Arbeitsagentur und Rotary Club Ahlen
Von der Schulbank auf den Chefsessel

Ahlen -

Ein neues Projekt der Agentur für Arbeit in Kooperation mit dem Rotary Club Ahlen bringt Jugendliche von der Schulbank auf den Chefsessel. Allerdings nur für einen Tag.

Dienstag, 20.11.2018, 18:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 20.11.2018, 18:00 Uhr
Hoffen auf viele interessierte Jugendliche: Wolfgang Abeln (Teamleiter Akademische Beratung AA), Joachim Fahnemann (Geschäftsführer AA), Johannes Ruf (Vorstandsmitglied Kinder- und Jugendstiftung des Rotary Clubs Ahlen) und Paul Berlage (Präsident des Rotary Clubs Ahlen).
Hoffen auf viele interessierte Jugendliche: Wolfgang Abeln (Teamleiter Akademische Beratung AA), Joachim Fahnemann (Geschäftsführer AA), Johannes Ruf (Vorstandsmitglied Kinder- und Jugendstiftung des Rotary Clubs Ahlen) und Paul Berlage (Präsident des Rotary Clubs Ahlen). Foto: Sabine Tegeler

Von der Schulbank in den Chefsessel – eine schnelle Karriere, die sich sicher der eine oder andere junge Mensch wünscht. Möglich wird das jetzt. Allerdings nur für einen Tag und nicht ganz so einfach, wie mancher Schüler vielleicht glaubt.

„Von der Schulbank in den Chefsessel“ ist eine Aktion, die die Agentur für Arbeit zusammen mit dem Rotary Club Ahlen und der Kinder- und Jugendstiftung des Rotary Clubs auf die Beine gestellt hat. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler, die ein Jahr vor dem Abitur stehen.

Das Projekt, sagt Arbeitsagenturleiter Joachim Fahnemann, sei ein Gemeinschaftswerk der drei Institutionen: „Wir wollen Türen öffnen, wo der Zugang sonst nicht so leicht ist.“ Denn die Berufsorientierung für Abiturienten sei überwiegend theoretischer Natur. Aber bei dieser Aktion gehe es darum, konkrete Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen. Denn wer ein ganz praktisches Ziel vor Augen habe, der lerne auch nachhaltiger. Und nicht zuletzt, so Fahnemann, sei auch klar: „Wir brauchen nicht nur Fachkräfte, wir brauchen irgendwann auch Führungskräfte.“

Der Rotary Club Ahlen, ergänzt dessen Präsident Paul Berlage, habe bislang auch eher theoretisch Berufsorientierung unterstützt: „Wir sind in die Schulen gegangen und haben über unsere Berufe erzählt. Aber dieses System ist ein bisschen in die Jahre gekommen.“ Neues sei gefragt, ein Angebot „mit Kick“. Und den biete „Von der Schulbank auf den Chefsessel“ auf jeden Fall.

Mit im Boot sind alle Ahlener Schulen, an denen Abitur gemacht wird: Städtisches Gymnasium, Gymnasium St. Michael, Fritz-Winter-Gesamtschule, Berufskolleg Ahlen Europaschule und Berufskolleg St. Michael. Die Schulleitungen und die jeweiligen Berufsberater hätten die Idee mit großer Begeisterung aufgenommen, freut sich Joachim Fahnemann über die gute Resonanz. Und auch im Rotary Club Ahlen sei das Projekt gut angesiedelt: „Der Rotary Club hat viele Mitglieder in Führungspositionen.“ Für die erste Auflage des Projekts habe man 16 Chefs gewinnen können, die in ihren Unternehmen 19 Sessel für einen Tag jungen Frauen und Männern überlassen und sie vertraut machen mit Managementaufgaben und Mitarbeiterführung.

Wir brauchen nicht nur Fachkräfte, wir brauchen irgendwann auch Führungskräfte.

Joachim Fahnemann

Beteiligte Unternehmen sind die Agentur für Arbeit, BüchnerBarella Assekuranzmakler Herne, Dow Chemical, G&S die balkonbauer, Haus Walstedde, HEB Hagener Entsorgungsbetrieb, Heitkamm Dachbaustoffe, Kaldewei, Sparkasse Vest Recklinghausen, Spedition Neuhaus, Stadt Ahlen, St.-Josef-Stift Sendenhorst, Tierklinik Ahlen, Überörtliche Augenärztliche Gemeinschaftspraxis, Vermessungsbüro Frielinghaus und Volksbank eG.

„Von der Schulbank auf den Chefsessel“ läuft am Donnerstag, 7. Februar. Die Jugendlichen, die teilnehmen wollen, erfahren dazu mehr bei den Berufswahlkoordinatoren ihrer Schule und können bei ihnen bis zum 20. Dezember eine Kurzbewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf abgebeben. „Wie in der Realität“, sagt Joachim Fahnemann: „Nicht jeder Bewerber bekommt einen Platz.“

Eine Auswahlkommission – bestehend aus dem Leiter der Agentur für Arbeit, dem Clubpräsidenten Paul Berlage und dem Vorstand der Sparkasse Vest Recklinghausen, Dr. Peter Lucke – entscheidet, wer letztendlich den Chefsessel für einen Tag besetzen darf.

Eine besonderen Anreiz, sich zu bewerben, gibt es aber auch noch, wie Paul Berlage zum Abschluss verrät: „Wir verlosen unter den Teilnehmern vier Hubschrauberrundflüge.“

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