Abholung der Weihnachtsbäume
Früher war noch mehr Lametta dran

Ahlen -

Mit mehreren Fahrzeugen und zahlreichen Helfern waren Feuerwehr und Umweltbetriebe am Samstag im Stadtgebiet im Einsatz, um die ausrangierten Weihnachtsbäume einzusammeln. Sie werden am Bauhof zwischengelagert und dann zum Kompostierwerk nach Ennigerloh gebracht.

Montag, 14.01.2019, 14:30 Uhr aktualisiert: 14.01.2019, 14:50 Uhr
Im Süden der Stadt unterwegs: Fahrer Tobias Mödler mit Denise Schüsseler, Michael Pelz und Jörn Scheffer (v.l.). Noch geschmückte Bäume finden sie diesmal nicht vor.
Im Süden der Stadt unterwegs: Fahrer Tobias Mödler mit Denise Schüsseler, Michael Pelz und Jörn Scheffer (v.l.). Noch geschmückte Bäume finden sie diesmal nicht vor. Foto: Peter Schniederjürgen

Auch aus der letzten Ecke holten sie am Samstag die ausrangierten Weihnachtsbäume, die Männer und Frauen der Ahlener Feuerwehr und der Umweltbetriebe. Mit Lastwagen der Wehr und der Stadt – auch die war mit gut einem Dutzend Mitarbeitern am Start – wurden die Tannen eingesammelt. Wenn der Weg mal etwas zu eng für die großen Fahrzeuge war, dann ging es eben zu Fuß weiter.

In „Mexiko“ waren mit Fahrer Tobias Mödler Jörn Scheffer, Denise Schüsseler und Michael Pelz unterwegs. Letzterer war für die optimale, platzsparende Stauung auf der Ladefläche zuständig. Seine Kameraden wuchteten die Bäume unterschiedlichster Größe hoch. „Ein paar Scherzbolde haben tatsächlich eine Vier-Meter-Tanne rausgelegt“, erzählt Jörn Scheffer. Der passte allerdings nicht auf ihr Auto. „Dafür schicken wir einen Extrawagen“, ergänzt Denise Schüsseler. Ansonsten verlief die Sammlung im südlichen Stadtteil bei diesem Team recht unspektakulär. Das war nicht immer so, wie sich Michael Pelz, er ist seit vielen Jahren bei der Sammlung dabei, erinnerte. „Einmal fanden wir einen wirklich komplett geschmückten Baum, mit Lametta und Kugeln, sogar der Fuß war noch dran“, schmunzelte der Feuerwehrmann.

Ein paar Scherzbolde haben tatsächlich eine Vier-Meter-Tanne rausgelegt.

Jörn Scheffer

Etwa rund 200 Bäume fasst gut gestaut eine Ladung. Dann geht’s zum Baubetriebshof an der Alten Beckumer Straße. Hier wartet Dietmar West mit seinem Bagger auf die „Lieferungen“. Rückwärts in die Ladebucht, der Bagger kommt und ruckzuck ist die Mulde leer und die Truppe rückt zur nächsten Tour ab. „So an die acht bis zehn werden es wohl werden“, schätzt Fahrer Tobias Mödler.

Lang der Hub und kurz die Pause – danach laden Marco Kölbel, Alexander Claus, Ole Willbrand, Marcel Smolka und Karsten Isenberg ihren aufgeplanten Wagen ab. Prachtstück in diesem Sammelteam ist der dicke, zum Glück allerdings zersägte, Stamm des Weihnachtsbaums aus der St.-Bartholomäus-Kirche. Hier ist schon vereinte Kraft gefragt, um ihn von der Ladefläche zu wuchten.

Zu Mittag gibt‘s an der Hauptwache eine deftige Stärkung. Schnitzel mit diversen Saucen, Kartoffel- und andere Salate füllen verbrauchte Reserven wieder auf. Starker Kaffee treibt die nasse Kälte aus den Gliedern. Denn die fleißigen Sammler sind diesmal wirklich nicht vom Wetter begünstigt.

Nach der Fahrerbesprechung geht es auf die zweite Runde. „Wir hoffen, die letzten Bäume gegen 15 Uhr einzusammeln, dann noch mal rund zwei Stunden die Fahrzeuge klarmachen, so gegen 17 Uhr sollte alles geschafft sein“, kalkulierte Einsatzleiter Jens Schüsseler. So wurden bis zum Mittag rund 270 Kubikmeter an Tannenbäumen gesammelt. Die werden am Baubetriebshof zwischengelagert und dann nach Ennigerloh zum Kompostieren gebracht. Damit endet die Karriere des prachtvollen Weihnachtsschmucks als Gartenerde.

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