Barbarafeier in der Stadthalle
Kumpel blicken auf letzte Stücke Kohle

Ahlen -

Die letzte Steinkohle von der Zeche Zollverein bekamen die Jubilare des Bezirksvereins Ahlen-Heessen bei der Barbarafeier des Rings Deutscher Bergingenieure (RDB) am Samstagabend in der Stadthalle.

Montag, 03.12.2018, 17:31 Uhr aktualisiert: 03.12.2018, 17:40 Uhr
Der Bezirksverein Ahlen-Heessen des Rings Deutscher Bergingenieure ehrte am Samstagabend in der Stadthalle seine Jubilare.
Der Bezirksverein Ahlen-Heessen des Rings Deutscher Bergingenieure ehrte am Samstagabend in der Stadthalle seine Jubilare. Foto: Reinhard Baldauf

„Das ist wirklich die allerletzte Kohle“, versicherte der Vorsitzende des Bezirksvereins, Ralf Sollmann, bei der Begrüßung. Ein bisschen Wehmut schwang da zweifellos mit. Dabei machte er auf die Aktion „Danke, Kumpel“ aufmerksam. In Ahlen findet diese am 22. Dezember statt. Um 19 Uhr geht es auf den Glückaufplatz los. Dann geht es zum Schacht. Anschließend heißt es „Rockin‘ Christmas“ bei „Rock am Schacht“.

Der besondere Gruß galt neben den anwesenden Jubilaren Festredner Ulrich „Uli“ Dondorf, Geschäftsführer beim RDB-Hauptvorstand, und der Showband „Nightflames“, welche die Feier mit adventlichen Klängen einrahmte. Außerdem galt sein Gruß Krista Gräwe, die an diesem Tag Geburtstag hatte. Sie bekam einen Blumenstrauß und ein Ständchen.

Dem Vorstand dankte Ralf Sollmann für eine gelungene Arbeit im ablaufenden Jahr: „Das ist mir eine Herzensangelegenheit.“ Die Zahl von mehr als 100 Anmeldungen erfreute Sollmann, der dazu feststellte: „Wir sind auf dem aufsteigenden Ast.“ Der Vorsitzende verwies aber auch auf die neue Internetseite des RDB und die Bildung von Telefongruppen, um Kontakt zu den Mitgliedern enger zu gestalten. „Wir haben dieses Jahr einiges auf den Weg gebracht“, befand Sollmann.

Seit 66 Jahren besteht der RDB Ahlen-Heessen und in dieser Zeit habe sich viel getan, berichtete Rolf Sollmann. Er blickte speziell auf die Ruhrkohle AG (RAG). Diese habe sich nach dem Auslaufen der Steinkohle um die „Ewigkeitsaufgaben“ zu kümmern. Es gelte gerade, das Wasser aus den Stollen abzupumpen.

Es gehe für die RAG aber auch um die Wende zu den erneuerbaren Energien. Aktionen von Braunkohle-Gegnern, die sogar Polizisten angegriffen haben, kritisierte er scharf. „Das ist für mich keine Meinungsäußerung“, so Sollmann.

Die Zeitschrift des RDB hob Festredner Ulrich Dorndorf hervor. Sie werde weit über die Mitgliedschaft hinaus intensiv gelesen. Dies zeige die Bedeutung des Rings Deutscher Bergingenieure. E-Autos kritisierte er gleich zu Beginn seiner Ausführungen. Diesel und Benziner seien sauberer. Als Geschäftsführer ärgerte er sich über die neuen Datenschutzrichtlinien. Nicht die großen Firmen wie „Amazon“ würden schwer getroffen, sondern die vielen kleinen Vereine.

Nach den Reden wurden die Jubilare geehrt. Für 25 Jahre im RDB standen Oliver Steiner, Udo Cerny und Ernst Schaffrath zur Ehrung an. Für 40 Jahre waren es Norbert Schulze-Aquack, Karl-Günther Steffenhagen, Kaspar Franke, Johann Abeck und Hermann Marks. Für 50 Jahre wurden Horst Möbius, Ernst Schneider, Walter Apolinarski und Josef Kleinepähler geehrt; für 60 Jahre Ludwig Vorbrink, Hugo Krause, Joachim Boronowsky, Manfred Nawrot und Eckhard Nischwitz.

Wie Ralf Sollmann bekanntgab, beschloss der Vorstand, Dieter Schleifenbaum zum Ehrenmitglied zu ernennen. Er führte von 1980 bis 1991 den Bezirksverein als Vorsitzender. Anschließend war er bis 2008 Beisitzer im Vorstand und kümmerte sich unter anderem um die Betreuung Kranker und Rentner. Unter dem Applaus der Anwesenden bekam Dieter Schleifenbaum die Ehrenurkunde überreicht. Da Jürgen Bernsmann, Techniker der Stadthalle, für den RDB seine „letzte Schicht“ fuhr, bevor in den Ruhestand ging, erhielt er ein Präsent.

Vor dem gemeinsamen Abendessen wurde traditionsgemäß „Glückauf, der Steiger kommt“ mit den obligatorischen Pinnchen Korn gesungen.

Wir haben dieses Jahr einiges auf den Weg gebracht.

Ralf Sollmann
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