Eröffnung des Kulturkellers
Bilder aus Ahlen an frisch gestrichenen Wänden

Ahlen -

Hobbykünstler und Fotografen können im neuen Ahlener Kulturkeller des Ehepaars Massin ihre Bilder ausstellen.

Montag, 14.01.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 14.01.2019, 17:10 Uhr
Kunstschaffende, Fotografen und deren Familienangehörige waren am Sonntag bei Mechthild und Dieter Massin zu Gast, um den Kulturkeller zu eröffnen.
Kunstschaffende, Fotografen und deren Familienangehörige waren am Sonntag bei Mechthild und Dieter Massin zu Gast, um den Kulturkeller zu eröffnen. Foto: Yannik Lohmann

Die Ahlener Kunst- und Kulturlandschaft ist um eine Institution reicher: Das Ehepaar Mechthild und Dieter Massin hat am Sonntagvormittag den privaten „Ahlener Kulturkeller“ im Eigenheim an der Sedanstraße eröffnet.

Wer die Massins aus dem Sport, der Kunstszene, dem Schulwesen oder Ehrenamt kennt, weiß um deren Verbundenheit zu Ahlen. Umso größer war die Ehre für die beiden, neun Maler und Fotografen sowie deren Begleiter am Sonntag in den eigenen vier Wänden begrüßen zu können. Sie und weitere Interessierte wollen in den vier Kellerräumen Spuren hinterlassen. Bereits am Wochenende waren je drei Bilder an den frisch gestrichenen Wänden im Untergeschoss zu sehen: Ahlener Motive wie die Langst, Ve­rings Mühle oder ein Ausschnitt aus dem einstigen Nahrath-Gebäude. Wer die Stadt kennt, wusste die Bilder schnell zuzuordnen. Wer grübelte, dem verhalfen Werner Fechner-Dildrop, Rosi Briest , Ralf Day, Martin Hatscher, Sylvia Apitz, Thomas Hartmann, Christian Wolff, Manfred Brückner und Markus Bockholt gerne auf die Sprünge.

Mit Blick auf ihre drei Werke plauderte Rosi Briest aus dem Nähkästchen. Durch den stetigen Zuspruch ihres verstorbenen Mannes hatte sich die 91-Jährige vor rund 30 Jahren bewogen gefühlt, mit dem Malen zu beginnen. Aus der anfänglichen Eingebung sei ein nicht mehr wegzudenkendes Hobby geworden. „Ich habe mich irgendwann mit Acryl, Radierungen und Aquarellen auseinandergesetzt, habe sogar vier eigene Ausstellungen gehabt“, berichtete die Rentnerin, wie sich die Kunst in ihr Leben geschlichen habe.

„Genau für euch ist der Keller gemacht“, bestärkte Dieter Massin seine Gäste darin, sich für die Ahlener Kunst stark zu machen. Er erklärte, dass die Idee aus einem Überfluss an Material für das Buch „Du mein Ahlen – Lebens- und liebenswerte lebendige Stadt an der Werse“ entstanden sei. „Wir hätten das Buch in der dreifachen Stärke drucken können“, war sich Dieter Massin sicher. Um der Geschichte trotzdem Raum zu bieten, habe man sich zur Einrichtung des Kulturkellers entschieden. Einen besonderen Dank richtete Dieter Massin an Günther Graumann und Jörg Schlüter, die dem Ehepaar bei den Bauarbeiten behilflich waren. Nach einem Wasserschaden habe der Keller „begehbar“ gemacht werden müssen, wie Dieter Massin betonte. Unter anderem seien Elektro-, Boden- und Malerarbeiten notwendig gewesen, um den Raum behaglich zu gestalten.

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