„Rockvibes“ auf der Zeche
Klettern auf ganz neuen Routen

Ahlen -

Nach monatelanger Vorbereitung öffnen sich auf dem Zechengelände wieder die Türen zur ehemaligen Schwarzkaue. Kletterfreunde können sich bei „Rockvibes“ nach Herzenslust austoben – auf vielen neuen Kletterrouten.

Montag, 26.11.2018, 17:30 Uhr
Hausmeister Ernst Wortschig, die Kletterexperten Gary Bilton, Dirk Mense und Daniel Venne, Hausmeister Peter Przylucky und Hermann Huerkamp freuen sich, wenn‘s im „Rockvibes“ endlich losgeht.
Hausmeister Ernst Wortschig, die Kletterexperten Gary Bilton, Dirk Mense und Daniel Venne, Hausmeister Peter Przylucky und Hermann Huerkamp freuen sich, wenn‘s im „Rockvibes“ endlich losgeht. Foto: Peter Schniederjürgen

Ganz hoch hinaus geht es ab Samstag wieder in der alten Schwarzkaue der Zeche Westfalen. „Wir können endlich eröffnen“, freut sich Dirk Mense . Zusammen mit seinen Partnern und Kletterfreunden Daniel Venne und Gary Bilton hat er die neugestaltete Kletterhalle „Rockvibes“ eingerichtet.

Zahllose neue Routen wurden in der ehemaligen „Big Wall“ geschraubt – mit ebenso neuen Kletterelementen. Auch der Bereich des freien Kletterns, des Boulders, wurde deutlich vergrößert und umgestaltet. „Hier erinnert in der Tat nichts mehr an den Vorgänger“, staunt Hausherr Hermann Huerkamp als Geschäftsführer der Projektgesellschaft Westfalen über den Wandel. Denn die drei selbstständigen Industriekletterer haben keine Kosten und Mühen gescheut. So wurden rund 50 000 Euro investiert. „Alle Routen wurden neu geschraubt, alle Elemente sind auf dem neusten Stand“, zeigt Gary Bilton. Das sei der Grund, warum sich die Eröffnung hinausgezögert hat. „Für die neuen Elemente gibt es enorme Lieferzeiten“, erklärt Daniel Venne. Und nur das Allerneuste wollten die Drei an ihren Wänden sehen und fühlen.

Begeistert führt Dirk Mense die roten Elemente vor. „Die geben ein Gefühl von Granit oder Basalt“, verspricht der Kletterer. Die Qualität dieser Kunststoffklötze ist ein Thema, an dem sich das Team begeistert. „Sie werden mit aufwendigen Verfahren vom Vorbild abgescannt und dann aus ganz speziellen Kunststoffen nachgebildet. Gar nicht einfach“, sagt Gary Bilton.

„Rockvibes“ eröffnen neue Kletterkaue

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  • In der ehemaligen Schwarzkaue der Zeche Westfalen gibt es viel Neues zu erklettern. Foto: Peter Schniederjürgen
  • In der ehemaligen Schwarzkaue der Zeche Westfalen gibt es viel Neues zu erklettern. Foto: Peter Schniederjürgen
  • In der ehemaligen Schwarzkaue der Zeche Westfalen gibt es viel Neues zu erklettern. Foto: Peter Schniederjürgen
  • In der ehemaligen Schwarzkaue der Zeche Westfalen gibt es viel Neues zu erklettern. Foto: Peter Schniederjürgen
  • In der ehemaligen Schwarzkaue der Zeche Westfalen gibt es viel Neues zu erklettern. Foto: Peter Schniederjürgen
  • In der ehemaligen Schwarzkaue der Zeche Westfalen gibt es viel Neues zu erklettern. Foto: Peter Schniederjürgen
  • In der ehemaligen Schwarzkaue der Zeche Westfalen gibt es viel Neues zu erklettern. Foto: Peter Schniederjürgen
  • In der ehemaligen Schwarzkaue der Zeche Westfalen gibt es viel Neues zu erklettern. Foto: Peter Schniederjürgen
  • In der ehemaligen Schwarzkaue der Zeche Westfalen gibt es viel Neues zu erklettern. Foto: Peter Schniederjürgen

Der gebürtige Brite, der in Neuseeland aufwuchs und den die Liebe in Ahlen zum überzeugten Westfalen gemacht hat, ist mit 47 der älteste im Team und am längsten im Job. „Bei einer Schadensanalyse konnte ich mal auf Hermanns Schulter sitzen“, zwinkert er mit britischem Understatement. Hermann ist niemand Geringeres als das Detmolder Hermanns-Denkmal. Bilton holte Daniel Venne ins Boot – oder besser ans Seil – und als letzter stieß Dirk Mense dazu. Der wurde gar von den beiden ausgebildet. „Für mich war es die Erfüllung eines Traums, denn das hier fühlt sich gar nicht nach Arbeit an“, sagt er.

Nun widmet sich das Triumvirat dem Klettersport und der Aus- und Weiterbildung von Kletterkollegen. „Wir haben unsere Öffnungszeiten in der Woche von 16 bis 21 Uhr und am Wochenenden von 10 bis 20 Uhr, um die verschiedenen Nutzungen anzubieten“, betont Venne. „Rockvibes“ ist offen für Teambuilding-Maßnahmen, für Klassen- oder Jahrgangsveranstaltungen und sonst jede Art von Veranstaltungen rund ums Klettern. Denn auf über 1300 Quadratmeter und bis in 20 Metern Höhe ist Platz für über 60 Teilnehmer. Darum kümmern sich neben den drei Geschäftsführern weitere 15 fachkundige Hilfskräfte auf Teilzeitbasis. Sie haben viel Liebe und Herzblut in die Anlage gesteckt.

„Die Routen wurden von externen Spezialisten ausgetüftelt und immer wieder verändert“, zeigt Bilton. So können sie den Kletterfreunden immer wieder wechselnde Routen bis zur Schwierigkeitsstufe „neun“ bieten. „Damit ist aber noch nicht Schluss, wir peilen auch die zehnte Schwierigkeitsstufe an“, sagt Dirk Mense. Denn: Kein Gast soll eine Route zweimal absolvieren.

Alle drei Akteure bedanken sich auf diesem Wege bei ihren Helfern und Unterstützern. „Buchstäblich haben sie mit ihren Mitteln geholfen, vom Bürgermeister bis zum Hausmeister. Ohne die hätten wir das nie geschafft“, betont Dirk Mense und freut sich mit seinen Partnern auf viele kletterfreudige Besucher am Samstag ab 10 Uhr.

 

Hier erinnert in der Tat nichts mehr an den Vorgänger.

Hermann Huerkamp
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