Ausstellung des Kunstvereins
Der neue Weg der Preisträger

Ahlen -

„Neues von den Alten“ heißt die Ausstellung des Kunstvereins, die jetzt in der Sparkasse zu sehen ist. Die Künstler sind allerdings alles andere als alt.

Montag, 14.01.2019, 19:00 Uhr
Plastisches Arbeiten liegt der Designerin Marie Simon. Drei Keramik-Werke mit dem Titel „Spuren“ sind jetzt im Rahmen der Ausstellung „Neues von den Alten“ in der Sparkasse an der Moltkestraße zu sehen.
Plastisches Arbeiten liegt der Designerin Marie Simon. Drei Keramik-Werke mit dem Titel „Spuren“ sind jetzt im Rahmen der Ausstellung „Neues von den Alten“ in der Sparkasse an der Moltkestraße zu sehen. Foto: Sabine Tegeler

Wer die Förderpreisvergaben des Kunstvereins an junge Künstler in den vergangenen Jahren verfolgt hat, wer sich die Ausstellungen mit Werken der (ehemaligen) Schülerinnen und Schüler angeschaut hat, kann jetzt mal staunen. Denn die Ausstellung „Neues von den Alten“ zeigt bildende Kunst von fünf jungen Frauen und Männern, die in den vergangenen zehn Jahren zu den Preisträgern gehörten, heute immer noch kunstschaffend sind und in der Kunst eine berufliche Zukunft gesucht haben. Und die seit ihrer Auszeichnung durch den Kunstverein vielfach neue kreative Wege gegangen sind.

Die Ausstellung ist seit Montag in der Sparkassen-Hauptstelle an der Moltke­straße zu sehen. Vorgestellt wurde sie von Gerd Buller und Sandro De Marco sowie Hermann Mense, Vorsitzende und Geschäftsführer des Kunstvereins, sowie Kurator Sven Henric Olde, der als Künstler dem Ahlener Verein durchaus verbunden ist.

„Eigentlich ist es eine Ausstellung in zwei Teilen“, blickte Hermann Mense schon in die kommende Woche, wenn unter dem Motto „Talente gesucht – Talente gefunden“ in der Stadt-Galerie die Wettbewerbsarbeiten 2018 ausgestellt werden.

Einer dieser ganz frischen Preisträger ist aber schon jetzt in der Sparkasse zu sehen: der drittplatzierte Lennart Rauf nämlich, der nach seinem Abitur 2018 jetzt an der Kunstakademie Münster studiert. Ebenso wie Nele Ziemer. Sie wurde 2016 mit einem dritten Preis ausgezeichnet und ist seit 2018 Studentin in der Klasse van Harskamp. Beide waren am Montag extra zur Ausstellungseröffnung gekommen.

Der 19-jährige Lennart Rauf arbeitet mit Tusche auf Aquarellpapier, sein bevorzugtes Motiv: sich liebende Männer.

Nele Ziemers Zeichnungen hingegen lassen viel Platz für Fantasie: „Ich verarbeite oft meine Träume“, erklärte die 20-Jährige, die Bild und Text zusammenbringt, aber den Zusammenhang von beidem gerne für sich behält.

Laden ein zur Ausstellung: Gerd Buller, Hermann Mense, Sven Henric Olde, Sandro De Marco, Nele Ziemer, Roland Klein und Lennart Rauf.

Laden ein zur Ausstellung: Gerd Buller, Hermann Mense, Sven Henric Olde, Sandro De Marco, Nele Ziemer, Roland Klein und Lennart Rauf. Foto: Sabine Tegeler

Welch große künstlerische Schritte die Preisträger in den vergangenen Jahren gemacht haben, zeigen exemplarisch die Werke von Lukas Schwake. Der junge Mann aus Ennigerloh war 2010 der erste, der mit dem Förderpreis ausgezeichnet wurde. Sein ironisches Bild von zechenden Schützen sorgte damals nicht nur in der Jury für jede Menge Heiterkeit.

Heute studiert Lukas Schwake an der Hochschule für Grafik- und Buchkunst in Leipzig, seine jetzt ausgestellte Malerei zeigt die akademischen Spuren. In einem Selbstbildnis schwingt aber auch die Ironie wieder mit.

Weitere Künstlerinnen in der Ausstellung sind Rabia Dudu Akçin, die 2011 den ersten Platz im Wettbewerb belegte und Marie Simon, die 2013 mit einer plastischen Arbeit die Jury überzeugte. Rabia Dudu Akçin studiert Kunst auf Lehramt, Marie Simon hat ihr Designstudium bereits abgeschlossen und arbeitetet als Designerin. Von ihr sind drei Keramikarbeiten zu sehen.

Dass die Werke ausgerechnet in der Sparkasse gezeigt werden, ist kein Zufall: Das Geldinstitut unterstützt die Auslobung des Förderpreises von der ersten Stunde an. Dementsprechend freut sich auch Sparkassenvorstandsmitglied Roland Klein, der schon schnell seine Favoriten in der Ausstellung fand.

Alle Werke sind übrigens verkäuflich. Der Kunstverein steht Interessierten zur Verfügung und bittet im Falle der Kaufabsicht um eine SMS an die Nummer 0170/3176581. In der Nachricht müssen der Name des Künstlers, der Titel der Arbeit, der Kaufpreis angegeben werden. Handelt es sich um ein Werk ohne Titel bitte auch die Zählnummer (auf dem Ausstellungsetikett) angeben.

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