Blauer Turm
Einsatz gehört in die Öffentlichkeit

Ahlen -

Soziales Engagement muss gewürdigt werden. Deswegen erhielten am Donnerstagabend zahlreiche Ehrenamtler den „Blauen Turm“ der Bürgerstiftung.

Freitag, 16.11.2018, 15:10 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 16.11.2018, 14:12 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 16.11.2018, 15:10 Uhr
Sie sorgen dafür, dass die Ehrenamtsdichte in Ahlen außergewöhnlich hoch ist: Die Bürgerstiftung zeichnete zehn „Stille Helden“ mit dem „Blauen Turm“ aus.
Sie sorgen dafür, dass die Ehrenamtsdichte in Ahlen außergewöhnlich hoch ist: Die Bürgerstiftung zeichnete zehn „Stille Helden“ mit dem „Blauen Turm“ aus. Foto: Ingrid Kunst

Zehn Ahlener Bürger und sechs Organisationen ehrte die Bürgerstiftung Ahlen am Donnerstagabend in der Lohnhalle mit dem Preis „Blauer Turm“. Mehr als 200 Gäste lauschten den Laudatoren und applaudierten den Geehrten. Die Stiftung vergab die Auszeichnungen zum vierten Mal an die „Stillen Helden“ und besondere Institutionen. Dazu kündigte Vorstand Bernd Ahlmer noch einen Wechsel in der Leitung der Stiftung an.

Zunächst standen die „Stillen Helden“ und ihre Ehrenämter im Mittelpunkt. „Damit wollen wir Mitmenschen, die sonst im Hintergrund wirken, zur öffentlichen Anerkennung ihres Einsatzes für die Gesellschaft verhelfen“, erklärte Stiftungsvorsitzender Franz Tripp .

Das betonte auch Bürgermeister Dr. Alexander Berger: „Für eine Stadt wie Ahlen gibt es hier eine sehr beachtliche Ehrenamtsdichte.“ Dabei nannte er den Wert der Familie als das größte und wohl wichtigste Ehrenamt überhaupt. „Die Familie ist die Basis unserer Gesellschaft.“

Jurymitglied und Stiftungsratsvorsitzender Rudolf Pollex eröffnete die Reihe der „Stillen Helden“ mit den beiden Feuerwehrleuten Robert Pottgüter und Rainer Pottgüter. „Sie sind keine Brüder, aber sicher geistesverwandt. Beide haben sich neben vielem anderen in der Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses hervorgetan“, erklärte er.

Mit dem besonderen Einsatz für und der Aversion gegen Ausgrenzung der schwächsten Menschen, den Flüchtlingen, begründete Pollex die Ehrung von Angelika Knöpker. „Sie ist Redakteurin und kann nicht nur berufsbedingt sehr energisch werden, wenn es gegen Ungerechtigkeiten gegen Flüchtlinge geht.“ Dazu zählte Pollex noch weitere Ehrenämter wie Vorlesepatin oder Schöffin auf. Die Geehrte nutzte die Gelegenheit gleich für einen Werbeblock in Sachen Flüchtlinge: „Ich möchte von dieser Stelle auf den Spieletreff als unverbindliche Kontaktstelle hinweisen.“

Weiter wurde Christa Schwab für ihr vielfältiges Engagement in der Heimatpflege geehrt. Und Werner Danzer, das „Urgestein“ der Zeche Westfalen, nicht nur für seinen Einsatz zum Erhalt des Zechenensembles, sondern auch für die lebendige Schilderung des Püttalltags und gewerkschaftlichen Einsatz.

Gerd Schnafel bekam den „Blauen Turm“ für die unverzichtbare technische Hilfe nicht nur rund um den Sportverein DJK. Als langjähriger Vorsitzender der Caritaskonferenz erhielt Klaus Preuß den „Blauen Turm“ für seine großartige und engagierte Arbeit im Kirchenumfeld. Als Leiter der Sportabzeichenprüfer, Trainer und Mitorganisator des Wintercitylaufes wurde Jürgen Krause ausgezeichnet.

„Seine Stimme wird in Vorhelm gehört, viele öffentliche Einrichtungen dort tragen seine Handschrift“, hob Laudator Tripp Alfons Ossenkamp hervor. Der Architekt erhielt die Auszeichnung für seinen ehrenamtliche Einsatz im Dorf. Als Ratsherr und Awo-Mitglied, als Organisator von Reisen in die Partnerstädte und für das Einstehen für seine nicht immer bequeme Meinung wurde Alois Steinkamp geehrt. „Alois, du verstehst es, Ehrenamt und Humor zu vereinen“, lobte Franz Tripp.

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