Singspiel „Hänsel und Gretel“ in der Stadthalle
Aus sechs Rollen 110 gemacht

Ahlen -

Das Singspiel „Hänsel und Gretel“ führte die Kreismusikschule am Samstag und Sonntag zweimal in der Stadthalle auf. Eine opulente Inszenierung mit 110 Mitwirkenden.

Sonntag, 16.12.2018, 20:00 Uhr
Für ihre Darbietung wurden die 110 Akteure auf der Bühne von den Besuchern in der Stadthalle am Samstag frenetisch gefeiert.
Für ihre Darbietung wurden die 110 Akteure auf der Bühne von den Besuchern in der Stadthalle am Samstag frenetisch gefeiert. Foto: Dierk Hartleb

Das Märchen ist alt, die Oper datiert aus dem frühen 1890er Jahren, ist also spätromantisch, ihr Komponist Engelbert Humperdinck war ein Bewunderer Richard Wagners.

Mit seiner Bearbeitung der Vorlage, die wegen ihres Themas auch als Kinderoper gilt, ist Dr. Wolfgang König ein Kunststück gelungen. In Zusammenarbeit mit Ehefrau Veronika te Reh, die das Libretto geschrieben hat, brachte er am Samstag bei der Premiere des Singspiels der Schule für Musik des Kreises Warendorf in der Stadthalle 110 Akteure auf die Bühne, Humperdinck und seine Schwester Adelheid Wette haben die Oper ursprünglich für sechs Personen angelegt.

Die über 500 Premierengäste erlebten eine opulente Inszenierung mit zahlreichen kleinen dramaturgischen und choreographischen Finessen. So erfand Veronika te Reh außerhalb des eigentlichen Märchens um Hänsel und Gretel, die Hexe und die Eltern, Mutter Gertrud und Vater Besenbinder, noch eine ganze Sippschaft um den Komponisten, seine Schwester Adelheid, deren Mann und ihre sechs Kinder, den Großvater des Komponisten und den Musikstudenten, der die Oper als musikalisches Singspiel einstudiert, das zugleich seine Examensarbeit werden soll.

„Wir standen vor der Aufgabe, viel zu viele Rollen auf wenige Personen zu verteilen“, schildert Wolfgang König die Ausgangssituation. „Das ist am Theater oft so.“ Deshalb wurden die Figuren von Hänsel und Gretel doppelt besetzt und viele Rollen für den „Crossoverchor“ und die „Crossies“ dazu geschrieben.

Neben den eigentlichen gibt es daher kleine und größere Engel, eine Zaubermaus, einen Zaubervogel, ein Sandmännchen- und ein Traummännchen-Trio, ein Hexen-Rudel, lebende Bonbons und Irrlichter.

Die Zuschauer belohnten die opulente Aufführung mit Beifallsstürmen. Für Veronika te Reh und Wolfgang König gab es eine unerwartete Ehrung durch Tonmeister Andreas Burkhardt aus Schwerte für 30-jährige erfolgreiche Zusammenarbeit. (Weiterer Bericht folgt.)

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