Pfarrsekretärin Annelene Fuchs verabschiedet
Die Seele von St. Ludgeri

Ahlen -

„Ich bin ein Aprilscherz“, stellte Annelene Fuchs lachend fest. Am 1. April 1996 trat sie ihre Aufgabe im heutigen Kirchort St. Ludgeri als Pfarrsekretärin und Küsterin an, nach 22 Jahren ging sie jetzt offiziell zum 1. Dezember in den Ruhestand. Wie beliebt sie ist, zeigte ihre Verabschiedung am Sonntagvormittag im Pfarrzentrum St. Ludgeri. Mit einer solch großen Resonanz hatte sie selbst nicht gerechnet.

Montag, 03.12.2018, 21:30 Uhr aktualisiert: 04.12.2018, 10:07 Uhr
Eng war es bei der Verabschiedung im Pfarrzentrum St. Ludgeri. Der Projektchor würdigte sängerisch die Verdienste von Annelene Fuchs. Mit der nun beginnenden Rente werde ihre Freiheit wohl grenzenlos sein.
Eng war es bei der Verabschiedung im Pfarrzentrum St. Ludgeri. Der Projektchor würdigte sängerisch die Verdienste von Annelene Fuchs. Mit der nun beginnenden Rente werde ihre Freiheit wohl grenzenlos sein. Foto: Ralf Steinhorst

Schon im vorhergegangenen Gottesdienst vermutete Pfarrer Dr. Ludger Kaulig, der sehr gute Besuch könne an der Person von Annelene Fuchs liegen. Dort bekam die angehende Ruheständlerin von Verwaltungsreferentin Hildegard Wonnemann sowie Bärbel Aperdannier und Beatrix Macke als Vertreterinnen der Vereine vom Kirchort ein Buch mit Gutscheinen für diverse Freizeittätigkeiten überreicht. Damit es ihr nicht langweilig wird.

Zur Verabschiedung im Pfarrzentrum hatte Pfarrer Dr. Ludger Kaulig ein Kreuz mitgebracht, dass früher im Pfarrsaal hing und vor dem Abriss gerettet werden konnte. Er verglich Annelene Fuchs symbolisch mit jenem Kreuz: „Sie haben sich viel Mühe gemacht, alles Wichtige hier am Leben zu erhalten.“ Ihr sei es gelungen, Beziehungen zu pflegen. In diese Lobeshymnen stimmte Carola Paulmichl, Vorsitzende des Pfarreirats, mit ein: „Du bist die Seele von St. Ludgeri.“

Seit April 1996 gab es in St. Ludgeri einen leibhaftigen Engel.

Martin Feldmann

Sportlich drückte es Angelika Aperdannier, Sprecherin der Mitarbeiter des Pfarrbüros, aus: „Es steht jetzt Unentschieden – sechs Sekretärinnen verabschiedet, sechs sind noch übrig.“ Wobei sie eine Eigenschaft der scheidenden Kollegin herausstrich: „Niemand liest so gut Korrekturen wie du.“ Das treffe nicht zuletzt auf die Pfarrnachrichten zu.

Das erste Abschiedsgeschenk gab es schon im Gottesdienst für Annelene Fuchs (2.v.r.).

Das erste Abschiedsgeschenk gab es schon im Gottesdienst für Annelene Fuchs (2.v.r.). Foto: Ralf Steinhorst

Auch Martin Feldmann, ehemaliger Pfarrer in St. Ludgeri, sowie Pastoralreferent Ludger Seibert, heute in Telgte tätig, waren gekommen. Feldmann zog einen Vergleich heran, der zur Weihnachtszeit passt: „Manchmal kommen Engel geflogen, seit April 1996 gab es in St. Ludgeri einen leibhaftigen Engel.“ Es gebe viele Dinge, die man nicht lernen könne, sondern einfach mitbringe. Bei Annelene Fuchs sei Letzteres der Fall gewesen.

„Ich werde noch weiter in der Gemeindecaritas organisieren“, kündigte die ehemalige Pfarrsekretärin an, sich nicht gänzlich zurückziehen, und genoss dann das Abschiedslied des Projektchores aus Arbeitskolleginnen und Kirchortaktiven unter der Leitung von Martin Göcke: „Dann kommt die Rente. Da muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.“

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