CDU-Antrag in Dolberg
Schlepperfreunde wollen Gerätehaus nutzen

Dolberg -

Bloß keinen Leerstand, geschweige denn eine Brache wollen die Christdemokraten, wenn die Dolberger Feuerwehr in ihr neues Gerätehaus umzieht. Die ortsansässigen Schlepperfreunde wollen das freiwerdende Gebäude gerne nutzen.

Donnerstag, 10.01.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 11.01.2019, 09:12 Uhr
Wenn der Löschzug Dolberg sein bisheriges Domizil verlässt, könnten sich hier neue Möglichkeiten für die Schlepperfreunde ergeben, die sich inzwischen zu einer festen Größe entwickelt haben.
Wenn der Löschzug Dolberg sein bisheriges Domizil verlässt, könnten sich hier neue Möglichkeiten für die Schlepperfreunde ergeben, die sich inzwischen zu einer festen Größe entwickelt haben. Foto: Christian Wolff

Wenn an der Alleestraße ein neues Feuerwehrgerätehaus fürs Lambertusdorf errichtet wird, ergibt sich am Altstandort an der Twielucht­straße ein Leerstand. Mit den Schlepperfreunden Dolberg, die seit längerem Interesse an dem städtischen Gebäude hegen, könnte nun eine sinnvolle Nachnutzung auf den Weg gebracht werden.

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Ahlen informierte am Donnerstag den Bürgermeister und die Medien über dieses Ansinnen und formulierte einen entsprechenden Antrag, der bei der nächsten Sitzung des Ortsausschusses Dolberg zur Sprache kommen soll.

„Aus unserer Sicht sollte unverzüglich eine Diskussion über die Nachnutzung des aufzugebenden Standortes eintreten, um die Gefahr einer Brache zu vermeiden“, so CDU-Chef Peter Lehmann gegenüber unserer Zeitung. „In verschiedenen Gesprächen haben Vertreter der Schlepperfreunde bereits ihr Interesse an der Nachnutzung der Räumlichkeiten bekundet.“ Der Verein habe sich innerhalb von zehn Jahren zu einer konstanten Größe im ehrenamtlichen Konstrukt der Dolberger Vereine entwickelt. Im Jahr 2018 konnten die Aktiven auch die baulichen Maßnahmen zur Vollendung des Rundwanderwegs in Dolberg abschließen. Über verschiedene Veranstaltungen habe sich der Verein auch über die Grenzen der Stadt hinaus einen Namen gemacht.

„Die Räumlichkeiten an der Twieluchtstraße würden sich hervorragend für den Verein eignen“, ist Lehmann überzeugt. „Neben den Hallen würden auch entsprechende Nebenräume, die für die Gestaltung der Vereinsarbeit wichtig sind, zur Verfügung stehen und könnten natürlich auch anderen Vereinen zugänglich gemacht werden.“ Angedacht seien Jugendprojekte, wie beispielsweise die Restaurierung einer historischen Maschine unter Anleitung von Fachleuten. „Das ist in dieser Form bislang nicht möglich.“ Nicht zuletzt sei eine engere Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Dolberg möglich, der direkt nebenan sein Domizil hat. „Bedingt durch die Altersstruktur der Vereinsmitglieder ist gewährleistet, dass die Nutzung der besagten Räume dauerhaft erfolgen kann. Damit könnte das Gebäude, das sich zudem in einem guten baulichen Zustand befindet, weiter genutzt und vor möglichem Verfall bewahrt werden.“

Das angrenzende Wohnhaus, das aus Sicht der CDU eine besondere städtebauliche Bedeutung im Zusammenhang mit den angrenzenden Gebäuden des Bauhofes, des Wohnhauses Sumpmann und des Heimathauses besitzt, könnte ebenso weiter zu Wohnzwecken genutzt werden. Lehmann: „Dann bleibt der Charakter der dörflichen Bebauung in diesem Umfeld erhalten.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6310298?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Rund 100 Demonstranten protestieren gegen Sarrazin
Knapp 100 Personen demonstrierten vor der Stadthalle in Hiltrup gegen den Sarrazin-Auftritt.
Nachrichten-Ticker