Erstmals weniger Besucher
Parkbad litt unter der Rekordhitze

Ahlen -

Ein Jahr der Extreme hat dem Ahlener Parkbad Besucher gekostet. Dennoch: Zusammen mit dem Freibad schafften es beide Einsichtungen mit einem Plus in die Bilanz 2018.

Dienstag, 08.01.2019, 22:00 Uhr
Als wenn die Hitze allein nicht schon gereicht hätte: Fliesenschäden nahmen das Parkbad im vergangenen Sommer für einen Monat aus dem Betrieb und kosteten Gäste. Lichtblick zum Jahresende: die Eröffnung der neuen Aufgusssauna mit gleich steigenden Besucherzahlen.
Als wenn die Hitze allein nicht schon gereicht hätte: Fliesenschäden nahmen das Parkbad im vergangenen Sommer für einen Monat aus dem Betrieb und kosteten Gäste. Lichtblick zum Jahresende: die Eröffnung der neuen Aufgusssauna mit gleich steigenden Besucherzahlen. Foto: Ulrich Gösmann

Grippewelle , Rekordhitze, Zwangsschließung: „Für uns war es ein Jahr der Extreme“, lässt Bäderbetriebsleiter Thomas Schliewe aufhorchen – und ist gleich bei den Zahlen, die im sechsten Parkbad-Jahr erstmals nicht weiter nach oben kletterten. Weil es dafür äußere Einflüsse gegeben habe, sei er „alles in allem sehr zufrieden“, resümiert der Bäderleiter am Dienstag im Bilanzgespräch. Mehr noch: Das Freibad hielt den Jahresabschluss insgesamt hoch. Zusammen schafften es beide Einrichtungen auf 202 000 Besucher. So viel wie in keinem Jahr zuvor seit Eröffnung des Parkbads.

Kaum ein Monat, der nicht mit äußeren Einflüssen auf die Besucherbilanz des Parkbads drückte. Als sei es schon das verflixte siebte. „Größte Grippewelle seit Jahren im Februar, wärmster April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, wärmster Mai seit 130 Jahren, wärmster Juni seit 1889.“ Thomas Schliewe unterbricht sich mit einem kopfschüttenden Lacher, als wolle er es selbst noch nicht glauben, um dann im gleichen Fahrwasser im Juli weiterzuschwimmen: Rekordmonat mit 37 Grad im Freibad. Und dann auch noch das: Fliesenschäden im August, die das Parkbad gleich hinterherschickte – in die großen Ferien und einen Monat raus aus der Bilanz. Selbst die beiden sonst herbstlich angehauchten Folgemonate setzten auf Ex­treme. Mit bis zu 30 Grad im September und 25 im Oktober.

Trotzdem zufrieden: Betriebsleiter Thomas Schliewe.

Trotzdem zufrieden: Betriebsleiter Thomas Schliewe. Foto: Ulrich Gösmann

Großer Gewinner: das Freibad. Mit 73 000 Besuchern konnte es den Vorjahreswert fast verdoppeln. 122 Tage geöffnet, kamen im Schnitt 600 am Tag – und warfen einen Schatten in den „Berliner Park“. Gäste, die dem Hallenbad fehlten. Mit 112 000 waren es 5000 weniger als im Vorjahr. Das heißt: erstes Minus in der jungen Erfolgsgeschichte, die bisher nur Steigerungsraten kannte.

Seit der Eröffnung der neuen Aufgusssauna konnten wir 15 Prozent mehr Besucher in der Parksauna registrieren.

Thomas Schliewe

Rekordhitze – warum dann noch mehr schwitzen als nötig? Selbstredend der Rückgang auch im Saunadorf – wenn auch nur minimal um 300 auf 17 200 Gäste. Das Jahresende brachte die Wende. „Seit der Eröffnung der neuen Aufgusssauna konnten wir 15 Prozent mehr Besucher in der Parksauna registrieren“, schickt Schliewe gleich hinterher.

Beide Bäder bilanzieren im Verbund 202 000 Gäste. Im Jahr 2017 waren es nur 173 500. „Somit konnten wir 28 500 Besucher mehr in den Einrichtungen der Bädergesellschaft zählen“ freut sich der Betriebsleiter. Also: „Alles in allem ein gutes Jahr.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6306776?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Rund 100 Demonstranten protestieren gegen Sarrazin
Knapp 100 Personen demonstrierten vor der Stadthalle in Hiltrup gegen den Sarrazin-Auftritt.
Nachrichten-Ticker