Unterstützung durch VIA-Stiftung
Schulen fördern seelische Gesundheit

Ahlen -

„Verrückt? Na und!“: Mit Unterstützung durch VIA-Stiftung liefen am Städtischen Gymnasium und an der Städtischen Sekundarschule Projekttage zum Thema psychische Gesundheit.

Donnerstag, 10.01.2019, 16:32 Uhr aktualisiert: 10.01.2019, 17:00 Uhr
Auch diese Jugendlichen des achten Jahrgangs der Städtischen Sekundarschule nahmen an der Projekttagen teil. Sie erfuhren, welche Strategien und Hilfen bei psychischem Stress oder psychischen Erkrankungen gibt.
Auch diese Jugendlichen des achten Jahrgangs der Städtischen Sekundarschule nahmen an der Projekttagen teil. Sie erfuhren, welche Strategien und Hilfen bei psychischem Stress oder psychischen Erkrankungen gibt. Foto: VIA-Stiftung

Chaos im Kopf – dass das besonders auch bei Jugendlichen vorkommt, gaben die Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe aus dem Städtischen Gymnasium und der Städtischen Sekundarschule zu. Über 150 Jugendliche nahmen im Zeitraum September bis Dezember an den Projekttagen zur Förderung psychischer Gesundheit teil. Unterstützt wurden die Aktionen durch die VIA-Stiftung der Volksbank.

„Einen gebrochenen Fuß kann jeder Mensch sofort sehen, aber eine seelische Krise oder Verletzung ist äußerlich schwer zu erkennen. Oftmals sind diese Themen mit Scham und einem Gefühl von Schwäche verbunden. Dabei leiden mindestens 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren an psychischen Gesundheitsproblemen“, erklärt Jennifer Odenbreit , Schulsozialarbeiterin an der Sekundarschule, die bereits zum zweiten Mal das Projekt „Verrückt? Na und!“ in die Schule geholt hat.

In Rollenspielen, Gruppenarbeit und Diskussionen lernten die Jugendlichen verschiedene Warnsignale für seelische Krisen kennen, diskutierten jugendtypische Bewältigungsstrategien und erfuhren, wer oder was helfen kann. Betroffene, die solche Krisen gemeistert haben, machten deutlich, wie wichtig es ist, sich frühzeitig Hilfe zu holen.

Auch Nina Feldhaus, Schulsozialarbeiterin des Städtischen Gymnasiums, hat Unterstützung von Profis gesucht, um mit ihren Schülern über Ursachen und Erscheinungsformen sowie Strategien zu sprechen, die im Umgang mit Stress und Druck hilfreich sein können. Dabei wurden allerhand Fragen angesprochen und geklärt: Wo liegt der Unterschied zwischen Traurigkeit und Depression? Welche Formen der Angst sind aushaltbar, welche lebenseinschränkend und krankhaft? Was ist „normal“ und wann sollte man sich Hilfe suchen? Die Jugendlichen nahmen typische Stressfaktoren in den Blick, die ihnen in der Schule, Zuhause oder im Freundeskreis begegnen und erfuhren ganz konkret, an wen sie sich wenden können, wenn die eigene Kraft nicht mehr ausreicht.

„Wir möchten die Wahrnehmung der Schüler für sich selbst und andere schärfen“, beschreibt Esther Galler, psychologische Beraterin und Kommunikationstrainerin, den Sinn ihrer Arbeit mit den Jugendlichen. Ihr Projektpartner Christian Buchweitz, Heilpraktiker für Psychotherapie, ergänzt: „Jeder Mensch reagiert anders auf psychischen Stress. Wir möchten Jugendlichen Informationen geben und Hilfe anbieten, sich selbst und ihr Umfeld empathischer betrachten zu können.“

Die Auswirkung der psychischen Gesundheit und somit die Bedeutung des Themas betonte auch Michael Vorderbrüggen von der VIA-Stiftung: „Mit seelischem Wohlbefinden der Schüler hängt vieles zusammen: positives Klassenklima, gute Schulzeit, größere Chancen auf Schul- und Ausbildungserfolg. Die Schüler sind fitter, gefestigter und kommen mit vielen Herausforderungen besser zurecht. So können sie sich auf die Schule, einen guten Abschluss und ihre berufliche Zukunft konzentrieren. Deshalb war uns die Förderung dieses Projekts, das im Rahmen der Ahlener Präventionskette umgesetzt wurde, besonders wichtig.“

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