Ortstermin mit Annette Watermann-Krass
Von Westumgehung weiter nichts zu spüren

Dolberg -

Mit der Antwort auf ihre Kleine Anfrage im Landtag zum Sachstand L 547 – Westumgehung Dolberg ist Annette Watermann-Krass nicht zufrieden.

Montag, 07.01.2019, 23:00 Uhr
Annette Watermann-Krass (l.) beim Ortstermin mit Harald Krämer, Sophia Maschelski, Frederik Werning und Uwe Maschelski dort, wo die Westumgehung weitergebaut werden sollte.
Annette Watermann-Krass (l.) beim Ortstermin mit Harald Krämer, Sophia Maschelski, Frederik Werning und Uwe Maschelski dort, wo die Westumgehung weitergebaut werden sollte. Foto: Peter Schniederjürgen

Für Annette Watermann-Krass passt die Antwort „so richtig in die Ankündigungspolitik“ der schwarz-gelben Landesregierung. Auf die „Kleine Anfrage“ zum Sachstand L 547 – Westumgehung Dolberg hatte Landesverkehrsminister Hendrik Wüst der heimischen SPD-Landtagsabgeordneten mitgeteilt, dass „eine Aussage zur Bauzeit erst im Zuge der Bauvorbereitung und Ausschreibung des Projekts getroffen werden“ könne. Und davon ist das Vorhaben Westumgehung derzeit noch Lichtjahre entfernt.

Die Antwort auf ihre Anfrage vom 26. November war noch kurz vor Weihnachten erfolgt. Die Aussage zur geplanten Westumgehung im Landesstraßenbedarfsplan, dass „die aufgeführten Maßnahmen in dieser Wahlperiode planerisch angegangen werden sollen, sobald freie Kapazitäten vorhanden sind“, hatte die SPD-Politikerin zum Anlass für ihre Anfrage genommen.

„Wir reden seit 30 Jahren über die Westumgehung“, erklärte Uwe Maschelski ( SPD), Mitglied im Ortsausschuss Dolberg, bei einem kurzfristig anberaumten Ortstermin am Montagnachmittag. Damals sei nur der nördliche Teil der Westumgehung fertiggestellt worden, weil das Geld für den Weiterbau gefehlt habe.

Alle Anstrengungen, das Projekt weiter voranzutreiben, seien bislang im Sande verlaufen, obwohl die rot-grüne Landesregierung das Projekt noch „priorisiert“ habe. Im Herbst 2014 habe sich der CDU-Kollege von Annette Watermann-Krass, Henning Rehbaum, mit dem Spaten auf den Acker gestellt und angekündigt, in Düsseldorf Druck bei Rot-Grün machen zu wollen. Davon sei bislang nichts zu spüren.

Stattdessen weiche der Verkehrsminister aus, indem er darauf verweise, dass die Kommunen die Planung auch selbst in die Hand nehmen könnten. Für die Beauftragung externer Ingenieursbüros stelle die Landesregierung 2019 100 Millionen Euro zur Verfügung. Annette Watermann-Krass: „Welche Kommune im Kreis kann das denn leisten?“

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