mittwoch, 14.11.2018, 16:34 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 14.11.2018, 16:15 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 14.11.2018, 16:34 Uhr
Blick in den großen Saal der früheren Hellbachhalle: Um ihren Verkauf gab es ein beispielloses politisches Gezerre, bei dem die Vorhelmer Vereine am Ende das Nachsehen hatten. Dennoch begrüßten die weiteren Parteien den aktuellen CDU-Vorstoß.
Blick in den großen Saal der früheren Hellbachhalle: Um ihren Verkauf gab es ein beispielloses politisches Gezerre, bei dem die Vorhelmer Vereine am Ende das Nachsehen hatten. Dennoch begrüßten die weiteren Parteien den aktuellen CDU-Vorstoß. Foto: Christian Wolff

Der Vorstoß der CDU-Ortsunion, den Bau einer Mehrzweckhalle für Vorhelm prüfen zu lassen, fand im Ortsausschuss am Dienstagabend durchweg positives Echo. Ein entsprechender Antrag hat bereits das Rathaus erreicht, wie Stadtverbandschef Peter Lehmann der Presse unmittelbar vor der Sitzung mitteilte.

„Hier setzen wir Zeichen für die Zukunft Vorhelms“, meinte der Ortsausschussvorsitzende Hubertus Beier . Für seine Fraktion stellte Erhard Richard ( CDU ) die noch junge Idee vor und bat gleich darum, im Dorf an einem Strang zu ziehen und nicht die Namen derer zu nennen, die für den heutigen Zustand fehlender Veranstaltungsmöglichkeiten verantwortlich sind. „Das machen die Medien schon“, sagte er.

Dennoch ließen sich in der folgenden Diskussion so manche Seitenhiebe nicht vermeiden, die im damaligen Verkauf der Hellbachhalle begründet liegen. „Ich muss die Idee loben. Es ist schön, wie sich die CDU von Altlasten Ruhmöllers befreit“, sagte Franz-Josef Kröger (SPD). „Die Halle konnte erst durch den damaligen Bürgermeister und die Stimmen der CDU verkauft werden.“

Alfred Thiemann (l.) erinnerte die CDU daran, dass mit ihren Stimmen der Verkauf der Hellbachhalle erst möglich gemacht wurde.

Alfred Thiemann (l.) erinnerte die CDU daran, dass mit ihren Stimmen der Verkauf der Hellbachhalle erst möglich gemacht wurde. Foto: Christian Wolff

Deutlicher wurde Alfred Thiemann (BMA): „Es gibt politische Fehlleistungen, die im Nachhinein viel Geld kosten. Der Verkauf der Hellbachhalle war eine solche.“ Dass nun eine „neue Hellbachhalle“, wie er sie nannte, geplant werde, sei ehrenwert. Aber wenn er sehe, dass Ahlen über Jahre nicht imstande sei, über die Zukunft von Rathaus und Stadthalle zu entscheiden, beschleiche ihn Unbehagen. „Ich kann die CDU da nicht völlig entlasten“, so Thiemann.

Es bringe niemanden weiter, zurückzuschauen, entgegnete ihm Erhard Richard. „Aber es tut sicher gut, einmal seinen Frust herauszulassen.“ Ralf Budt (FWG) riet dazu, sich bei der weiteren Planung an der Dolberger Mehrzweckhalle zu orientieren. „Ja“, antwortete Hubertus Beier mit einem Augenzwinkern. „Unsere darf nur nicht so klein werden.“

Auch wenn das Thema nicht zur Abstimmung stand, wollte der Ausschussvorsitzende dennoch ein Stimmungsbild des Gremiums einholen. Das fiel positiv aus: Alle Hände wurden für die Verfolgung des Hallenprojekts gehoben. „Ich denke, das ist ein gutes Signal in Richtung Ahlen“, so Beier.

 

Es ist schön, wie sich die CDU von Altlasten Ruhmöllers befreit.

Franz-Josef Kröger

 

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