Feuerwehrausbildungsstätte Brockhausen
Mindestgebot: 246 000 Euro

Ahlen -

Jugendgästehaus, Wohnen, Praxen...? Vieles ist denkbar für die Feuerwehrausbildungsstätte Brockhausen, die die Stadt Ahlen jetzt im Bieterverfahren auf den Markt bringt. Aber nicht alles machbar.

Mittwoch, 12.12.2018, 12:15 Uhr aktualisiert: 12.12.2018, 17:10 Uhr
Gewohnt und gearbeitet wird vielleicht schon bald in der früheren Feuerwehrausbildungsstätte in der Bauerschaft Brockhausen.
Gewohnt und gearbeitet wird vielleicht schon bald in der früheren Feuerwehrausbildungsstätte in der Bauerschaft Brockhausen. Foto: Ulrich Gösmann

Ihrem Traum vom Wohnen und Arbeiten im Außenbereich können jetzt Interessierte in Ahlen ein Stück näher kommen. In der Hagenbrede verkauft die Stadt Ahlen jenes Gebäude mit Grundstück, das bis vor etwa einem Jahr als Feuerwehrausbildungsstätte Ahlen-Brockhausen (FAS) genutzt wurde. Erwartet wird für die im westlichen Stadtgebiet liegende Liegenschaft eine „adäquate Nachnutzung“, wie es im Exposé heißt, das jetzt auf der Homepage der Stadt Ahlen unter www.ahlen.de veröffentlicht ist.

Bei der Immobilie handele es sich um „ein erhaltenswertes, das Bild der Kulturlandschaft prägendes Gebäude“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Ahlen. Für das Grundstück von 5917 Quadratmeter beträgt das Mindestgebot 246 000 Euro. Es umfasst auf seiner nördlichen Teilfläche das 1945 als Volksschule errichtete Gebäude mit einer Nutzfläche im Erdgeschoss von 285 Quadratmeter. Details seien dem Exposé beigefügten Gutachten zur Ermittlung des Marktwertes zu entnehmen.

Im südlichen Teil des Grundstücks liegen der Löschteich, zwei Unterstände sowie an der östlichen Grundstücksseite der Turm für Brandschutzübungen mit nebenliegenden Feuerlöschübungsplatz mit Betonwanne für Kleinfeuer. Laut Exposé sind die Kubatur sowie die vorhandenen Fassaden und das Dach „mit seinen charakteristischen Gauben des die Kulturlandschaft prägenden Gebäudes zu erhalten, dazu gehören auch die Materialität sowie die Farbigkeit.“ Anbauten oder weitere bauliche Maßnahmen zur Errichtung von weiteren Gebäuden auf dem Grundstück seien unzulässig. Lediglich innerhalb des Gebäudes dürfen Änderungen vorgenommen werden, soweit sie bauordnungsrechtlich zulässig sind. Die geplante Nutzungsänderung ist genehmigungspflichtig.

Mit im Paket: der Turm für Brandschutzübungen.

Mit im Paket: der Turm für Brandschutzübungen. Foto: Ulrich Gösmann

Mögliche Nutzungen aufgrund der Lage des Gebäudes im sogenannten Außenbereich werden nach Paragraf 35 (4) Nr. 4 Baugesetzbuch (BauGB) beurteilt. Die künftigen Nutzungen müssen außenbereichsverträglich sein – von Intensivnutzungen (zum Beispiel Nutzungen mit hohem Verkehrsaufkommen) ist abzusehen. Vorstellbar wären unter anderem Nachnutzungen wie Jugendgästehaus, Wohnen oder auch freie Berufe und Praxen. Die Nutzung des künftigen Eigentümers werde im Rahmen der Vergabe zunächst durch die Bauordnung geprüft, heißt es aus dem Rathaus. Nur zulässige Nutzungen würden in das weitere Bieterverfahren eingehe

Vorab hat jeder Bieter die Möglichkeit, die Liegenschaft gemeinsam mit Vertretern der Stadt Ahlen zu begehen. Im Rahmen dieses Ortstermins besteht auch Gelegenheit, offene Fragen zu klären. Besichtigungstermine können mit Jan Hintemann vom Zentralen Gebäudemanagement unter Telefon 5 95 23 ( hintemannj@stadt.ahlen.de ) abgestimmt werden.

Wer sich um die Vergabe des Grundstücks bewerben möchte, muss ein rechtsverbindliches Angebot abgeben, das ein Nutzungskonzept für das Gebäude sowie Gestaltungskonzept für die Außenanlagen enthält. Das unterzeichnete Angebot ist einzureichen bis zum Eröffnungstermin am 1. März 2019 bei der Stadt Ahlen, Der Bürgermeister (Fachbereich 6/ 6.1L), Herr Merzmann -persönlich- , Südstraße 41, 59227 Ahlen. Weitere Auskünfte enthält das Exposé auf der Internetseite unter https: //www.ahlen.de/start/themen/bauen-planen/baugrundstuecke/staedtische-grundstuecke/. Im Fachbereich Stadtentwicklung und Bauen steht für Informationen Hartmut Merzmann unter Telefon 5 93 14 ( merzmannh@stadt.ahlen.de ) zur Verfügung.

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