Notfallpraxis und Notfallambulanz
Gemeinsamer Schalter für alle Notfälle?

Ahlen -

Ist das die Lösung? Zusammenführung von ambulanter Notfallpraxis und Notfallambulanz des Ahlener St.-Franziskus-Hospitals.

Samstag, 22.12.2018, 13:00 Uhr
Hier geht‘s zum Notfalldienst im Ahlener Krankenhaus. 
Hier geht‘s zum Notfalldienst im Ahlener Krankenhaus.  Foto: Ulrich Gösmann

„Wir haben erst einmal etwas Zeit gewonnen. Bis Ostern bleibt es bei den Präsenszeiten der Notfallpraxis.“ Mit diesen Worten kommentiert Dr. Thomas Mandelkow das Ergebnis der Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KV), das er am Mittwoch mit dem Bezirksstellenleiter Dr. Hendrik Oen aus Münster mitbrachte.

Mandelkow hatte dabei vor allem die seit Langem geplante Umorganisation im St.-Franziskus-Hospital im Blick, mit der ambulante Notfallpraxis und die Notfallambulanz des Krankenhauses räumlich zusammengeführt werden sollen. „Künftig soll es einen gemeinsamen Empfangsschalter geben, an dem eine erste Sichtung vorgenommen wird“, erläutert Mandelkow. Dort soll entschieden werden, welche Fälle aufgrund ihrer Schwere zur stationären Aufnahme im Krankenhaus weitergeleitet werden und welche Patienten mit weniger schwerwiegenden Beschwerden in die Notfallpraxis überwiesen werden. „Wir wollen diese Maßnahme jetzt zeitnah umsetzen“, kündigt Winfried Mertens, Verwaltungsdirektor des St.- Franziskus-Hospital, an. Auch das Krankenhaus hat ein hohes Interesse an dieser gemeinsamen Sichtung, weil viele Patienten bislang immer noch die Notaufnahme aufsuchen, während die Notfallpraxis zum Teil nur wenig frequentiert wird. Das war auch der Anlass für die Kassenärztliche Vereinigung, eine tageweise Schließung der Notfallpraxis ins Auge zu fassen, weil andernorts die Kapazitäten fehlen.

„Wir sollten jetzt erst einmal abwarten, wie sich das neue System bewährt“, erklärt Dr. Thomas Mandelkow, „und uns dazu ein halbes Jahr Zeit nehmen“. Ob die KV den niedergelassenen Ärzten, für die Mandelkow als Vorsitzender des Ärztevereins die Sprecherfunktion ausübt, den Ahlenern so viel Zeit einräumt, bleibt allerdings abzuwarten.

Anfang Januar will die Kassenärztliche Vereinigung in Gespräche mit den Ahlenern eintreten, was bislang anscheinend nicht oder nur unzureichend stattgefunden hat.

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