Aktion der Verbraucherberatung
Schimmelbildung vorbeugen

Ahlen -

Winterzeit ist Schimmelzeit – darum bietet die Verbraucherzentrale in Ahlen zusammen mit dem Mieterbund Ostwestfalen-Lippe eine Schwerpunktberatung an, beginnend am heutigen Montag, 14. Januar. Die Aktion läuft bis zum 31. März. Auf Wunsch kommt ein Fachmann ins Haus. „Damit bieten wir die erste Hilfe bei Schimmel“, sagt Energieberater Joachim Rölfing.

Montag, 14.01.2019, 07:30 Uhr aktualisiert: 14.01.2019, 07:50 Uhr
Informieren über die Schimmelvermeidung: Ralf Brodda vom Mieterbund, die Leiterin der Ahleber Verbraucherzentrale, Judith Spittler, und Energieberater Joachim Rölfing (v.l.).
Informieren über die Schimmelvermeidung: Ralf Brodda vom Mieterbund, die Leiterin der Ahleber Verbraucherzentrale, Judith Spittler, und Energieberater Joachim Rölfing (v.l.). Foto: Peter Schniederjürgen

Ein ständiges Streitthema zwischen Mieter und Vermieter ist es, wer den Kampf gegen die gesundheitsschädlichen schwarzen Flecken finanziert. „Bei Baumängeln ist es der Vermieter, bei fehlerhafter Lüftung der Mieter“, umreißt Mieterbund-Geschäftsführer Ralf Brodda grob den Sachverhalt. Doch es muss gar nicht so weit kommen. „Mit einfachem Lüften ist schon viel getan“, weiß die Leiterin der Ahlener Verbraucherberatung, Judith Spittler. Eine häufige Schimmelursache ist die falsche oder mangelnde Lüftung. Die Fachleute stellen klar, ein Raum sollte um die 20 Grad haben, dabei um die 50 Prozent Luftfeuchte. „Je höher diese ist, desto mehr schlägt sich Feuchtigkeit an den kältesten Stellen nieder und führt zu Schimmel“, betont Joachim Rölfing. Wird die maximal verträgliche Luftfeuchte überschritten, sollte gelüftet werden. „Auch bei Regen, die Luft von draußen ist dennoch trockener als im Raum“, macht der Energieexperte klar.

Möglichst Fenster gegeneinander öffnen, damit es kurzen kräftigen Durchzug gibt.

Joachim Rölfing

Dabei sollte aber das sogenannte Stoßlüften praktiziert werden, statt der verbreiteten Kipplüftung. „Möglichst Fenster gegeneinander öffnen, damit es kurzen kräftigen Durchzug gibt“, präzisiert Rölfing. Auch sind Feuchtigkeitsquellen wie gebrauchte Handtücher oder Restwasser an der Dusche oder Wanne tunlichst zu beseitigen. „Wichtig ist es, alle Räume gleich zu beheizen und vorm Schlafengehen noch mal kräftig durchlüften“, ergänzt Judith Spittler. Auch sollte der jeweils wärmste Raum von der kälteren Umgebung abgeschottet werden.

Ist aber bereits Schimmelbefall entstanden, sollte ein Fachmann das überprüfen. „Wir empfehlen einen Energieberater, der hat die nötige Sachkenntnis, um der Ursache auf den Grund zu gehen“, so Ralf Brodda. Diese Berater sind über die Mieter- und Grundeigentümerverbände und die Verbraucherzentralen zu erreichen.

Die Beratung kostet 30 Eu­ro. Es sind rund 20 solcher Termine verfügbar, Anmeldung unter Telefon 96 131 05 oder per Mail unter ahlen.energie@verbraucherzentrale.de. Die Aktion wird von der EU, dem Land und der Stadt gefördert.

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