Verkaufsoffener Sonntag
Kampf gegen Internet-Konkurrenz

Ahlen -

Beim „Black Friday“ das ultimative Schnäppchen ergattern? Oder während der sogenannten „Black Week“ auf Rabatte in schwindeler­regender Höhe hoffen? Das tun anscheinend auch in Ahlen immer mehr Verbraucher. Die Folge: eine oft leere Fußgängerzone und ein sehr schleppend anlaufendes Vorweihnachtsgeschäft. Da kam für viele Einzelhändler der gestrige verkaufsoffene Sonntag gerade richtig.

Montag, 17.12.2018, 11:38 Uhr aktualisiert: 21.12.2018, 15:38 Uhr
Leckere Waffeln bot der Nachwuchs der Pferdesportgemeinschaft Alt-Ahlen vor der Mayerschen Buchhandlung Sommer an und freute sich über eine Aufbesserung der Vereinskasse.
Leckere Waffeln bot der Nachwuchs der Pferdesportgemeinschaft Alt-Ahlen vor der Mayerschen Buchhandlung Sommer an und freute sich über eine Aufbesserung der Vereinskasse. Foto: Martin Feldhaus

„Wir erwarten heute schon eine Menge“, zeigte sich beispielsweise Andreas Frenz, Geschäftsführer von „Expert Promedia“ am frühen Nachmittag optimistisch. Zu diesem Zeitpunkt füllte sich der Elektrofachmarkt langsam mit zahlreichen Kunden, die sich auf die Jagd nach Angeboten begaben. „Es ist ein allgemeiner Trend, dass die Kunden mittlerweile erst kurz vor Weihnachten einkaufen“, verdeutlicht Frenz im Gespräch mit der „AZ“. Gerade die Kombination aus verkaufsoffenem Sonntag und dem „Ahlener Advent“ sei hier besonders attraktiv und helfe den Einzelhändlern, mehr Kunden als üblich anzulocken. Für die gab es bei „Promedia“ auch noch ein zusätzliches kulinarisches Highlight. Köchin Rita servierte zahlreiche Laugenbrötchen und gab „falsche Hasen“ und leckeres gebratenes Gemüse an die Kunden weiter. Gaumenfreuden genießen und nach Herzenslust shoppen? Das war am Sonntag also beides zeitgleich möglich.

Wir erwarten heute schon eine Menge.

Andreas Frenz („Promedia“)

Ein verkaufsoffener Sonntag kurz vor Heiligabend? Das ist eigentlich wie gemacht für die Spielzeughändler auf der Oststraße. Zumal das bisherige Weihnachtsgeschäft hier nicht so gut lief. „Wir merken die Konkurrenz durch die Internethändler schon deutlich“, erklärte Maria Spork von der „Rappelkiste“. Zudem mache ihnen zu schaffen, dass mittlerweile zunehmend auch Discounter und Drogerien Spielzeug im Sortiment führen. Und das zu Preisen, die sie selbst nicht anbieten könnten. „Die Leute lassen sich hier umfänglich beraten und kaufen dann online“, berichtet Spork von einer Entwicklung, die dem stationären Einzelhandel in bestimmten Branchen zunehmend zusetzt. Da kam es gerade recht, dass am Sonntag doch zahlreiche Geschenke für kleine Erdenbürger über die Ladentheke gingen und unter den Ahlener Weihnachtsbäumen landen werden. Und was liegt hier so im Trend? „Im Moment fragt jeder nach LOL-Kugeln“, hatte Spork einen Geheimtipp für alle Eltern und Großeltern parat. Hierbei handelt es sich um kleine Sammelkugeln, in denen sich beispielsweise Puppen oder Hunde verstecken und die offensichtlich bei den über Dreijährigen ein echtes Sammelfieber ausgelöst haben.

Verkaufsoffener Sonntag in Ahlen

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  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus
  • Am dritten Adventssonntag zog das zuvor eher schleppend verlaufene Vorweihnachtsgeschäft in Ahlen an. Foto: Martin Feldhaus

Für die Eltern bieten sich natürlich Bücher immer als Weihnachtsgeschenk an. Die aktuellen Bestseller gibt es bei der Mayerschen Buchhandlung Sommer. „Es könnte ein bisschen besser laufen“, bestätigt Geschäftsführerin Corinna Büscher die Einschätzung zahlreicher anderer Kaufleute in der Oststraße. Am Sonntag verkaufen sich insbesondere zwei Bücher dennoch sehr gut. Michelle Obamas „Becoming“ und „Muttertag“ von Nele Neuhaus werden wohl nach Weihnachten besonders häufig gelesen werden.

Neben Geschenken sind es vor allem Deko-Artikel, nach denen viele kurz vor Weihnachten gezielt Ausschau halten. Besonders gefragt seien „verschiedene Kugeln für den Weihnachtsbaum“, berichtet „Depot“-Mitarbeiterin Chris-Shannon Gormann im Gespräch mit der „AZ“. Doch der absolute Kassenschlager seien in diesem Jahr erneut Popcornmaschinen. Wenn an den Feiertagen das Heimkino eröffnet, gehören die wohl für viele Ahlener einfach dazu.

Wenn man an den Feiertagen Gäste erwartet, lohnt es sich eventuell, vorher noch einmal im Porzellanhaus Ostermann vorbeizuschauen. Dort gibt es verschiedene Karaffen, die sich auf dem festlich gedeckten Esstisch besonders gut machen und am Sonntag auch gut verkauft wurden.

„Gerade für die Familien brauchen wir dringend den verkaufsoffenen Sonntag kurz vor Weihnachten“, verdeutlicht Josef Ostermann angesichts eines vollen Ladenlokals mit zahlreichen Kindern. Dieses Einkaufserlebnis mit Lichterglanz, Aktionen und persönlicher Beratung bietet letztlich kein „Black Friday“ und keine „Black Week“.

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