Premiere für den Seitenlader
Tonnen heben seitlich ab

Ahlen -

Aller Anfang ist noch schwer: Der Seitenlader rollt seit zwei Tagen durch Ahlens Müllbezirke. Schneller geht‘s mit dem neuen Flaggschiff der Umweltbetriebe aber nur da, wo die Tonnen korrekt stehen. Bestenfalls im Pärchenverbund.

Donnerstag, 17.01.2019, 06:00 Uhr
Seitlich genommen: Der Greifer fasst in der Freytagstraße zu.
Seitlich genommen: Der Greifer fasst in der Freytagstraße zu. Foto: Ulrich Gösmann

rchenbildung – noch ein Fall für zwei am Mittwochmorgen auf der Freytagstraße. Hier ‘ne Tonne, da ‘ne Tonne: Eigentlich sollten sie im Duett schön nah beieinanderstehen, um mit einem Zugriff beide an die Klemmleiste zu kriegen. Doch das erfordert Fuß- und Handarbeit, die Dank modernster Technik langfristig eingespart werden soll. „Es ist für alle eine Umstellung“, zeigt sich Martin Rabelt dennoch gelassen. Er steuert als Erster das neue Flaggschiff der Ahlener Umweltbetriebe. Den Seitenlader.

Es ist für alle eine Umstellung.

Fahrer Martin Rabelt

Dienstag ging‘s los. Zur Premiere mit einem Paradebeispiel für Pärchenbildung im Possenbrock, wie Michael Morisse , Einsatzleiter Stadtentsorgung, begeistert wissen lässt. Kollege Kevin Brisbois, am Vortag mit auf Testtour, pflichtet ihm bei: „Gefühlt 80 Prozent der Tonnen standen mit der Öffnung zur Straße. Nur wenige, die wir umdrehen mussten.“ Anwohner hatten die Flugzettel beherzigt, Pärchen gebildet und auf einer Straßenseite positioniert. „Sonst hätten wir die doppelte Strecke fahren müssen. Einmal rauf, einmal runter“, verdeutlicht Morisse. Schließlich gehe es um Effizienz bei dem Neuen, der – noch Zukunftsmusik – ohne den zweiten Mann auf der Straße auskommen soll. Die komplette Abwicklung läuft dann rechts im Führerhaus – via Joystick.

Seitenlader-Premiere in Ahlen

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  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Ahlener Umweltbetriebe setzen jetzt auch auf den Seitenlader. Foto: Ulrich Gösmann

Für Fahrer Martin Rabelt kein Fremdkörper. Bevor er vor neun Monaten zu den Ahlener Umweltbetrieben wechselte, fuhr er für einen privaten Entsorger. Einen Seitenlader. Das hat ihn Routine und Gelassenheit mitbringen lassen.

Im Pärchenverbund geht‘s am schnellsten

Und dennoch: Es könnte schneller gehen am Mittwoch auf der Freytagstraße, wenn denn Nachbarn ihre Tonnen zusammengestellt hätten. Michael Morisse sagt, worauf es ankommt: zwei Tonnen ganz eng zusammen; zum nächsten Pärchen einen Mindestabstand von 40 Zentimetern; die Deckelöffnung zur Straße. Und auch das: optimal 20 Zentimeter Abstand bis zur Bordsteinkante. Die brauche der Greifer, um überhaupt zufassen zu können. Auf Kante heiße für den Seitenlader, auf die Gegenfahrbahn ausweichen zu müssen. Das staue dann den Gegenverkehr. Wichtig auch: die kleinere Tonne (in Fahrtrichtung) zuerst, dann die Große. Sonst könne sie der Fahrer nicht sehen.

Am Steuer(knüppel): Martin Rabelt.

Am Steuer(knüppel): Martin Rabelt. Foto: Ulrich Gösmann

Weil aller Anfang schwer ist, wird Martin Rabelt in der Startphase von einem zweiten Mann unterstützt. Der heißt am Mittwoch Björn Schmidt und muss – im Wechsel – Meter machen, Tonnen zusammenführen, an der richtigen Stelle positionieren und Gespräche führen. Mit dem Bürger, der das Schauspiel mit wissbegieriger Neugier begleitet. Anregungen werden dankbar angenommen – mit dem Echo, es das nächste Mal noch besser zu machen. Und für alle Tonnen, die leer zurück auf den Boden gleiten, gibt‘s – von Hand – noch einen Klinkenanhänger, den Urlauber sonst aus ihren Hotelzimmern kennen, mit dem ein Gruß ans Zimmermädchen vor die Tür gehängt wird: „Bitte sauber machen.“ Für die Umweltbetriebe ist es eine Dankesbotschaft an den Bürger – fürs Mitmachen. Und ein Hinweis, dass es nächste Woche genauso weitergeht. Sollte die Tonne nach dem Zugriff nicht da stehen, wo sie am Morgen gestanden hatte, dann darf das als Wink gewertet werden, dass sie hier besser steht.

Die Ahlener Umweltbetriebe sprechen von einer „einjährigen Lernphase“, in die 500 Haushalte eingebunden sind. Weitere sollen folgen. Aber wohl nicht alle, weil der Greifer insbesondere dort an Grenzen stößt, wo es für ihn zu eng wird.

Vorsicht Tonne!

Vorsicht Tonne! Foto: Ulrich Gösmann

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