Konzert der „Jazzpoeten“
Harmonisches Miteinander

Tönnishäuschen -

Mit unterhaltsam leichten Songs und Texten, die das Leben mit einem Augenzwinkern betrachten, spielten sich die „Jazzpoeten“ am Samstagabend in die Herzen ihres Publikums. Die Münsteraner waren in der Kultgaststätte „Pängel-Anton“, dem alten Bahnhof Tönnishäuschen, zu Gast.

Dienstag, 04.12.2018, 10:30 Uhr aktualisiert: 04.12.2018, 10:50 Uhr
Guter Ton im „Pängel-Anton“: Die „Jazzpoeten“ aus Münster begeisterten mit turbulentem, sprudelndem, aber auch feinfühligem Gesang mit Texten über das Leben, die Liebe und als Zugabe mit der Anleitung zum Glücklichsein,
Guter Ton im „Pängel-Anton“: Die „Jazzpoeten“ aus Münster begeisterten mit turbulentem, sprudelndem, aber auch feinfühligem Gesang mit Texten über das Leben, die Liebe und als Zugabe mit der Anleitung zum Glücklichsein, Foto: Martin Janzik

Vor ausverkauftem Haus, spielte das Trio bereits zum vierten Mal an dieser Stelle, so dass sich viele Wiederholungstäter auf den Plätzen fanden, die sich das Konzertereignis nicht entgehen lassen wollten. Am Kontrabass verzauberte der gebürtige Hamburger Jan Kobrzinowski das westfälische Publikum mit seinem stilsicheren Taktgefühl und untermalte gekonnt das kleine Ensemble. Die erste Stimme hat Manu Kösters sicherlich für sich entdeckt. Mit feinsinnigen, aber auch humorvollen Texten, unter anderem vom Pianisten Volker Rasch, gaben die „Jazzpoeten“ ihre pure Leidenschaft und dem Abend einen sowohl humorvollen als auch anregenden Charakter. Turbulenter, sprudelnder, aber auch feinfühliger Jazz-Gesang mit Texten über das Leben, die Liebe und als Zugabe mit der Anleitung zum Glücklichsein, kamen aufs Tapet.

Mit Titeln wie „Hallo Sie“, „Wissenschaft“, „Pack deine Sachen“ oder „Zwanzig iQ“ zeigten die singenden Poeten ihre beachtliche Bandbreite sowie das Spektrum ihres Könnens mit eigenen Arrangements. Mit „Für Frauen kein Problem“, welches in der Tat ein Cover von Max Raabe ist, erzeugten die Münsteraner so manches Lächeln im Publikum.

Im zweiten Set wurden dann noch „15 Tipps“, die Volker Rasch offenkundlich für Manu Kösters persönlich geschrieben hatte, von ihr zu Gehör gebracht. Das Trio besang und erzählte Anekdoten, beschrieb Gedanken und gab textsicher unterschiedliche Ratschläge für ein harmonisches Mit- und Füreinander. Gerade mit deutschen Texten und der swingenden Tonfolge, groovten die „Jazzpoeten“ mehrfach und gaben dem einen oder anderen sicherlich ein wenig Kopfkino mit auf dem Heimweg. Virtuose musikalische Jazz- und Swing-Lyrik zum Genießen, die auf der Grundlage unterschiedlicher Jazzklassiker von Volker Rasch arrangiert und textlich optimiert und geschrieben wurden, zeigten beim Publikum großen Anklang. Mit den zwei Stücken „Ich hab geträumt“ und „Mundwinkel hoch“ gab das Poetentrio seine Zugabe und zeigte mit einzelnen Solos, wie unbeschwert musikalische Literatur sein kann.

Wer die „Jazzpoeten“ im „Pängel-Anton“ verpasst hat, bekommt kurz vor dem Jahresende am 29. Dezember noch einmal die Chance, das kleine Ensemble mit größerer Besetzung im „Hot-Jazz-Club“ am Hafen von Münster live zu erleben.

 

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