Reaktion auf Absage der Schulberatung
CDU begrüßt Entscheidung des Bürgermeisters

Ahlen -

Wird die Sekundarschule zu einer zweiten Gesamtschule umgewandelt? Aus dieser vermeintlich einfachen Frage hat sich innerhalb kürzester Zeit eine kompliziert anmutende Gemengelage entwickelt, welche die Kommunalpolitik auf gleich mehreren Feldern herausfordert.

Montag, 03.12.2018, 19:00 Uhr
CDU-Fraktions- und Stadtverbandschef Peter Lehmann und Matthias Harman, Vorsitzender des Schul- und Kulturausschusses, freuen sich, dass die Schulentscheidung verschoben wird.
CDU-Fraktions- und Stadtverbandschef Peter Lehmann und Matthias Harman, Vorsitzender des Schul- und Kulturausschusses, freuen sich, dass die Schulentscheidung verschoben wird. Foto: Ulrich Gösmann / Christian Wolff

Einen Punkt hinter die Sache machen und in Ruhe Weihnachten feiern können, das hätte sich Matthias Harman, Vorsitzender des Schul- und Kulturausschusses, gerne gewünscht. Doch das Thema wird in Ahlen nun auch außerhalb der Schulmauern heiß diskutiert. Zu heiß, um einfach zum Tagesgeschäft überzugehen. Von einer schnellen, mutmaßlich sogar überstürzten Entscheidung rät die CDU daher ab.

„Es ist gut, dass sich viele Bürger mit diesem Thema befassen, schließlich geht es da um die Zukunft der jungen Generation. Und auch wir wollen uns gerne intensiver damit beschäftigen“, sagt der Christdemokrat. „Viele von uns würden die Entscheidung zur Errichtung einer Sekundarschule gerne wieder zurücknehmen, aber das geht natürlich nicht.“ Harman selbst betont, einen solchen „Fehler“ nicht noch einmal machen zu wollen. Bestärkt in dieser Auffassung habe ihn ein Gespräch mit seinem Fraktions- und Parteivorsitzenden. „Es gibt für vieles ein Für und ein Wider. Wir haben nach wie vor Bedenken hinsichtlich der Entwicklung der Oberstufen. Es gibt niemanden, der uns garantieren kann, dass nicht andere Ahlener Schulen und auch Schulen im Umfeld von Ahlen unter dieser Entscheidung leiden werden“, so Peter Lehmann.

Harman hebt hervor: „Wir wissen, dass an der Sekundarschule sehr gute Arbeit geleistet wird. Darüber herrscht absolutes Einvernehmen.“ Doch dreistellige Ablehnungen an der Fritz-Winter-Gesamtschule seien ein Umstand, der zum Reagieren zwinge, so Lehmann. „Hier muss der Elternwille klar berücksichtigt werden. Allerdings darf man sich die Frage stellen, ob eine Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule

das Problem tatsächlich ad hoc lösen würde.“

Befürworter der Umwandlung seien überzeugt, dass die Schule danach gleichberechtigt auf dem Lehrermarkt auftreten und somit schneller entsprechendes Personal bekommen kann.

Auch wenn die Lenkungsgruppe seit dem vergangenen Jahr schon tagt, um das Thema zu erörtern, sei es in der Politik laut Matthias Harman erst wenige Wochen akut. „Die Schnelligkeit, mit der uns die Sache nun erreicht, überfordert diejenigen, die sich eben noch nicht so intensiv damit befasst haben. Wir wollen aber, dass alle, die hier mitentscheiden, auf einem Stand sind. Aus diesem Grund begrüßen wir die Entscheidung unseres Bürgermeisters Dr. Alexander Berger, die Vorlage zur Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule nicht auf die Tagesordnungen des Hauptausschusses und des Rates zu setzen“, so Peter Lehmann abschließend.

Ziel muss in einer solch wichtigen Frage sein, dass wir einen großen Schulkonsens hinbekommen. „Wichtig ist, dass wir auch die CDU Mitglieder zu dieser Frage informieren und ins Gespräch kommen. Dies wäre bis zu damals angedachten Entscheidung am 13. Dezember nur schwer möglich gewesen.“

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