Städtisches Gymnasium
Neue Freiräume durch G 9

Ahlen -

Das Städtische Gymnasium ist zu G 9 zurückgekehrt. Die dadurch entstandenen Freiräume sollen gut genutzt werden. Für individuelleres Lernen zum Beispiel.

Mittwoch, 14.11.2018, 20:30 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 14.11.2018, 20:30 Uhr
In einigen Klassenräumen, wie bei Lehrer Sebastians Klasse 9a, hat mit den Smartboards schon das digitale Zeitalter Einzug gehalten.
In einigen Klassenräumen, wie bei Lehrer Sebastians Klasse 9a, hat mit den Smartboards schon das digitale Zeitalter Einzug gehalten. Foto: Ralf Steinhorst

G8 oder Rückkehr zu G9? Die Frage ist am Städtischen Gymnasium längst zugunsten von neun Schuljahren beantwortet, die aktuelle fünfte Jahrgangsstufe profitiert schon davon. Für die kommenden Fünftklässler wird der Lehrplan noch ausgefeilter sein. „Es gibt eine Menge Neuerungen, die wir erklären wollen“, setzt Schulleiter Meinolf Thiemann zur Beschreibung des G9-Gesamtpakets an. Denn ein Jahr mehr Schulzeit biete auch viele neue Freiräume, die genutzt werden sollen, damit Schüler mehr Zeit für intensives und erfolgreiches Lernen haben: „Die Stundentafel wird sich verändern, wir haben im Ganztag also mehr Zeit.“

Das bedeutet mehr Flexibilität und Individualität. Individualität heißt auch flexibleres Lerntempo. Verschiedene Modelle werden zurzeit entwickelt. Mit den neuen Freiräumen soll auch das Zusammenspiel mit den Kooperationspartnern wie Sportvereinen oder Musikschule neu definiert werden. Zudem wird ein Auslandsaufenthalt bei der verlängerten Schulzeit einfacher. Der mittlere Abschluss ist mit G9 wieder nach der zehnten Jahrgangsstufe möglich.

Das Städtische Gymnasium bietet mit MINT, Bilingualität, Musik und Kunst verschiedene Profile an. Die bleiben auch in Zukunft und werden weiter geschärft und ausgebaut. Neu ist, dass mit der Bilingualität, also Lernen in englischer Sprache, auch in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern ein zweites Profil kombiniert werden kann.

Das Konzept „Gute Schule 2020“ greift bei den kommenden Fünftklässlern nach den Sommerferien. Alle sollen ein elternfinanziertes iPad bekommen. In sozialen Härtefällen unterstützt die Schule die Anschaffung über ihre Förderkreise. „Wir wollen keine Zweiklassengesellschaft an der Schule“, will Meinolf Thiemann allen neuen Schülern den Zugang in die digitale Schule sichern. Dazu wird ein flächendeckendes WLAN eingerichtet, in dem die Schule die angebotenen Inhalte steuern kann. „Die Schulbücher werden dadurch aber nicht abgeschafft“, betont die stellvertretende Schulleiterin Dr. Anne Giebel, auch wenn viele Schulbücher zukünftig auch digital als E-Book abrufbar seien.

Am Dienstag, 20. November, führt das Gymnasium um 19.30 Uhr eine Elterninformation für die neuen Fünftklässler durch, in der auf die Änderungen eingegangen wird.

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